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Nachrichten

Prada lobt Korea als Beispiel in der Region

17.11.2014

Der Vorsitzende der Treuhänder der IFRS-Stiftung, Michel Prada, hat seine Asienreise fortgesetzt und bei einem Seminar des koreanischen Standardsetzers KASB eine Rede mit dem Titel 'Korea und IFRS' gehalten. In seiner Rede unterstrich er die Vorreiterrolle Koreas in der Region und erklärte, dass die Argumente für einen einzigen Satz hochwertiger internationaler Rechnungslegungsstandards noch nie stärker gewesen seien.

Die Bausteine seiner Rede zum Erfolg der IFRS weltweit und zur Situation in den großen Volkswirtschaften, die IFRS noch nicht übernommen haben, entsprachen denen aus seinen Reden in Tokio und Shanghai letzte Woche.

Er wendete sich aber auch ausdrücklich der Situation in Korea zu und meinte, dass es der perfekte Ort sein, um über internationale Rechnungslegungsstandards zu sprechen, da Korea auf so offensichtliche Weise von der wirtschaftlichen Globalisierung profitiere. Über viele Jahre hinweg hätten koreanische Regierungen an strukturellen Reformen gearbeitet, die der exportorientierten Wirtschaft zu starkem Wachstum verholfen hätten. Und eine dieser Reformen sei eben auch die Übernahme der IFRS in unveränderter Form gewesen. Heute sei Korea eine der führenden Wirtschaften der Welt und würde beträchtliche internationale Investitionen anziehen, weil internationale Anleger koreanische Abschlüsse ohne jegliche Probleme lesen könnten. Die Globalisierung setze starke wirtschaftliche Kräfte frei, und "Korea ist ein großartiges Beispiel für ein Land, dass es geschafft hat, die starken wirtschaftliche Kräfte für sich einzusetzen".

Diese ganzen Erfolge würden schließlich zeigen, dass nur die vollständige Übernahme der IFRS ohne Änderungen die gewünschten wirtschaftlichen Auswirkungen und die erhoffte internationale Anerkennung bringen würde. Mit einem Seitenblick auf die anderen Wirtschaften in der Region und sicherlich insbesondere auf Japan, China und Indien (wo ebenfalls eine Übernahme modifizierter IFRS erwogen wird) schloss Prada: "Deshalb haben Rechtskreise wie Korea, die die IFRS vollständig übernehmen, eine hervorragend Vorbildfunktion in der Region und auch international."

Den vollständigen Text der Rede von Prada in englischer Sprache können Sie sich direkt von der Internetseite des IASB herunterladen.

Studie zu den Auswirkungen des neuen Wertminderungsmodells

17.11.2014

Deloitte Deutschland hat die Ergebnisse einer Studie zu den potenziellen Auswirkungen auf die Höhe der Risikovorsorge für eine Auswahl von Portfolien europäischer und kanadischer Banken und Finanzinstitute, die das neue Wertminderungsmodell in IFRS 9 'Finanzinstrumente' verglichen mit den bestehenden Anforderungen nach IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' mit sich bringen könnte, herausgegeben.

An der Studie nahmen 16 Banken und Finanzinstitute aus Deutschland und Österrreich, Portugal, Großbritannien, Frankreich und Kanada teil. Der zugrunde liegende Datensatz setzt sich aus 103 Portfolien mit einem ausstehenden Gesamtwert von 577 Mrd. EUR zusammen und umfasst die Geschäftsfelder Corporates, Retail, KMU und Spezialfinanzierungen (Objekt- und Projektfinanzierungen). Für die in diese Umfrage einbezogenen Portfolien wird erwartet, dass sich die Risikovorsorge in Stufe 1 nur geringfügig erhöht, was die niedrige Wertminderungsquote dieser Portfolien widerspiegelt. Allerdings ist für Retailgeschäft und Spezialfinanzierungen, die bereits unter IAS 39 eine Wertminderung erfahren haben, ein bedeutender Anstieg der Risikovorsorge zu erwarten. Für diese Portfolien wird ein durchschnittlicher Anstieg der Risikovorsorge jeweils auf das 1,7- bis 2-Fache erwartet.

