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Südafrika und Australien schlagen vor, IFRS für kleine und mittlere Unternehmen zu übernehmen

31.05.2007

Sowohl Südafrika als auch Australien haben Schritte eingeleitet, die zu einer Übernahme des IFRS für kleine und mittlere Unternehmen (International Financial Reporting Standard for Small and Medium-sized Entities, IFRS for SME) in den dortigen Rechtskreisen führen würden.

Der IFRS for SME ist derzeit ein Entwurf. Ein endgültiger Standard wird in der zweiten Jahreshälfte 2008 erwartet.

SÜDAFRIKA

Das südafrikanische Institut der Wirtschaftsprüfer (South African Institute of Chartered Accountants, SAICA) hat seinen Entwurf Nr. 225 herausgegeben. Darin schlägt das SAICA eine vorzeitige Einführung des Entwurfs des IFRS for SME für südafrikanische KMU („limited interest companies‟) noch vor der Verabschiedung des endgültigen Standards durch den IASB vor. Der vorzeitig eingeführte Entwurf würde durch den endgültigen Standard ersetzt, wenn dieser veröffentlicht wird. Derzeit müssen sich südafrikanische KMU entscheiden, ob sie volle IFRS oder volle südafrikanische GAAP, die den vollen IFRS sehr ähnlich sind, anwenden wollen. Diese Optionen würden auch weiterhin bestehen. Den Entwurf Nr. 225 finden Sie hier (in englischer Sprache, 96 KB). Die Kommentierungsfrist endet am 18. Juni 2007.

AUSTRALIEN

Der australische Standardsetter (AASB) hat der Veröffentlichung eine Einladung zur Stellungnahme (Invitation to Comment, ITC) zu einem Vorschlag eines überarbeiteten gestaffelten Berichtswesens für Australien und der IASB-Entwurf eines vorgeschlagenen IFRS für kleine und mittlere Unternehmen (A Proposed Revised Differential Reporting Regime for Australia and the IASB Exposure Draft of a Proposed IFRS for Small and Medium-sized Entities) zugestimmt. Die Kommentierungsfrist endet am 1. September 2007. Genaugenommen beinhaltet der ITC zwei große, jedoch zusammen hängende Vorschläge:

den Vorschlag, in Australien ein überarbeitetes Rahmenkonzept eines „gestaffelten Berichtswesen‟ einzuführen und das Konzept des „berichtenden Unternehmens‟ zu eliminieren, und

den vom IASB vorgeschlagenen Entwurf eines IFRS for SME.

Das vorgeschlagenen Rahmenkonzept eines gestaffelten Berichtswesens sieht vor, dass ein Unternehmen, dessen Umsatzerlöse 500 Mio. australische Dollar oder dessen Vermögenswerte 250 Mio. australische Dollar übersteigen und das einen Jahresabschluss veröffentlichen muss oder möchte, das australische Äquivalent zu den vollen IFRS (A-IFRS) anwenden muss. Überschreiten Umsatzerlöse und Vermögenswerte diese Schwellenwerte nicht und muss oder möchte das Unternehmen einen Jahresabschluss veröffentlichen, hat es die Wahl zwischen vollen A-IFRS oder dem australischen Äquivalent zum IFRS for SME. Ungelistete Unternehmen, die einen Abschluss veröffentlichen müssen, können nicht länger vereinfachte Abschlüsse „zu Sonderzwecken‟ erstellen. Dieser Australien Accounting Alert (Newsletter von Deloitte Australien in englischer Sprache, 52 KB) enthält weitere Informationen. Die Einladung zur Stellungnahme wird in Kürze auf der Internetseite des AASB zur Verfügung stehen.