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Nachrichten

EFRAG Image

Rückblick auf EFRAG-Aktivitäten im Juni

03.07.2015

Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat das 'EFRAG Update' für den Monat Juni herausgegeben. Der Newsletter bietet einen Überblick über alle EFRAG-Aktivitäten im Juni.

Wie bereits berichtet, waren die folgenden Höhepunkte zu verzeichnen:

Sie können sich den vollständigen Monatsrückblick in englischer Sprache hier von der Internetseite von EFRAG herunterladen.

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ASBJ drängt den FASB, mit Änderungen am Erlöserfassungsstandard auf den IASB zu warten

03.07.2015

Der japanische Standardsetzer (Accounting Standards Board of Japan, ASBJ) hat Stellung zum FASB-Entwurf zur Identifizierung von Leistungsverpflichtungen und zur Umsetzung des Erlöserfassungsstandards im Zusammenhang mit Lizenzen genommen, den dieser im Mai herausgegeben hat.

In seiner Stellungnahme führt der ASBJ aus, dass er einige der Vorschläge für nützlich hält und der Meinung ist, dass diese Unternehmen helfen können, bedeutende Umsetzungsschwierigkeiten in Bezug auf die neuen Vorschriften zu vermeiden, während gleichzeitig weiterhin entscheidungsnützliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Der ASBJ betont jedoch, dass es wichtig ist, dass FASB und IASB versuchen, die erzielte Konvergenz zu erhalten. Deshalb drängt der ASBJ den FASB, mit den geplanten Änderungen nicht fortzufahren und diese zu finalisieren, bevor der FASB nicht "ausreichend mit dem IASB über den optimalen Umfang und den Inhalt möglicher Änderungen an den beiden Standards beraten hat". Die vorgeschlagenen Klarstellungen des IASB zu IFRS 15 werden derzeit im dritten Quartal 2015 erwartet.

US-GAAP sind ein Satz von Rechnungslegungsstandards für Konzernabschlüsse in Japan. Die anderen sind die kürzlich herausgegebenen Japan's Modified International Standards (JMIS), designierte IFRS (IFRS wie vom IASB herausgegeben) und japanische Rechnungslegungsstandards.

Die englischsprachige Stellungnahme steht Ihnen auf der Internetseite des ASBJ zur Verfügung.

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Endgültige EFRAG-Stellungnahme zur vorgeschlagenen Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens von IFRS 15

03.07.2015

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat gegenüber dem IASB zu dessen Entwurf Stellung genommen, mit dem der Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15 'Erlöse aus Verträgen mit Kunden' auf den 1. Januar 2018 verschoben werden soll.

EFRAG unterstützt die vorgeschlagene Verschiebung. Als Teil der Erwägungen im Zusammenhang mit der Übernahme von IFRS 15 für die Anwendung in Europa hatte EFRAG auch überlegt, ob ein Aufschub des Zeitpunkt des Inkrafttretens für die EU vorgeschlagen werden sollte, sich allerdings letztlich aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit dagegen entschieden. Da aber inzwischen auch der FASB vorgeschlagen hat, seinen Erlöserfassungsstandard aufzuschieben, stimmt EFRAG vom IASB vorgeschlagenen Verschiebung ebenfalls aus Gründen internationaler Vergleichbarkeit zu. Außerdem würden so auch einige Bedenken, die schon seinerzeit vorlagen, aber nicht als ausreichend für einen Aufschub galten, entkräftet. Die Übernahmeempfehlung von EFRAG gegenüber der EU-Kommission ist vom Aufschub nicht nachteilig betroffen - man hatte sich damals für die Formulierung "mit dem vom IASB gesetzten Zeitpunkt des Inkrafttretens" entschieden.

Sie können sich die englischsprachigen Stellungnahme direkt von der Internetseite von EFRAG herunterladen.

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Neues vom IDW

03.07.2015

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat seine Stellungnahme zur öffentlichen Konsultation der EU-Komission eingereicht, die der Schaffung einer Kapitalmarktunion gilt. Außerdem wurden zwei Stellungnahmen zur Rechnungslegung verabschiedet bzw. überarbeitet.