Sie können sich die deutschsprachige Publikation hier herunterladen.

Richtlinie über die Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen im EU-Amtsblatt veröffentlicht

17.11.2014

Die Richtlinie über die Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Gesellschaften und Konzerne, mit der bestimmten großen Unternehmen vorgeschrieben wird, zusätzliche Angaben zu Sozial- und Umweltbelangen zu leisten, wurde am 15. November 2014 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Nach der neuen Richtlinie muss bei großen Unternehmen von öffentlichem Interesse, deren durchschnittliche Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres 500 übersteigt, der Lagebericht eine nichtfinanzielle Erklärung umfassen, in der Informationen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung enthalten sind.

Darüber hinaus müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen in der Erklärung zur Unternehmensführung deren Diversitätspolitik für die Leitungs- und Kontrollorgane beschreiben. Die Beschreibung soll Aspekte wie Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund beinhalten. Ferner müssen die Ziele dieser Politik, die Art und Weise deren Umsetzung und deren Ergebnisse im Berichtszeitraum angegeben werden.

Die Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, die Richtlinie bis zum 6. Dezember 2016 in das nationale Recht umzusetzen. Die neuen Vorschriften werden für betroffene Unternehmen für Geschäftsjahre gelten, die am 1. Januar 2017 oder während des Kalenderjahres 2017 beginnen.

Zugang zum Richtlinientext haben Sie im Amtsblatt der Europäischen Union.

Tagesordnungen für die Dezembersitzungen der Fachausschüsse des DRSC und Ergebnisse der jüngsten Sitzung des IFRS-Fachausschusses

17.11.2014

Der IFRS- und der HGB-Fachausschuss des DRSC werden am 1. und 2. Dezember zum Teil miteinander, zum Teil parallel tagen. Tagesordnungen wurden jetzt zur Verfügung gestellt. Außerdem ist der Ergebnisbericht der 32. Sitzung IFRS-Fachausschusses, die Anfang November stattfand, verfügbar.

Kommende Sitzungen - Tagesordnungen:

Zurückliegende Sitzung - Ergebnisbericht:

Ein Mitschnitt von der Sitzung wurde bereits am 5. November 2014 zur Verfügung gestellt.

Bankenverband unterstützt den IASB

13.11.2014

Der Bundesverband deutscher Banken, der rund 2010 private Banken in Deutschland vertritt, hat in die Diskussion um die IFRS in Europa eingegriffen und sich eindeutig unterstützend für bestehende Strukturen und Prozesse positioniert.

Ohne dass es eine direkte Antworf auf den Fragebogen der EU-Kommission zu den Auswirkungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) in der EU darstellt, zeigt eine heute vom Bankenverband veröffentlichte Broschüre mit dem Titel Zukunft der IFRS in Europa, dass nicht alle Stimmen in Europa die Anwendung der vollen und unveränderten IFRS in Europa kritisch bewerten und hinterfragen.

Im der Broschüre wird festgehalten, dass die Diskussion über eine geeignete Rechnungslegung Ängste und Befürchtungen zeige, die sich bei genauerer Betrachtung als unbegründet erwiesen. Deshalb bietet die Broschüre einen ausführlichen Überblick darüber, wie ein IFRS entsteht und zu geltendem Recht in Europa wird. Es wird eingestanden, dass der Entwicklungsprozess für IFRS sich von "dem klassischen, in Europa bekannten Gesetzgebungsprozess" unterscheidet, aber es wird auch darauf hingewiesen, dass der Standardsetzungsprozess beim IASB in den letzten zehn Jahren zur Stärkung von Transparenz und Teilhabe permanent verbessert wurde und dass die Einrichtung des Monitoring Board im Jahr 2009 eine direkte Verbindung zu den großen Aufsichtsbehörden weltweit geschaffen hat.

