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Stellungnahmen zur Konsultation zur länderspezifischen Berichterstattung von multinationalen Unternehmen

04.04.2011

Ende 2010 hatte die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation durchgeführt, um die Meinungen von Beteiligten zur länderspezifischen Berichterstattung von multinationalen Unternehmen einzuholen.

Bei der länderspezifischen Berichterstattung handelt es sich um ein Konzept, dem zufolge multinationale Unternehmen in ihrem Jahresabschluss Finanzinformationen über ihre Geschäfte in Drittländern offen legen müssten. Die Kommission stellt jetzt im Internet die bezüglich der Konsultation eingegangenen Stellungnahmen und eine Zusammenfassung der Ergebnisse zur Verfügung (in englischer Sprache). In der Zusammenfassung heißt es (unsere Übersetzung)

 

Das Gesamtergebnis der Konsultation zeigt ein sehr gemischtes Muster von Meinungen (insbesondere bei den Fragen 1 bis 3), das die Meinungen der verschiedenen Kategorien von Stellungnahmenden widerspiegelt: Während Ersteller, Rechnungsleger und Prüfer allgemein Vorschriften bezüglich einer länderspezifischen Berichterstattung ablehnten, sprachen sich Abschlussadressaten und andere Stellungnehmenden dafür aus.

[...]

Eine detaillierte Analyse ergibt jedoch, dass die Branche, die am meisten betroffen wäre – die Rohstoffbranche, insbesondere die Öl- und Gasbranche – sich generell unterstützend aussprach, da sie sich eine Förderung der Verbesserung der inländischen Rechenschaft und verantwortlichen Führung in rohstoffreichen Ländern davon verspricht.

Im März 2011 war der Rat für Wettbewerbsfähigkeit (Binnenmarkt, Industrie, Forschung und Raumfahrt) der Europäischen Union ebenfalls zu der Schlussfolgerung gelangt, dass die länderspezifische Berichterstattung durch Unternehmen der Bergbau-, Öl- und Gasbranche die Bewältigung der Herausforderungen der Rohstoff- und Warenmärkte fördern würde.