In der Stellungnahme zum Grünbuch zeigt sich das IDW nicht überzeugt, dass es notwendig ist, einen gemeinsamen EU-Rechnungslegungsstandard für kleine und mittelgroße Unternehmen zu schaffen. Das IDW verweist darauf, dass in Deutschland die meisten dieser Unternehmen eine Bankenfinanzierung vorziehen und dass auch diejenigen, die sich im Ausland finanzierten, nicht auf nennenswerte Probleme trafen, obwohl sie keinen internationalen Abschluss vorlegten. Sollte ein EU-Standard angestrebt werden, spricht sich das IDW für die vollen IFRS als Ausgangspunkt aus - sowohl den IFRS für KMU als auch die Rechnungslegungsrichtlinie hält das IDW als Ausgangspunkt für ungeeignet. Zur Stellungnahme auf der Internetseite des IDW gelangen Sie hier.

Des Weiteren hat das IDW Presseerklärungen zur Überarbeitung von IDW RS HFA 34 zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Verbindlichkeitsrückstellungen und zur Verabschiedung von IDW RS IFA 2 zur Bewertung von Immobilien des Anlagevermögens in der Handelsbilanz herausgegeben. Beide sollen in den IDW Fachnachrichten 7/2015 und im Supplement 3/2015 der Zeitschrift "Die Wirtschaftsprüfung" abgedruckt werden.

IFRS-Stiftung Image

Videoaufzeichnungen von der IFRS-Konferenz in Paris

02.07.2015

Die IFRS-Stiftung stellt Videoaufzeichnungen von den Reden zur Verfügung, die während ihrer IFRS-Konferenz in Paris am 29. und 30. Juni 2015 gehalten wurden.

Folgende Herren sprachen:

  • Michel Prada, Vorsitzender der Treuhänder der IFRS-Stiftung;
  • Hans Hoogervorst, Vorsitzender des IASB;
  • Patrick de Cambourg, Vorsitzender des französischen Standardsetzers Autorité des Normes Comptables (ANC);
  • Gérard Rameix, Vorsitzender der französischen Finanzmarktaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF); und
  • Steven Maijoor, Vorsitzender der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA).

Die Aufzeichnungen ihrer Reden sind auf der Internetseite des IASB verfügbar. Wir hatten bereits über die Reden von Hans Hoogervorst und Patrick de Cambourg berichtet, zu denen auch Manuskripte verfügbar sind.

Japan - neu Image

Japanische Regierung will Anwendung der IFRS weiter fördern

01.07.2015

Am 30. Juni hat das Kabinett in Japan einen überarbeiteten 'Wiederbelebungsplan für Japan' beschlossen, in dem die Strategie und Ausrichtung des Wachstums für Japan zusammengefasst werden. Unter den vielen enthaltenen Maßnahmen ist auch eine Förderung der IFRS-Anwendung enthalten.

Im Dokument werden zwei Maßnahmen aufgeführt, die ergriffen werden sollen, um die weitere IFRS-Anwendung in Japan zu fördern:

  • Entwicklung/Verbesserung von Materialien, die für Unternehmen, die die IFRS übernehmen wollen, hilfreich sein können. Dies soll auf Grundlage jüngster Angabebeispiele erfolgen.
  • Erhöhung der Aufmerksamkeit für den Stand der IFRS-Übernahme in Japan. Dies soll durch eine Analyse der Angaben erreicht werden, die börsennotierte Unternehmen zu ihrer Wahl der angewendeten Rechnungslegungsstandards machen müssen (diese Angabe ist eine Vorschrift der Börse von Tokio).

Während die beiden Maßnahmen an sich nicht besonders wirkungsvoll sein mögen, schafft die fortgesetzte Unterstützung der IFRS durch höchste Regierungskreise eine ermutigendes Umfeld für Unternehmen, die die IFRS übernehmen wollen.

Der überarbeitete Wiederbelebungsplan steht Ihnen in japanischer Sprache auf der Internetseite der japanischen Regierung zur Verfügung.