Deshalb sehen die deutschen Privatbanken jüngste internationale Entwicklungen (zuerst in den Vereinigten Staaten, wo der FASB sich von einigen Konvergenzprojekten abgewendet hat, und jetzt in Europa, wo Politiker nach einem größeren europäischen Einfluss und eventuell sogar nach einer europäischen Version der IFRS rufen) kritisch:

Diese Entwicklungen sehen wir kritisch. Das IASB darf nicht zum Spielball divergierender nationaler Interessen werden, damit es seiner Aufgabe als unabhängiger weltweiter Standardsetzer auch weiterhin gerecht werden kann. Bei den Bestrebungen, eine international akzeptierte Bilanzierungskonvention zu entwickeln, müssen rein nationale Interessen zwangsläufig in den Hintergrund treten. Daher sollte die fachliche Arbeit des Standardsetzers auch in Zukunft weitgehend frei von politischer Einflussnahme erfolgen. Nur so ist eine dauerhaft hohe fachliche Qualität der Standards und Reputation des Standardsetzers gewährleistet.

Die Banken glauben auch, dass jedes Herumspielen am europäischen Übernahmeprozess gefährlich wäre:

Europäische Alleingänge sind jedoch in jedem Falle zu vermeiden. Die Nichtanerkennung einzelner IFRS in Europa (Carve-out) beziehungsweise die Etablierung europäischer Rechnungslegungsvorschriften würden dem Ziel international einheitlicher Rechnungslegungsstandards zuwiderlaufen. Die Vergleichbarkeit von Finanzinformationen wäre beeinträchtigt; Wettbewerbsnachteile für in Europa ansässige, international tätige Unternehmen wären die Folge.

In der Presseerklärung zur Veröffentlichung der Broschüre wird sogar der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass der Übernahmeprozess für IFRS 9 Finanzinstrumente, der derzeit ausgesetzt ist, "bald angestoßen und zügig durchgeführt wird".

In der Broschüre wird auch festgehalten, dass ein strenger und effizienter Durchsetzungsprozess notwendig ist, um vollen Nutzen aus der Anwendung internationaler Standards ziehen zu können. Allerdings wird auch hier festgehalten, dass die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) vermeiden muss, mit internationalen Prozessen und Vernatwortlichkeiten in Konflikt zu geraten:

Wir unterstützen die Aktivitäten von ESMA, solange eine strikte Trennung von Standardsetzung und Enforcement erfolgt. Die Vorgabe konkreter Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften ist unserer Meinung nach hingegen nicht Aufgabe von ESMA, sondern sollte dem IASB und dem IFRS Interpretations Committee vorbehalten sein.

Die folgenden Informatione stehen Ihnen auf der Internetseite des Bankenverbandes zur Verfügung:

Prada warnt, dass Änderungen an den IFRS zu einem Mangel an internationaler Anerkennung führen

13.11.2014

Der Vorsitzende der Treuhänder der IFRS-Stiftung, Michel Prada, hat beim nationalen Rechnungslegungsinstitut in Shanghai eine Rede mit dem Titel 'Rechnungslegung, Märkte und das globale wirtschaftliche Wachstum' gehalten. In seiner Rede erläuterte er, wie die Anwendung internationaler Standards mit wirtschaftlichem Wachstum zusammenhängt und ließ sich näher auf die Situation in China ein.

Padas Überblick über der Erfolg der IFRS weltweit war ähnlich dem, den er in Tokio Anfang dieser Woche gegeben hat. Er pries die IFRS als globale Standards für Finanzinformationen, die helfen können, die globale Wirtschafts zu stärken. Dies sei heutzutage besonders wichtig, "weil jede große Wirtschaft darum bemüht ist, ein bestimmtes Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten, sich mehr Zeit zu geben, die Wunden der globalen Finanzmarktkrise heilen zu lassen und eine weitere wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen".

