Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Indem Sie ohne Veränderungen Ihrer Standard-Browser-Einstellung weiterhin diese Seite besuchen, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. Möchten Sie mehr Informationen zu den von uns verwendeten Cookies erhalten und erfahren, wie Sie den Einsatz unserer Cookies unterbinden können, lesen Sie bitte unsere Cookie Notice.
Sie können die volle Funktionalität unserer Seite mit Ihrem Browser nicht nutzen, weil Sie entweder eine alte Version von Internet Explorer verwenden oder der Kompatilitätsmodus eingeschaltet ist. Bitte prüfen Sie, ob der Kompatibilitätsmodus ausgeschaltet ist, nutzen Sie eine Version ab IE 9.0, oder verwenden Sie einen anderen Browser wie bspw. Google Chrome oder Mozilla Firefox.

Großbritannien

Grossbritannien - neu Image

Hintergrundinformationen

 

Rahmen der Finanzberichterstattung im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland

Anwendung der IFRS in Europa seit 2005

Im Juli 2002 wurde in der Europäischen Union eine IAS-Verordnung verabschiedet, die europäischen Unternehmen, die an einer europäischen Börse notiert sind, (einschließlich Banken und Versicherungsunternehmen) vorschreibt, ab dem Geschäftsjahr 2005 ihre Konzernabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Die einzelnen Länder der EU haben folgende Möglichkeiten:

  • IFRS für nicht börsennotierte Unternehmen zu fordern oder zuzulassen,
  • IFRS im nicht konsolidierenden Abschluss eines Mutterunternehmens zu fordern oder zuzulassen,
  • Unternehmen, deren einzige börsennotierte Titel Schuldtitel sind, die Aufschiebung der Anwendung der IFRS bis zum Jahr 2007 zu gestatten, und
  • Unternehmen, die an außereuropäischen Börsen notiert sind und die derzeit ihre Abschlüsse nach nicht europäischen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellen (in den meisten Fällen wären dies US-GAAP), die Aufschiebung der Anwendung der IFRS bis zum Jahr 2007 zu gestatten.

Die IAS-Verordnung der EU gilt nicht nur für die 28 Länder der Europäischen Union sondern auch für drei Mitgliedsländer des Europäischen Wirtschaftsraumes, die nicht Mitglied der EU sind – Island, Liechtenstein und Norwegen.

Das Vereinigte Königreich ist Mitglied der Europäischen Union. Daher müssen alle Unternehmen im Vereinigten Königreich, die an einer europäischen Börse notiert sind, seit 2005 ihre Konzernabschlüsse nach IFRS erstellen. Im Juli 2014 hat die Europäische Kommission das Ergebnis einer vierten Studie (nach 2005, 2008 und 2010) über die Anwendung der vier oben genannten Optionen durch alle EU-Mitgliedstaaten mit Stand Dezember 2013 veröffentlicht. Eine Übersicht des Ergebnisses finden Sie hier.

Die Europäische Kommission hat die folgende Formulierung zur Nutzung in Anhang und Prüfungsbericht von gemäß EU-Verordnung Nr. 1606/2002 (der "IAS-Verordnung") nach IFRS bilanzierenden Unternehmen verabschiedet:

  • "in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind" oder
  • "in Übereinstimmung mit IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind" (empfohlene Fassung)

Der britische Rat für Prüfungspraxis (Auditing Practices Board) hat festgelegt, dass Unternehmen, die der IAS-Verordnung unterliegen, in einer Fußnote auf "Übereinstimmung mit IFRS, wie vom IASB herausgegeben" hinweisen müssen, wenn dies der Fall ist.

Im September 2011 haben die Dienststellen der EU-Kommission einen Bericht über die die Verwendung von Optionen innerhalb der Rechnungslegungsrichtlinien veröffentlicht. Dieser Bericht beinhaltet eine Aktualisierung, in welchem Umfang bestimmte, in den Rechnungslegungsrichtlinien enthaltene Optionen, in das Recht der Mitgliedsstaaten und der EWR-Staaten aufgenommen wurden. Zugang zum Bericht haben Sie auf der Internetseite der EU-Kommission (in englischer Sprache, 816 KB).

Unternehmen, die nicht der europäischen IAS-Verordnung unterliegen

Die IAS-Verordnung gilt nur für Konzernabschlüsse von Unternehmen, die unter die verordnung fallen. Börsennotierte Unternehmen ohne Tochterunternehmen (typischerweise Investmentgesellschaften) können weiterhin britische Rechnungslegungsstandards anwenden. Außerdem hat Großbritannien die Optionen, die Anwendung der IFRS für andere Unternehmen als die direkt unter die Verordnung fallenden vorzuschreiben oder zu gestatten, so ausgelegt, dass alle Unternehmen, die nicht unter die Verordnung fallen, die Wahl haben, sowohl ihre Einzel- als auch ihre Konzernabschlüsse nach IFRS oder britischen Rechnungslegungsstandards zu erstellen. Ausgenommen sind nur Wohlfahrtsgesellschaften. Des weiteren gibt es einige Einschränkungen in bezug auf die Einheitlichkeit innerhalb von Konzernen.