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Aktualisiertes Arbeitsprogramm des IASB

30.06.2015

Im Nachgang seiner Junisitzung hat der IASB eine Aktualisierung seines Arbeitsprogramms vorgenommen. Bei den größeren Projekten haben sich keine weiteren Änderungen ergeben; (erneute) Erörterungen ziehen sich lediglich weiter hin oder werden neu aufgenommen (Rahmenkonzept). Bei den Projekten mit begrenztem Umfang haben sich einige Verschiebungen ergeben, ebenso im Forschungsprogramm.

Gegenwärtiger Stand

Bei den großen Projekten sieht das geplante Arbeitsprogramm jetzt wie folgt aus:

ProjektGegenwärtiger StandNächster SchrittErwartete zeitliche Planung
Rahmenkonzept — Umfassendes IASB-Projekt Entwurf erneute Erörterungen 1. Quartal 2016*
Finanzinstrumente — Macro Hedge Accounting Auswertung der Stellungnahmen erneute Erörterungen

3. Quartal 2015*

Versicherungsverträge Erneute Veröffentlichung eines Entwurfs erneute Erörterungen 3. Quartal 2015*
Leasingverhältnisse Erneute Veröffentlichung eines Entwurfs endgültiger Standard 4. Quartal 2015
Angabeninitiative - Angabeprinzipien Erörterungen Diskussionspapier 4. Quartal 2015
Angabeninitiative - Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Schätzungen Erörterungen Entwurf 4. Quartal 2015
Angabeninitiative - Wesentlichkeit Erörterungen
Entwurf eines Leitliniendokuments
3. Quartal 2015
Preisregulierte Geschäftsvorfälle Diskussionspapier Erörterungen nach Veröffentlichung des Diskussionspapiers 3. Quartal 2015*

* Hier haben sich Änderungen im Vergleich zum IASB Arbeitsplan vom 27. Mai 2015 ergeben.

Bei den Projekten mit begrenztem Umfang und den Forschungsprojekten sind folgende Änderungen hervorzuheben:

  • Ein Entwurf zu Klarstellungen aus der Überprüfung nach der Einführung von IFRS 8 wird jetzt im dritten Quartal 2015 erwartet.
  • Ein Entwurf zu IAS 28 — Eliminierung von Erfolgen aus Leistungen an assoziierte Unternehmen und Joint Ventures wird jetzt im dritten Quartal 2015 erwartet.
  • Die Erörterungen in den anderen Projekten werden fortgesetzt.
  • Die innerhalb der Forschungsprojekte wurden Projekte den neuen Kategorien Entwicklungsphase, Beurteilungsphase, Untersuchungsphase und derzeit eingestellte Arbeiten neu zugewiesen:
    • Neu in der Entwicklungsphase sind Geschäftsvorfälle unter gemeinsamer Kontrolle, Definition eines Geschäftsbetriebs, Bilanzierung nach der Equity-Methode und Geschäfts- oder Firmenwerte.
    • In der Beurteilungsphase wurde Erfolgsberichterstattung in primäre Abschlüsse umbenannt.
    • Die Folgearbeiten aus der Überprüfung nach der Einführung von Standards enthalten keine Projekte mehr, da diese der Entwicklungsphase zugeordnet wurden.

Den Arbeitsplan mit Stand vom 30. Juni 2015 können Sie hier herunterladen (Verknüpfung auf die Internetseite des IASB). Unsere Projektseiten haben wir entsprechend aktualisiert.

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ESMA veröffentlicht finalisierte Leitlinien zu alternativen Profitkennzahlen

30.06.2015

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) hat ihre endgültigen 'Leitlinien zu alternativen Profitkennzahlen' für börsennotierte Emittenten herausgegeben. Die Leitlinien sind von Emittenten anzuwenden, deren Wertpapiere an regulierten Märkten gehandelt werden, sowie von Personen, die für die Erstellung eines Prospekt verantwortlich sind. Sie treten mit dem 3. Juli 2016 in Kraft.