Von der Weltwirtschaft wendete sich Prada der Rolle wirksamer Märkte in China im Zusammenhang mit dem Reformprogramm 2020 zu, in dem die entscheidende Rolle der Märkte und die Notwendigkeit, ausländische Unternehmen ins Land zu holen und chinesische Unternehmen eine internationale Ausbreitung zu ermöglichen, hervorgehoben werden. Er betonte, dass die IFRS-Stiftung gerne bereit ist, mit den chinesischen Behörden zusammenzuarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen, und er äußerte auch die Hoffnung, dass dies dazu führen würde, einen Finanzierungsmechanismus zu finden, der China gestattet, in vollem Maß zu den Kosten der IFRS-Stiftung beizutragen, und China ebenfalls ermutigt, dass asiatisch-pazifische Verbindungsbüro der IFRS-Stiftung in Tokio zu unterstützen.

Als größte Herausforderung, der sich China gegenüber sieht, identifizierte Prada allerdings die Änderungen an den IFRS. Er erkannte die Bemühungen an, die China unternommen hat, um das Rechnungslegungssystem zu modernisieren, und er nannte sie "ein beachtliches Unterfangen für ein Land so groß wie China". Er verwies auch darauf, dass es sehr beachtlich sei, dass die neuen chinesischen Standards von allen großen und mittelgroßen Unternehmen angewendet werden müssen, auch wenn diese nicht börsennotiert sind. Aber ähnlich wie in seinem Punkt hinsichtlich Vertrautheit, den er in Japan anbrachte, warnte Prada, dass internationale Anleger skeptisch sind, wenn die Standards des IASB modifiziert werden - selbst wenn dies nur geringfügig geschehe. Er meinte:

China hat nicht die volle internationale Anerkennung bekommen, die es für seine Bemühungen im Zusammenhang mit dem Übergang auf internationale Standards verdient hat. Es ist das gleiche Problem, dem sich jeder Rechtskries gegenüber sieht, der sich entscheidet, Änderungen an den IFRS vorzunehmen, um lokalen Anforderungen gerecht zu werden. Andere Rechtskreise, in denen die IFRS vollständig und ohne Änderungen übernommen wurden, nehmen oft an, dass die Anpassungen substantiell sein müssen, um eine solche Änderung zu rechtfertigen. Die Frage für China ist also, ob relativ geringfügige Abweichungen von den IFRS den Mangel an internationale Anerkennung rechtfertigen, der aus solchen Änderungen entsteht? Dies ist eine Frage, die nur China beantworten kann.

Den vollständigen Text der Rede von Prada in englischer Sprache können Sie sich direkt von der Internetseite des IASB herunterladen.

IFRS-Stiftung ergänzt XBRL-Taxonomie 2014

12.11.2014

Die IFRS-Stiftung hat eine zweite Ergänzung der IFRS-Taxonomie 2014 herausgegeben, die IFRS 15 'Erlöse aus Verträgen mit Kunden' berücksichtigt sowie allgemein ausgeübte Praxis im Verkehrssektor und der pharmazeutischen Branche widerspiegelt.

Die Ergänzung, die auf einen Entwurf vom August 2014 zurückgeht, enthält zusätzliche Taxonomiekonzepte, die die konsistente Anwendung und Implementierung der IFRS unterstützen.

Eine Presseerklärung zu den Ergänzungen steht Ihnen auf der Internetseite des IASB zur Verfügung. Weitere Informationen zu XBRL finden Sie hier.

Ergebnisse der 19. Sitzung des HGB-Fachausschusses

11.11.2014

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat am 28. Oktober 2014 in Berlin getagt. Ein Ergebnisbericht der Sitzung wurde jetzt zur Verfügung gestellt.

Der Fachausschuss hat während seiner 19. Sitzung folgende Themen besprochen:

  • E-DRS 29 Konzerneigenkapital
  • Überarbeitung DRS 4 Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss

Den Ergebnisbericht der Sitzung finden Sie auf der Internetseite des DRSC.

Zwei Sonderausgaben des IFRS in Focus-Newsletters zu den Diskussionen bei den Sitzungen der Beratungsgruppe zum Übergang in Bezug auf Erlöserfassung

11.11.2014

Das IFRS Global Office von Deloitte hat zwei Sonderausgaben des IFRS in Focus-Newsletters veröffentlicht, um die Diskussionen während der Sitzungen der Beratungsgruppe zum Übergang in Bezug auf Erlöserfassung zusammenzufassen, die im Juli und im Oktober 2014 stattgefunden haben.

