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Nachrichten

SEC-Vertreter deuten an, dass eine freiwillige zusätzliche Angabe von IFRS-Informationen eine weitere Alternative in Bezug auf die IFRS-Anwendung in den USA sein könnte

08.12.2014

Bei der jährlichen Konferenz des amerikanischen Instituts der Wirtschaftsprüfer (American Institut of Certified Public Accountants, AICPA) hinsichtlich Entwicklungen bei der SEC und der PCAOB haben sich Jim Schnurr, Leiter der Abteilung Rechnungslegung der Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) und Julie Erhardt, stellvertretende Leiterin der Abteilung, zum möglichen Weg vorwärts in Bezug auf die IFRS in den Vereinigten Staaten geäußert. Beide erwähnten in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der freiwilligen Angabe von IFRS-Informationen zusätzlich zum US-GAAP-Abschluss.

Schnurr hatte bereits letzte Woche bei einer Konferenz der US-amerikanischen Handelskammer gesagt, dass sich die SEC bei ihren Überlegungen nicht nur auf die drei bisher erarbeiteten Möglichkeiten (direkte und vollständige Übernahme der IFRS, Einrichten der Option für einheimische Unternehmen, IFRS-Abschlüsse einzureichen, Einschlagen des Wegs der "Übernahmisierung") konzentrieren würde, sondern auch weitere Möglichkeiten untersuchen wolle. Als ein Beispiel für eine solche weitere Möglichkeit (und er betonte ausdrücklich, dass dies nur ein Beispiel sei) nannte Schnurr die freiwillige zusätzliche Angabe von IFRS-Informationen zusätzlich zum verpflichtenden US-GAAP-Abschluss:

Beispielsweise hören wir, dass einige inländische Unternehmen jetzt oder in naher Zukunft eventuell IFRS-basierte Finanzinformationen zusätzlich zu auf US-GAAP basierenden Informationen, die sie für Zwecke der Einreichung bei der SEC erstellen, zur Verfügung stellen wollen. Allerdings gibt es da regulatorische Hürden, die Emittenten möglicherweise davon abhalten würden, diese Informationen zur Verfügung zu stellen, da IFRS-basierte Informationen für inländische Emittenten nach den aktuellen SEC-Vorschriften als "nicht auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierenden Finanzkennzahlen" gelten. Sollten IFRS-basierte Informationen weiter hin als nicht auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierenden Finanzkennzahlen angesehen und den entsprechenden Vorschriften für alternative Finanzkennzahlen unterliegen oder sollten wir sie anders betrachten? Nach dieser neuen Denkweise wären Emittenten, die nicht glauben, dass IFRS-basierte Informationen für Anleger nützlich sind, nicht gezwungen, die wie wir hören in einigen Fällen signifikanten Umsetzungskosten zu tragen.

Erhardt untersuchte in ihrer Rede die IFRS-Bereitschaft oder -Bedürfnisse von drei Gruppen in den Vereinigten Staaten - den Anlegern, den Emittenten und den Regulierern - und zeichnete dabei Entwicklungen der letzten zehn Jahre nach. Bei den institutionellen Anlegern glaubte sie eine zunehmende IFRS-Kenntnis ausmachen zu können, vor allem bei Anlegern, die auch außerhalb der USA investieren. Bei Kleinanlegern kam sie allerdings zu dem Schluss, dass diese sich, so sie überhaupt Abschlüsse läsen, mit US-GAAP sehr viel wohler fühlten. Bei international tätigen Emittenten machte sie klar ein zunehmendes IFRS-Denken aus; US-GAAP würde eher noch mitgeführt um heimischen Vorschriften genügen zu können. Auch US-Tochtergesellschaften von ausländischen Unternehmen führen oft zweigleisig, da sie für ihren separaten Abschluss US-GAAP benötigten und gleichzeitig IFRS-Informationen an ihre Mütter liefern müssten. Bei den US-orientierten Unternehmen stellte Erhardt weder einen Wunsch noch das Bedürfnis fest, IFRS-Abschlüsse zu erstellen. Aus Sicht des Regulierers, also der SEC, hielt Erhardt fest, dass die Zulassung von IFRS-Abschlüssen ausländischer Unternehmen ohne Überleitung der Preis dafür sei, dass US-Anleger im Schutz des heimischen Kapitalmarkts in ausländische Unternehmen investieren könnten. Ein Argument für oder gegen eine generelle IFRS-Übernahme sah sie darin nicht. Dennoch sah auch sie die Zeit für eine informierte öffentliche Diskussion zu den IFRS gekommen und nannte noch einmal ausdrücklich die Möglichkeit der freiwilligen ergänzenden Angabe von IFRS-Informationen:

Lassen Sie mich mit den Worten schließen, dass ich hoffe, dass Sie sich unabhängig davon, ob Sie IFRS-Entwicklungen in den letzten zehn Jahren verfolgt haben, jetzt besser in der Lage fühlen, in einen sinnvollen und durchdachten Dialog sowohl zum von Jim heute Morgen erwähnten Beispiel der Erleichterung der möglichen freiwilligen ergänzenden Angabe von IFRS-basierten Informationen durch US-Emittenten als auch anderen Alternativen einzutreten.

Dass der Dialog fortgesetzt werden sollte, wurde in beiden Reden festgehalten. Schnurr führte aus, dass er hoffe, in den "nächsten Monaten" bereit zu sein, alle Alternativen und ihre Probleme und Bedenken mit den anderen Kommissaren und der Vorsitzenden der SEC, Mary Jo White, zu erörtern, um zu einer endgültigen Empfehlung zu gelangen. Er stellte fest:

Die Vorsitzende White und ich erkennen beide, dass jegliche weitere Unsicherheit in Bezug auf die IFRS zu Unbehagen bei Anlegern weltweit führt. Daher ist es eine meiner Prioritäten, der Kommission in naher Zukunft eine Empfehlung vorzustellen, mit der hoffentlich dieses Unbehagen aufgelöst oder zumindest gemindert werden kann.

Beide Reden sind in englischer Sprache als Manuskripte auf der Internetseite der SEC verfügbar. Schnurrs Rede, in der er auch andere Themen wie beispielsweise Erlöserfassung anschnitt, finden Sie hier. Zu Erhardts Rede gelangen Sie hier.

Blaues Buch 2015 jetzt verfügbar

08.12.2014

Die IFRS-Stiftung hat bekanntgegeben, dass die konsolidierte Fassung der IFRS ohne vorzeitige Anwendung jetzt verfügbar ist.

Diese Version, die das "Blaue Buch" genannt wird, enthält alle offiziellen Verlautbarungen, die zum 1. Januar 2015 verpflichtend sind. Sie enthält keine IFRS, deren Zeitpunkt des Inkrafttretens nach dem 1. Januar 2015 liegt.

Gegenüber der Ausgabe 2014 haben sich folgende Änderungen ergeben:

Das blaue Buch kann für £70 plus Versandkosten erworben werden (es gibt Nachlässe für Studenten, Lehrkräfte und Besteller aus Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen sowie Mengenrabatt). Die Publikation kann über die Internetseite des IASB bezogen werden.

IASB veröffentlicht formale Korrekturen

08.12.2014

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat den dritten Satz formaler Korrekturen im Jahr 2014 herausgegeben. Sie beziehen sich auf Einzelstandards und Folgeänderungen an Standards sowie auf das "Blaue Buch" Ausgabe 2014, das "Rote Buch" Ausgabe 2014 und das "Grüne Buch" Ausgabe 2014.

Formale Korrekturen in Bezug auf Folgeänderungen betreffen die folgenden Verlautbarungen:

Formale Korrekturen in Bezug auf die Verlautbarung selbst betreffen die folgenden Verlautbarungen:

Formale Korrekturen in Bezug auf das Rote Buch (2014), das Grüne Buch (2014) und das Blaue Buch (2014) betreffen die folgenden Verlautbarungen:

Formale Korrekturen haben keine Auswirkungen auf die Bedeutung oder die Anwendung von Verlautbarungen; sie betreffen lediglich unbeabsichtigte Fehler. Der neue Satz formaler Korrekturen steht Ihnen in englischer Sprache auf der Internetseite des IASB zur Verfügung.