Im Februar 2014 hatte ESMA vorgeschlagene Leitlinien veröffentlicht, die darauf abzielten, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Finanzinformationen zu erhöhen, Informationsasymmetrie bei den Adressaten zu reduzieren und eine einheitliche Anwendung und Darstellung von alternativen Profitkennzahlen zu erreichen. In den Stellungnahmen zum Entwurf war jedoch angemerkt worden, dass die Einhaltung der vorgeschlagenen Leitlinien die Angabenüberlast erhöhen würde, insbesondere da ESMA einen sehr ehrgeizigen Anwendungsbereich vorgeschlagen hatte. Um dieser Kritik entgegenzutreten, hat ESMA den Anwendungsbereich überarbeitet und die Definition, die Ausweisvorschriften und die Angabenprinzipien für alternative Profitkennzahlen geändert. Abschlüsse sind nun ausdrücklich vom Anwendungsbereich ausgenommen, da man der Meinung ist, dass diese bereits durch das anzuwendende Rechnungslegungsrahmenkonzept abgedeckt werden.

Nachfolgend bieten wir Ihnen einen Überblick über die Kernvorschriften der Leitlinien.

  • Eine alternative Profitkennzahl ist eine Finanzkennzahl in Bezug auf vergangene oder künftige finanzielle Leistung, finanzielle Lage oder Kapitalflüsse, die nicht im anzuwendenden Rechnungslegungsrahmenkonzept definiert oder spezifiziert werden.
  • Emittenten sollten verwendete alternative Profitkennzahl und ihre Komponenten definieren und die gewählte Berechnungsgrundlage erklären.
  • Emittenten sollten die Definition aller verwendeten alternativen Profitkennzahlen in klarer und gut lesbarer Weise angeben.
  • Alternative Profitkennzahlen sollten sinnvolle Bezeichnungen erhalten, die die Methodologie und die Grundlage der Berechnung erkennen lassen, um zu vermeiden, dass den Adressaten irreführende Botschaften übermittelt werden.
  • Alternative Profitkennzahlen sollten auf den relevantesten Betrag übergeleitet werden, der im Abschluss enthalten ist, wobei jeder Überleitungsschritt separat identifiziert und erläutert werden sollte.
  • Emittenten sollten auch die Ausweiszeile, Summe oder Zwischensumme im Abschluss angeben, auf die direkt übergeleitet werden kann und die relevant für die alternative Profitkennzahl ist.
  • Emittenten sollten die Verwendung der alternativen Profitkennzahlen erläutern, damit Adressaten ihre Relevanz und Verlässlichkeit beurteilen können.
  • Alternative Profitkennzahlen sollten von Vergleichszahlen für frühere Perioden begleitet werden.
  • Emittenten sollten für alle dargestellten alternativen Profitkennzahlen Überleitungen zur Verfügung stellen.
  • Die Definition und Berechnung einer APM sollte sich über die Zeit nicht verändern. Wenn dies dennoch der Fall ist, sollte der Emittent
    • die Änderungen erläutern,
    • die Gründe angeben, warum diese Änderungen zu verlässlichen und relevanteren Informationen über die finanzielle Leistung führen, und
    • Vergleichszahlen neu darstellen.
  • Wenn eine alternative Profitkennzahl nicht länger verwendet wird, sollte der Emittent erklären, warum er der Meinung ist, dass diese nicht länger relevante Informationen bietet.
  • Wo zulässig können die Angabeprinzipien der Leitlinien durch einen direkten Verweis auf andere Dokumente ersetzt werden, die früher veröffentlicht wurden, diese Angaben bereits enthalten und frei verfügbar und leicht zugänglich sind.

Die obigen Leitlinien werden in alle offiziellen Sprachen der EU übersetzt und noch 2015 auf der Internetseite von ESMA zur Verfügung gestellt. Sie sind auf Dokumente anzuwenden, die am oder nach dem 3. Juli 2016 veröffentlicht werden.

Sie finden die Leitlinien als Anhang IV im abschließenden Bericht  zu den ESMA-Leitlinien zu alternativen Profitkennzahlen, der heute veröffentlicht wurde. Der Bericht bietet auch eine Kurzfassung der Ergebnisse, allgemeine Anmerkung, eine Zusammenfassung der Rückmeldungen und eine Kosten-Nutzen-Analyse. Der abschließende Bericht und eine zugehörige Presseerklärung stehen Ihnen in englischer Sprache auf der Internetseite von ESMA zur Verfügung.