Unternehmen, deren Wertpapiere am alternativen Anlagenmarkt (Alternative Investment Market, AIM) der Londoner Börse gehandelt werden, unterliegen nicht der europäischen IAS-Verordnung. Der AIM hat allerdings eine Regelung eingeführt, nach der die am AIM notierten Unternehmen IFRS-Abschlüsse einreichen müssen.

Alle anderen Unternehmen wenden die IFRS oder die vom FRC verabschiedeten Standards an (Old UK GAAP (nur noch für Abschlüsse zu Berichtsperioden, die vor dem 31. Dezember 2014 beginnen) oder New UK GAAP) an. Kleinen Unternehmen ist die Berichterstattung nach dem Financial Reporting Standard for Smaller Entities (FRSSE) noch bis 31. Dezember 2015 möglich, der erhebliche Erleichterungen beinhaltet und von der Berichterstattung nach den anderen Rechnungslegungsstandards entbindet, danach ist der im Juli 2015 veröffentlichte neue Standard für Kleinstunternehmen anzuwenden.

New UK GAAP

Im März 2013 hat der britische Rat für Rechnungslegung (Financial Reporting Council, FRC) den Rechnungslegungsstandard (Financial Reporting Standard, FRS) 102 Der im Vereinigten Königreich und der Republik Irland anzuwendende Finanzberichterstattungsstandard herausgegeben, mit dem die bisher in Großbritannien geltenden Rechnungslegungsstandard ab Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, ersetzt wurden.

FRS 102 ist aus dem IFRS für KMU des IASB abgeleitet, aber enthält vom FRC vorgenommene Änderungen, von denen eine der beträchtlichen Ausweitung des Anwendungsbereichs gegenüber dem IFRS für KMU gilt. Damit wurde erreicht, das jedes Unternehmen, das nicht die vollen IFRS anwenden muss, FRS 102 anwenden kann. Eine freiwillige Abschlusserstellung nach den vollen IFRS ist zulässig.

Die der gesamte Kanon der New UK GAAP setzt sich aus den folgenden Standards zusammen:

  • FRS 100 Anwendung der Finanzberichterstattungsvorschriften. FRS 100 erläutert das anzuwendende Rahmenkonzept für Unternehmen, die Abschlüsse nach den geltenden Gesetzen, Regulierungsvorschriften und Rechnungslegungsstandards, die in Großbritannien und Irland anzuwenden sind, erstellen.
  • FRS 101 Rahmenkonzept der reduzierten Angaben. FRS 101 bietet ein System der reduzierten Angaben, mit denen den meisten Tochterunternehmen und Mutterunternehmen ermöglicht wird, die Bewertungsgrundlagen der IFRS in ihren separaten Abschlüssen anzuwenden, ohne die vollen Angabeerfordernisse der IFRS erfüllen zu müssen.
  • FRS 102 Der im Vereinigten Königreich und der Republik Irland anzuwendende Finanzberichterstattungsstandard. FRS 102 ist ein einziger Rechnungslegunsstandard, mit dem die bisherigen alten britischen Rechnungslegungsstandards ersetzt werden. Er ist vom IFRS für KMU abgeleitet, wurde aber beträchtlich verändert, um britisches gesellschaftsrecht widerzuspiegeln und um zusätzliche Bilanzierungsoptionen aufzunehmen.
  • FRS 103 Versicherungsverträge. FRS 103 enthält gesonderte Bilanzierungsvorschriften für Unternehmen mit Versicherungsverträgen.
  • FRS 104 Zwischenberichterstattung. FRS 104 ist für die Erstellung von Zwischenbereichten durch Unternehmen gedacht, die FRS 102 anwenden. Er kann allerdings auch als Grundlage für die Erstellung von Zwischenberichten durch Unternehmen, die FRS 101 anwenden, verwendet werden. Der Standard basiert auf IAS 34 Zwischenberichterstattung.
  • FRS 105 Der auf Kleinstunternehmen anzuwendende Finanzberichterstattungsstandard. FRS 105 basiert auf FRS 102, aber die darin enthaltenen Bialnzierungsvorschriften wurden angepasst, um die rechtlichen Vorschriften widerzuspeigeln, die für Kleinstunternehmen gelten, und um der einfacheren Art und geringeren Größe von Kleinstunternehmen gerecht zu werden.

Der FRC bietet auf seiner Internetseite kostenfreien Zugang zu allen Standards des New UK GAAP.

 

Publikationen über die IFRS-Berichterstattung im Vereinigten Königreich

Setting the Standard -Newsletter des FRC

Der britische Standardsetzer FRC gibt einen Newsletter heraus, der vierteljährlich erscheint. Eine Übersicht über alle erschienenen Ausgaben von Setting the Standard und die Möglichkeit diese herunterzuladen finden Sie hier.

 

Correction list for hyphenation

These words serve as exceptions. Once entered, they are only hyphenated at the specified hyphenation points. Each word should be on a separate line.