AFRAC-Stellungnahme zum Diskussionspapier zur bilanziellen Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten

07.12.2014

Der österreichische Standardsetzer Austrian Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) hat eine Stellungnahme zum gemeinsam vom japanischen Standardsetzer (Accounting Standards Board of Japan, ASBJ), der Europäischen Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) und dem italienischen Standardsetzer (Organismo Italiano di Contabilità, OIC) herausgegebenen Diskussionspapier mit dem Titel 'Sollte der Geschäfts- oder Firmenwert weiterhin nicht abgeschrieben werden? - Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten und zugehörige Angaben' veröffentlicht.

Ziel des Diskussionspapiers vom Juli 2014 ist, zur Debatte zur Bilanzierung und zu den Angaben zu Firmenwerten beizutragen. In ihm wird argumentiert wird, dass die Wiedereinführung der Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten sachgerecht wäre.

AFRAC begrüßt die Bemühungen der gemeinsamen Forschungsgruppe, die Vorzüge unterschiedlicher bilanzieller Behandlungen zu diskutieren. Nach Ansicht von AFRAC stellen Firmenwerte besondere immaterielle Vermögenswerte dar, was eine von anderen immateriellen Vermögenswerten abweichende Bilanzierung rechtfertige. Die Bestimmung der Nutzungsdauer von Firmenwerten könne sich als sehr schwierig erweisen und die Nutzungsdauern in einzelnen Fällen sehr kurz oder sehr lang sein. Dennoch sollte die grundlegende bilanzielle Behandlung für die Mehrheit der Fälle angemessen sein, wobei in besonderen Fällen Ausnahmen möglich sein sollten. AFRAC stimmt mit dem Aussage überein, dass Firmenwerte systematisch abgeschrieben werden sollten, und stimmt den im Diskussionspapier vorgeschlagenen Kriterien für die Bestimmung der Abschreibungsdauer zu. Allerdings ist AFRAC der Ansicht, dass der IASB eine Bandbreite an Abschreibungsdauern – im Sinne eines "Korridors" – vorgeben sollte, und schlägt dafür eine Zeitspanne von fünf bis 20 Jahren vor. Dieser Korridor sollte als widerlegbare Vermutung dienen – Unternehmen, die der Firmenwertabschreibung eine andere (kürzere oder längere) Nutzungsdauer zugrunde legen, sollten diese im Anhang begründen. Eine unbeschränkte Nutzungsdauer sollte jedoch nicht zulässig sein, wohingegen die sofortige Abschreibung eines Firmenwerts notwendig sein könne. Im Zusammenhang mit Werthaltigkeitsprüfungen schlägt AFRAC vor, diese für Firmenwerte, deren Abschreibungsdauer innerhalb des Korridors liegt, nur bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren vorzuschreiben. Die Stellungnahme enthält auch Anregungen für weitere Themen, die im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Firmenwerten überdacht werden könnten, wie beispielsweise die bilanzielle Behandlung von negativen Firmenwerten.

Sie können sich die englischsprachige Stellungahme direkt von der Internetseite von AFRAC herunterladen.

Regierungsvorlage für das Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 veröffentlicht

07.12.2014

Zum Rechnungslegungs-Änderungsgesetz (RÄG) 2014 ist eine Regierungsvorlage veröffentlicht worden. Durch das RÄG 2014 soll das österreichische Bilanzrecht insgesamt modernisiert werden, und es sind weitere Erleichterungen für Kleinstunternehmen vorgesehen. Die Beschlussfassung ist noch für 2014 geplant.

Die Regierungsvorlage enthält im Vergleich zum Begutachtungsentwurf unter anderem folgende Änderungen (zitiert nach einer Zusammenfassung des AFRAC):

