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Agendakonsultation 2011

Mitschrift vom

Der Stab des IASB stellte eine Zusammenfassung der Rückmeldungen vor, die zu der Bitte um Meinungsbekundungen zur künftigen Agenda des IASB eingegangen sind. Dazu gehörte auch eine Zusammenfassung der Reaktionen des IASB auf diese Rückmeldungen. Die Boardmitglieder werden ihre detaillierten Anmerkungen zu der Zusammenfassung dem Stab zusenden. Eine Zusammenfassung der Konsultation und ein Überblick über die eingegangenen Rückmeldungen sollen im Juni 2012 auf der internetseite des IASB veröffentlicht werden.

Der Stab stellte außerdem ein Papier zur Entwicklung des Fachprogramms des IASB vor. In diesem Papier geht es um die Entwicklung der Struktur für das Fachprogramm und um empfohlene Prioritäten auf Projektebene.

 

Fachprogramm

Hinsichtlich der Struktur des Fachprogramms stimmte der Board der Empfehlung des Stabs zu, ein breites Forschungsprogramm anzustoßen, das dem Stab dabei helfen soll, Sachverhalte besser zu definieren und umsetzbare Lösungen zu identifizieren, bevor der Board überlegt, einen Standard zu entwickeln. In dieser Forchungsphase würde der Stab auf Akademiker, nationale Standardsetzer, Leute aus der Praxis, Finanzanalysten und andere zurückgreifen. Einige Boardmitglieder schlugen vor, dass die Rollen und Erwartungen der involvierten Parteien klar definiert werden sollten.

 

Prioritäten auf Projektebene

Der Stab wies darauf hin, dass die Anwender sich stark dafür ausgesprochen hätten, dass der IASB als eine Priorität die Entwicklung des Rahmenkonzepts fortsetzen solle. Der Board vereinbarte folgende Prioritäten: 1) Elemente, 2) Bewertung, Darstellung (einschließlich Sonstigem Gesamtergebnis) und 4) Angabekapital. Die Berichtseinheit wird eventuell ebenfalls hinzugefügt.

Der Stab empfahl, dass die einzelnen Phasen des Rahmenkonzepts so nah beieinander wie möglich entwickelt werden sollten. Das Projekt wäre eines, das vom IASB allein betrieben würde; es wäre also kein offizielles gemeinsames Projekt mit irgendeinem anderen Standardsetzer. Der Stab hatte darauf hingewiesen, dass beim Umfang des Projekts der Schwerpunkt auf die Finanzberichterstattung gelegt werden solle, aber er riet auch, dass der Board die künftige Entwicklung der Finanzberichterstattung offen berücksichtigen sollte. Ein Boardmitglied schlug vor, Übergangsbestimmungen als eine Phase bei der Entwicklung des Rahmenkonzepts mit aufzunehmen. Außerdem wurden Fragen zum Zusammenwirken des Rahmenkonzepts und der einzelnen Standards gestellt. Insbesondere war unklar, wie sich Entwicklungen, die im Rahmenkonzept erzielt werden, auf die einzelenen Standards auswirken würden. Es wurde angemerkt, dass die Arbeiten, die bereits im Rahmen des Projekts zur Darstellung des Abschlusses geleistet worden sind, in die Entwicklung des rahmenkonzepts einfließen würden.

Der Stab beabsichtigt, Arbeitspapiere zum Rahmenkonzept zur Diskussion durch den IFRS-Beirat und den Board vor Ende 2012 zur Verfügung zu stellen.

Hinsichtlich der Priorität von Projekten stimmte der Board der Empfehlung des Stabs in Bezug auf folgende Priorisierung zu: 1) Entwicklung und/oder Änderung der Leitlinien für IAS 41 Landwirtschaft (in Bezug auf produzierende Pflanzen), preisregulierte Geschäftsvorfälle und die Equity-Methode im separaten Abschluss und 2) Forschungsarbeiten zu Emissionshandelsprogrammen und Geschäftsvorfällen unter gemeinsamer Beherrschung.

Der Board stimmte außerdem der Empfehlung des Stabs zu, Forschungsprojekte zu Diskontierungssätzen, der Equity-Methoder der Bilanzierung, Rohstoffindustrien, immateriellen Vermögenswerten, Forschung und Entwicklung, Finanzinstrumenten mit Merkmalen von Eigenkapital, Fremdwährungsumrechnung, nicht finanziellen Verbindlichkeiten und der Rechnungslegung in Ländern mit Hochinflation oder ausgprägter Hochinflation aufzunehmen. Es wird erwartet, dass der Board ein Forschungs- oder Diskussionspapier zu diesen Themen veröffentlicht. Einige Boardmitglieder legten nahe, dass ein realistischer Plan und ein Zeitplan für diese Projekte entwickelt werden sollte.

Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, das bestimmte Themen einschließlich Ertragsteuern, Leistungen nach Bendigung des Arbeitsverhältnisses (zweite Phase) und anteilsbasierte Vergütung aufgrund des Charakters der Themen längerfristige Projekte sind. Bei diesen Themen erwartet der IASB nicht, innerhalb der nächsten drei jahre ein Diskussions- oder Forschungspapier veröffentlichen zu können.

Der IASB beabsichtigt auch, einen Beirat einzrichten, der dem IASB mit Fragen in Bezug auf Scharia'a-Gesetze helfen kann.