Das Diskussionspapier besteht aus zwei Teilen
– eine Einladung zur Stellungnahme und, als eigenständiges
Dokument, die vom US-amerikanischen Standardsetzer im November 2007
veröffentlichten
Vorläufigen Ansichten zu Finanzinstrumenten mit Eigenschaften von Eigenkapital. Die Einladung zur Stellungnahme
des IASB enthält Hintergrundinformationen und lädt zur Stellungnahme
zu den Fragen ein, die bereits in dem FASB-Dokument enthalten sind,
und zu einigen weiteren Fragen, die vom IASB gestellt wurden. Der
IASB verweist auch auf das
europäische Diskussionspapier, das am
28. Januar 2008 vom DRSC e.V. und der Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European
Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) sowie anderen europäischen
Standard-Settern veröffentlicht wurde und in dem der sogenannte Loss
Absorption-Approach beschrieben wird.
IAS 32
ist der Standard, in dem derzeit die Unterscheidung von Eigen- und
Fremdkapital geregelt ist. In dem Diskussionspapier werden zwei
Arten von Problemen aufgeführt, die bezüglich IAS 32 bestehen –
Unsicherheit, wie die Prinzipien in IAS 32 angewendet werden sollen
und, vielleicht von größerer Bedeutung, wie die Anwendung dieser
Prinzipien zu einer angemessenen Unterscheidung zwischen
Eigenkapital- und Nichteigenkapitalinstrumenten führt.
In dem Dokument des FASB werden drei Ansätze
zur Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten genannt – wesentliche
Eigentümerschaft („basic ownership"),
Eigentümerschaft und Erfüllung („ownership-settlement") und
wahrscheinlichkeitsbasierte Klassifizierung anhand aktueller
ökonomischer Bedingungen („reassessed expected outcomes").
Der FASB ist zu der vorläufigen Ansicht gelangt, dass der
Ansatz der wesentlichen Eigentümerschaft der beste Ansatz
ist, um zu bestimmen, welche Instrumente als Eigenkapital
klassifiziert werden sollten. Der IASB hat keinen der drei
Ansätze und keinen anderen Ansatz bisher für die
Unterscheidung zwischen Eigen- und
Fremdkapitalinstrumenten erwogen und ist noch zu keiner
vorläufigen Ansicht gekommen.
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Das Diskussionspapier des IASB benennt einige Auswirkungen, die
die drei vom FASB vorgestellten Ansätze auf die IFRS hätten. So gilt
beispielsweise folgendes:

| Wesentlich weniger Instrumente würden nach dem Ansatz der
wesentlichen Eigentümerschaft als Eigenkapital klassifiziert als
nach IAS 32.
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| Der Ansatz nach Eigentümerschaft und Erfüllung würde
weitestgehend zu den gleichen Klassifikationen führen wie
IAS 32. Nach diesem Ansatz würden jedoch mehr Instrumente
zerlegt, und weniger Derivate würden als Eigenkapital
klassifiziert.
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Das Ziel des Diskussionspapiers liegt darin, Rückmeldungen dazu zu
erhalten, ob die Vorschläge des FASB eine angemessene Grundlage für
eigene Erörterungen des IASB sein können. Wenn das Projekt auf die aktive
Agenda genommen wird (derzeit befindet es sich nur auf der
Forschungsagenda), beabsichtigt der IASB, dieses Projekt gemeinsam mit
dem FASB zu betreiben. Das Diskussionspapier ist derzeit nur auf dem
Bereich der Internetseite des IASB, der nur Abonnenten zugänglich ist, verfügbar; es wird
ab dem 10. März 2008 öffentlich zur Verfügung stehen. Stellungnahmen
werden bis zum 5. September 2008 erbeten. Lesen Sie auch die
englischsprachige
Presseerklärung des IASB (51 KB).