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Ausgelagerte Forschungsarbeit soll Zusammenarbeit mit den nationalen Standardsetzern stärken

04.04.2012

Am 4. April 2012 sprach der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst bei einem gemeinsamen Seminar des koreanischen Standardsetzers und des koreanischen Wirtschaftsprüferinstituts in Seoul.

Schwerpunkt der Ansprache war die Agendakonsultation des IASB. Hoogervorst hielt fest, dass die verbleibenden vier großen Konvergenzprojekte mit dem FASB (Leasingverhältnisse, Erlöserfassung, Finanzinstrumente und Versicherungen) demnächst abgeschlossen sein würden und die Angendakosultation jetzt dazu dienen sollte, die künftigen Projekte des IASB in Abstimmung mit den Anwendern zu definieren.

Er verwendete einige Zeit seiner Ansprache darauf, die größten Wünsche der Anwender - eine Phase der Stabilität, Abschluss des Projekts zum Rahmenkonzept, Reduzierung der Angaben und klarere Definition des sonstigen Gesamtergebnisses - darzustellen und zu kommentieren. Da in diesen Fällen aber weitgehend Einigkeit in Bezug auf die Bedeutung zwischen Anwendern und dem IASB besteht, war es Hoogervorst wichtig, sich auch der Frage zuzuwenden, was mit den Projekten geschehen soll, die zwar im großen Anwenderkreis kein gesteigertes Interesse hervorrufen, für einzelne Rechtskreise, Regionen oder Interessengruppen aber von großer Bedeutung sind.

Der IASB-Vorsitzende wies darauf hin, dass diese Projekte nicht auf Eis gelegt werden sollen, dass aber gleichzeitig der IASB nicht mit einer Überzahl von Projekten quasi in einen Lähmungszustand versetzt werden soll. Deshalb habe man sich entschlossen, eine "Forschungsphase" in das Arbeitsprogramm des IASB aufzunehmen. Das Programm soll unter der Leitung von Alan Teixeira, dem Forschungsdirektor des IASB, stehen und wie folgt ausgestaltet sein:

  • Projekte, die in die Forschungsphase des Arbeitsprogramms aufgenommen werden, werden nicht vernachlässigt, sondern neben dem bestehenden Arbeitsprogramm weiter betrieben.
  • Die Parameter für die Forschung zu den Projekten werden vom IASB festgelegt.
  • Die eigentliche Forschungsarbeit wird an nationale Standardsetzer oder Gruppen von nationalen Standardsetzern übertragen.
  • Im Wesentlichen handelt es sich bei der Forschung um die Arbeiten, die sonst im Zusammenhang mit Diskussionspapieren vom IASB geleistet wurden.
  • Projekte, die die Forschungsphase erfolgreich durchlaufen haben, können dann in wesentlich reduziertem Zeitumfang vom IASB in Form eines Standards oder der Änderung eines Standards finalisiert werden, wodurch die Belastung des IASB reduziert wird.

Hoogervorst hob hervor, dass diese Forschungsphase eine sehr gute Gelegenheit biete, die Zusammenarbeit mit den nationalen Standardsetzern zu stärken und zu formalisieren. Eine klare Definition und die Nutzung der Zusammenarbeit mit nationalen Standardsetzern sind für den IASB eine der großen künftigen Herausforderungen.

Sie können sich die Rede des IASB-Vorsitzenden in englischer Sprache direkt von der Internetseite des IASB herunterladen (298 KB).