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Bericht des IASB-Vorsitzenden

Mitschrift vom

Er beschränkte seine Bemerkungen auf die Hervorhebung einiger Sachverhalte.

  • Er meinte, dass der Abschnitt zur Saldierung im IFRS 9-Projekt veröffentlicht wurde und dass sich IASB und FASB schlussendlich in unterschiedlichen Enden wiederfänden, wobei Angaben gefordert werden, um die beiden Standards zu überbrücken.
    Clemens Börsig meinte, dass sich die Bilanzkennzahlen nach IFRS und US-GAAP bilanzierender Banken ziemlich voneinander unterscheiden würden und ob nicht irgendwie Flexibilität auf Seiten des IASB zum 'Einlenken' (und Übernahme der US-Position) bestünde. Hoogervorst stimmte zu, dass die Angaben lediglich Ausdruck eines Kompromisses seien; damit der IASB aber die US-Position übernehmen würde, müsste er seine einstimmige Position ändern. Der FASB hätte lediglich eine Stimme benötigt, um sich der Sichtweise des IASB anzuschließen. Börsig zeigte Gefallen an der FASB-Position, aber Hoogervorst entgegnete kraftvoll, dass nach seiner Erfahrung als Regulator (gemeinsam mit Michel Prada, dem Vorsitzenden der IFRSF) Bilanzskandale bei Banken nahezu immer mit nicht sachgerechter Saldierung in der Bilanz zu tun gehabt hätten. Der IASB sei sich in der Wahl einer Bruttodarstellung einig gewesen. Er meinte, dass eine Nettodarstellung in der Bilanz ein 'ziemlich unvollständiges Bild' des bilanziellen Risikos vermittle.
  • Hoogervorst meinte, dass der Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung von IFRS 9 auf den 1. Januar 2015 verschoben worden sei. Er meinte ferner, dass sich der IASB darauf verständigt habe, sich eine begrenzte Anzahl an Sachverhalten in dem Standard noch einmal anzusehen, darunter die Abspaltung eingebetteter Derivate und die Verwendung des Sonstigen Gesamtergebnisses.
  • Das Projekt zu Leasingverhältnissen befindet sich weiter in Arbeit, und der IASB hoffe, überarbeitete Vorschläge zu diesem Thema im weiteren Verlauf des Jahres unterbreiten zu können. Die überarbeiteten Vorschläge zur Erlöserfassung stehen derzeit zur Stellungnahme offen.
  • Das Projekt zu Versicherungsverträgen sei - auch wenn es kein Konvergenzprojekt sei - eines, bei dem eine gemeinsame Bilanzierung auf Seiten von IFRS- und US-GAAP-Bilanzierern in hohem Maße wünschenswert sei. Die US-Versicherer würden den IASB stark drängen, die gegenwärtige US-GAAP-Bilanzierung beizubehalten. Der IASB sei nicht bereits, dieses zu einem gemeinsamen Projekt zu machen, weil dies zu einer Verschiebung der Veröffentlichung eines IFRS um mehrere Jahre führen würde. Er meinte, dass es schön wäre, Konvergenz 'von unten auf' zu erreichen, dies aber 'kein Ersatz für die klaren Entscheidungen von oben herab' sei.

In Beantwortung einer Frage von Yves-Thibault de Silguy sagte Hoogervorst, dass die öffentliche Stellungnahmefrist zur Agendakonsultation des IASB abgelaufen sei, die Auswertung durch die Stabsmitarbeiter aber noch nicht vorliege. In Gesprächen mit Adressaten seien aber Themen wie eine 'Auszeit' bei der Standardsetzung, Arbeiten am Rahmenkonzept des IASB, die Verwendung den Sonstigen Gesamtergebnisses sowie einige Probleme auf Seiten 'die IFRS neu anwendender Rechtskreise' häufig als Sachverhalt aufgebracht worden und würden mit einiger Wahrscheinlichkeit im zukünftigen Arbeitsprogramm auftauchen.