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US-amerikanische Mitgliedsfirma von Deloitte nimmt Stellung zum Konvergenzarbeitsplan der SEC

10.08.2011

Die US-amerikanische Mitgliedsgesellschaft von Deloitte hat der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) eine Stellungnahme zu ihrer Sichtweise in Bezug auf das SEC-Stabspapier mit dem Titel 'Arbeitsplan für die Erwägung einer Einbettung der International Financial Reporting Standards in das Rechnungslegungssystem für US-amerikanische Emittenten – Untersuchung einer möglichen Methodik für die Einbettung' übermittelt.

In der Stellungnahme (in englischer Sprache, 321 KB) wird Unterstützung für die IFRS und die Konvergenzbemühungen von IASB und FASB geäußert. Auch wird in der Stellungnahme Unterstützung für einen "Übernahmisierungsansatz" vergleichbar jenem, der im Papier des SEC-Stabs beschrieben wird, geäußert. Zu Hintergrundinformationen zum Stabspapier verweisen wir auf unsere frühere Nachricht.

In der Stellungnahme, die allein die Sichtweise der US-amerikanischen Mitgliedsfirma von Deloitte widerspiegelt, werden die folgenden Ansichten vertreten:


Die SEC [...] muss die verschiedenen Bedürfnisse und Bedenken der Emittenten berücksichtigen (z.B. größere multinationale vs. kleinere, auf den Heimatmarkt ausgerichtete Emittenten), die für den Übergang auf die IFRS verantwortlich wären. Wir ermutigen die Kommission daher, eine vielschichtige Lösung zu erwägen, die Emittenten erlauben würde, die einzelnen Bedenken hinsichtlich des Übergangs in effizienter und kostenbewusster Weise anzugehen. Diesbezüglich sind wir der Ansicht, dass die Verwendung eines Übernahmeansatzes [...] zur Einbettung der IFRS in das US-amerikanische Rechnungslegungssystem in Verbindung mit der Einräumung eines Wahlrechts an die Emittenten, die IFRS während eines Übergangszeitraums freiwillig anzuwenden, das richtige Mittelmaß bei der Behandlung der verschiedenen, von den Erstellern und anderen Adressaten aufgebrachten Bedenken ist. Wir stimmen zu, dass ein Übernahmeansatz die Vorteile (1) eines formelleren Mechanismus zur Behandlung US-spezifischer Sachverhalte und zur Aufrechterhaltung des Mandats der SEC im Hinblick auf den Schutz US-amerikanischer Anleger und (2) der Beibehaltung der US-GAAP als Grundlage der statutarischen Berichterstattung mit sich brächte und somit die Notwendigkeit und die Komplexität der Änderung aller Bezüge von US-GAAP auf die IFRS in den US-amerikanischen Gesetzen, Verordnungen und Verträgen mit sich brächte. [...]

Bei der Umsetzung des Übernahmeansatzes sollte der FASB öffentlich die Adressaten um Eingaben bitten ('Standardsetzungsprozess'), wenn bestehende oder neue IFRS in das US-amerikanische Rechnungslegungssystem eingebettet werden. Wir glauben ferner, dass das Ziel des Standardsetzungsprozesses darin bestehen sollte, die IFRS wie vom IASB herausgegeben ohne Abänderung zu übernehmen. [...]

Wir glauben, dass es sachgerecht für den FASB wäre, ein IFRS-Prinzip vor der Übernahme in US-GAAP nur dann zu überschreiben, wenn er zu dem Ergebnis kommt, dass ein solches Überschreiben im öffentlichen Interesse vonnöten ist, um US-amerikanische Anleger zu schützen oder es rechtliche oder anderweitige operationelle Hürden einer Einbettung des IFRS-Prinzips wie vom IASB herausgegeben gibt (das gilt gleichermaßen für bestehende wie für zukünftige IFRS, die Gegenstand der Übernahme sind). [...] Wir würden erwarten, dass die Notwendigkeit, ein Prinzip in den IFRS zu überschreiben, äußerst selten aufkommen wird. [...]

Wir ermutigen die SEC, weiterhin einer Entscheidungsfindung im Jahr 2011 (oder sobald als machbar) in Bezug auf das Vorgehen bei der Einbettung der IFRS in die US-GAAP verpflichtet zu bleiben, ungeachtet des Umstands, dass FASB und IASB nicht in der Lage sein werden, die MoU-Projekt bis dahin abgeschlossen zu haben. [...] Wir glauben, dass Ersteller, Anleger, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Andere Klarheit dahingehend brauchen, ob, wann und wie die IFRS in die US-GAAP eingebettet werden, bevor sie die Zeit und Mühe auf sich nehmen, sich auf den Übergang auf die IFRS und ein auf den IFRS basierendes System US-amerikansicher Rechnungslegungsgrundsätze vorzubereiten. [...]

Wir empfehlen, börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen zu erlauben, die IFRS wie vom IASB herausgegeben vorzeitig anzuwenden. [...]

Wir glauben, dass ein Übergangszeitraum von fünf bis sieben Jahren vernünftig ist, um den Bedürfnisse der Ersteller gerecht zu werden.