Die Beratungsgruppe wurde gemeinsam von IASB und FASB eingerichtet, um Probleme, die sich beim Übergang auf IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ergeben können, rasch identifizieren und klären zu können. IFRS 15 wurde am 28. Mai 2014 herausgegeben und tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen.

Zugang zu den Newslettern haben Sie hier:

Vorsitzender der Treuhänder der IFRS-Stiftung erläutert, dass nur die vollständige Anwendung der IFRS die nötige Vertrautheit bringt

11.11.2014

Der Vorsitzende der Treuhänder der IFRS-Stiftung, Michel Prada, hat bei einer Sitzung der japanische Rechnungslegungsstandardstiftung (Financial Accounting Standards Foundation, FASF) in Tokio eine Rede mit dem Titel 'Japan und globale Standards' gehalten. In seiner Rede bot er eine Bestandsaufnahme der Übernahme der IFRS weltweit und ließ sich näher auf die Situation in Japan ein.

Prada sprach zuerst über die stetig weiter zunehmende Anzahl von Rechtskreisen, die die IFRS übernehmen, und führte aus, dass in den meisten Branchen die IFRS die vorherrschende Grundlage sind, auf der Unternehmensabschlüsse erstellt werden. Als Teil des Grundes machte er aus, "dass Investoren eine klare Vorliebe für das Vertraute haben" und dass die IFRS das Mittel geworden sind, internationalen Anlegern diese Vertrautheit zu bieten. Rechtskreise oder Unternehmen, die sich entschließen, die IFRS nicht anzuwenden, müssten sich bewusst sein, dass sie zunehmend isoliert dastehen würden und dass "die Kosten dafür, außerhalb der Vertrautheit des IFRS-Systems zu stehen," größer werden würden.

Prada wendete sich dann den großen Volkswirtschaften zu, die die IFRS noch nicht übernommen haben (China, Indien, die Vereinigten Staaten US und Japan) und machte ermutigende Entwicklungen in allen aus, obwohl er festhielt, dass im Fall der Vereinigten Staaten "der Fortschritt langsamer gewesen ist als angenommen". Unter diesen Rechtskreisen hob er besonders Japan hervor und lobte den vorsichtigen und abgewogenen Ansatz in Bezug auf die Anwendung der IFRS in Japan, der gewählt wurde. Er hielt fest, dass die Option der freiwilligen IFRS-Anwendung von anderen Rechtskreisen genau beobachtet würde, da sie größeren, multinationalen Unternehmen gestatten würde, Nutzen aus den IFRS zu ziehen, ohne dass kleinere, eher national orientierte Unternehmen sofort gezwungen würden, ein neues System zu übernehmen.

Unter den Entwicklungen in Japan ging Prada auch auf die Einführung der japanischen modifizierten internationalen Standards (Japanese Modified International Standards, JMIS) ein, wo im Juli 2014 ein Entwurf veröffentlicht wurde. Er meinte:

Ich habe keine besonders ausgeprägte Meinung zu den JMIS, und es ist Aufgabe der japanischen Behörden, zu bestimmen, welche Übergangsschritte zu den IFRS notwendig sind. Wenn jedoch Vertrautheit der Anwender das Ziel ist, dann kann dies nur aus einer vollständigen Anwendung der IFRS kommen.

Prada schloss seine Rede damit, dass er unterstrich, dass die IFRS-Stiftung und der IASB zu einem globalen Standardsetzer geworden sind, der Willens und fähig sei, die sich daraus ergebenden Verantwortungen zu übernehmen. Gleichzeitig stehe er aber auch Neuem jederzeit offen gegenüber und sei bereit, auf die Anwender zu hören und von ihnen zu lernen.

Den vollständigen Text der Rede von Prada in englischer Sprache können Sie sich direkt von der Internetseite des IASB herunterladen.

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