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Neuer EFRAG-Statusbericht

30.06.2015

Die europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat den Bericht aktualisiert, der den Status der Übernahme der IFRS in Europa widerspiegelt, um zu zeigen, dass sich Verzögerungen im Übernahmeprozess ergeben haben.

Die verzögerungen betriffen fünf Änderungen mit begrenztem Umfang und IFRS 15. Bei letzterem hat sich eine halbjährige Verzögerung ergeben, sodass die endgültige Übernahme des Standards jetzt im ersten Quartal 2016 erwartet wird.

Sie können sich den aktualisierten englischsprachigen Bericht hier herunterladen.

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ASBJ veröffentlicht 'Japanische modifizierte internationale Standards'

30.06.2015

Der japanische Standardsetzer (Accounting Standards Board of Japan, ASBJ) hat "Japan’s Modified International Standards (JMIS): Accounting Standards Comprising IFRSs and the ASBJ Modifications" herausgegeben. JMIS sind Standards und Interpretationen, die vom IASB herausgegeben, wurden mit bestimmten 'Streichungen oder Änderungen' wo diese für notwendig gehalten werden.

Die jetzt veröffentlichte Liste der JMIS enthält Verlautbarungen, die vom IASB bis zum 31. Dezember 2012 herausgegeben wurden. Während des Übernahmeprozesses wurde entschieden, dass einige Standards im Hinblick auf die Leitlinien zur Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten und die Leitlinien zum sonstigen Gesamtergebnis geändert werden sollten. Deshalb wurden heute auch die ersten beiden sog. ASBJ Modification Accounting Standards herausgegeben, deren Anwendung im Rahmen der JMIS-Anwendung verpflichtend ist:

  • ASBJ Modification Accounting Standard No. 1 Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten enthält Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures.
  • ASBJ Modification Accounting Standard No. 2 Bilanzierung des sonstigen Gesamtergebnisses enthält Änderungen an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben, IFRS 9 Finanzinstrumente (2010), IAS 1 Darstellung des Abschlusses und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer.

Zur Beziehung zu den IFRS wie vom IASB herausgegeben heißt es im Vorwort:

Der IFRS-Übernahmeprozess ist eine Bemühung, um die Förderung der Anwendung in Japan mit dem schlussendlichen Ziel fördern, einen einzigen Satz hochwertiger globaler Standards zu erreichen. Begrenzte ‘Streichungen oder Änderungen’ an den vom IASB herausgegebenen Standards, die heute gemacht werden, können im Rahmen künftiger Erörterungen in Japan oder beim IASB aufgelöst werden. Daher sollten sie als vorübergehende Behandlung angesehen werden, und der ASBJ wird auch weiterhin seine Meinung zu diesen Vorschriften kundtun.

Unternehmen können die JMIS auf Konzernabschlüsse anwenden, die Berichtsperioden gelten, am oder nach dem 31. März 2016 enden. Der Übernahmeprozess für Verlautbarungen, die der IASB bis zum 31. Dezember 2013 herausgegeben hat, wurde bereits aufgenommen und soll in Kürze abgeschlossen werden. Danach soll der Übernahmeprozess für Verlautbarungen aufgenommen werden, die nach dem 31. Dezember 2013 vom IASB herausgegeben wurden.

Zu Referenzzwecken hat das ASBJ alle einschlägigen Dokumente ins Englische übersetzt. Die Presserklärung auf der Internetseite des ASBJ bietet Zugang zum Vorwort, der heute verabschiedeten Anwendung der JMIS und den beiden Änderungsstandards.

Die JMIS stellen neben den designierte IFRS (IFRS wie vom IASB herausgegeben), den japanischen Rechnungslegungsstandards und US-GAAP den vierten Satz von Rechnungslegungsstandards für Konzernabschlüsse in Japan dar. Die Finanzdienstleistungsbehörde von Japan (Financial Services Authority of Japan, FSA) führt derzeit eine Konsultation zur Änderung der entsprechenden Kabinettsverordnung durch, um die rechtlichen Voraussetzungen für die Anwendung der JMIS zu schaffen. Die Konsultation läuft noch bis zum 30. Juli 2015. Weiterführende Informationen (nur in japanischer Sprache) finden Sie auf der Internetseite der FSA.

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