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Malaysischer Standardsetzer veröffentlicht Diskussionspapiere zu islamischen Finanzgeschäften

19.12.2011

Der malaysische Standardsetzer Malaysian Accounting Standards Board (MASB) hat drei Diskussionspapiere veröffentlicht, in denen die bilanzielle Behandlung von einer Reihe von Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit islamischen Finanzgeschäften untersucht wird.

Die drei Papiere sind die folgenden:
  • Diskussionspapier i-1 Takaful. In vielen wesentlichen Aspekten kann man das islamische Versicherungskonzept Takaful mit herkömmlichen Versicherungen vergleichen, aber es gibt eine Reihe von charakteristischen Merkmalen. Im Diskussionspapier heißt es: "Es ist wenig darüber geschrieben worden wie Takaful nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu bilanzieren ist." In dem Papier werden unter anderem die folgenden Sachverhalte untersucht:
    • ob Takaful die Definition eines Versicherungsvertrags nach IFRS 4 Versicherungsverträge erfüllt,
    • ob ein Takaful-Versicherer einen konsolidierten Abschluss erstellen muss,
    • Bilanzierung eines Qard (ein zinsloser Kredit), der einem im Defizit befindlichen Takaful-Fonds gewährt wird,
    • Retakaful, teilnehmende Verträge, Erlöserfassung und zusätzliche Angaben.
  • Diskussionspapier i-2 Sukuk. Sukuk sind am malaysischen Kapitalmarkt weit verbreitet und sind im Wesentlichen Anleihen, bei denen keine Zinsen auf das angelegte Kapital gezahlt werden. In diesem Zusammenhang erörterte Sachverhalte beinhalten die Klassifizierung der Sukuk durch begebende und investierende Berichtseinheit in der Darstellung der finanziellen Position, die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, Wertminderung, Derivate, Garantien und Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen.
  • Diskussionspapier i-3 Der Scharia'a gemäße Gewinnbeteiligungsverträge. Diese Verträge ähneln herkömmlichen Verträgen in Bezug auf Gewinnbeteiligungen oder Partnerschaften, aber es entstehen Fragen in Bezug auf die Klassifizierung dieser Posten in der Darstellung der finanziellen Position, die bilanziellen Auswirkungen von Glättungsmethoden zur Stabilisierung der Kapitalrendite, Konsolidierung, Joint Ventures und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen.

Mit den Diskussionspapieren sollen keine Vorschriften in Bezug auf die aufgebrachten Bilanzierungsfragen zur Verfügung gestellt werden, sondern sie sollen aufzeigen, wie der MASB diese Sachverhalte versteht und welche alternativen Lösungen er sieht. So sollen öffentliche Meinungen zu diesen Themen und zu den vorzuziehenden Lösungen eingeholt werden.

Die Diskussionspapiere sind über die englischsprachige Presseerklärung zur Veröffentlichung auf der Internetseite des MASB zugänglich. Stellungnahmen werden bis zum 16. März 2012 erbeten

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