  • Anstelle einer Verpflichtung zur Passivierung bestimmter Aufwandsrückstellungen soll das derzeit bestehende Wahlrecht beibehalten werden.
  • Die Berechnung der Schwellenwerte gemäß § 221 UGB für Mutterunternehmen hat nur mehr für Aktiengesellschaften auf konsolidierter oder aggregierter Basis zu erfolgen – ursprünglich war die Berechnung auf konsolidierter oder aggregierter Basis für alle Rechtsformen vorgesehen.
  • Das Gliederungsschema der Bilanz wird um einen gesonderten Posten für aktive latente Steuern ergänzt.
  • Zusätzlich zu den schon im Begutachtungsentwurf vorgeschlagenen Änderungen des Gliederungsschemas der GuV soll eine weitere Zwischensumme „Ergebnis nach Steuern“ eingefügt werden. Darin sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag bereits berücksichtigt, nicht aber die sonstigen Steuern.
  • Die Übergangsregeln sehen jetzt die Möglichkeit vor, bisher unterlassene Zuschreibungen bis zur Realisierung der stillen Reserven in eine Zuschreibungsrücklage einzustellen und die Verteilungsmöglichkeit der Veränderung langfristiger Rückstellungen aufgrund der geänderten Bestimmungen über fünf Jahre umfasst nun auch die latenten Steuerrückstellungen.
  • Die Änderungen des Privatstiftungsgesetzes wurden vollständig gestrichen.
Die Regierungsvorlage sowie weiteres Informationsmaterial ist auf der Internetseite des Parlaments der Republik Österreich erhältlich.

Wir nehmen Stellung zu den vorgeschlagenen IOSCO-Leitlinien zu alternativen Finanzkennzahlen

06.12.2014

Das IFRS Global Office von Deloitte hat gegenüber der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions, IOSCO) zu deren vorgeschlagenen Leitlinien im Zusammenhang mit nicht auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierenden Finanzkennzahlen genommen. Wir unterstützen die Bemühungen um die Adressierung des Problems der alternativen Finanzkennzahlen, da es weit verbreitet ist, und sind der Meinung, dass den globalen Wertpapiermärkten am besten gedient wäre, wenn die Leitlinien in allen in IOSCO vertretenen Rechtskreisen einheitlich angewendet würden, ohne sie mit lokalen Vorschriften zu überlagern.

Einige Punkte merken wir jedoch an:

  • Damit die vorgeschlagenen Leitlinien möglichst wirksam sind, halten wir es für sinnvoll, dass IOSCO eine gemeinsame Definition von alternativen Finanzkennzahlen entwickelt, damit festgelegt werden kann, welche Kennzahlen den gemeinsamen Leitlinien unterliegen sollen.
  • Es ist für die wirksame Arbeit der globalen Kapitalmärkte wichtig, dass nationale und regionale Vorschriften mit einander in Einklang und nicht im Widerspruch zu global anerkannten Finanzberichterstattungsrahmenkonzepten stehen.
  • Wir stimmen zu, dass die vorgeschlagenen Richtlinien für jegliche alternative Finanzkennzahlen gelten sollten, auch wenn diese außerhalb des Abschlusses angegeben werden, da damit die Verantwortung der Standardsetzer für den Jahresabschluss anerkannt wird. Außerdem kann so Einheitlichkeit im Hinblick auf die Angabe von alternativen Finanzkennzahlen über die gesamte Jahresberichterstattung hinweg erzielt werden. Allerdings schlagen wir vor, dass IOSCO mit dem IASB zusammenarbeitet, um klarzustellen, was 'IFRS-Kennzahlen' sind.
  • Wir ermutigen IOSCO, einen einheitlichen Anwendungsbereich, eine einheitliche Anwendung und eine einheitliche Durchsetzung der vorgeschlagenen Leitlinien zu entwickeln, da wir davon ausgehen, dass auch Informationen auf Internetseiten und in anderen nicht regulierten Medien eingeschlossen sein sollen. Manche Wertpapieraufsichten regulieren Presseerklärungen und im Internet verfügbare Informationen, andere nicht.
Sie können sich unsere englischsprachige Stellungnahme hier herunterladen.

Tagesordnung für die Dezembersitzung des IASB

05.12.2014

Der IASB wird am 16. Dezember 2014 in seinen Räumen in London getagt. Gemeinsam mit dem FASB wird das Projekt zu Leasingverhältnissen diskutiert werden. Der IASB erörtert außerdem den IFRS für KMU, Sachverhalte des IFRS Interpretations Committee, die Überprüfung nach der Einführung von IFRS 3 und die Angabeninitiative.

Die genaue Tagesordnung für die Sitzung mit Datum 5. Dezember 2014 finden Sie hier. Sollten sich Änderungen an der Tagesordnung ergeben, werden wir sie dort nachpflegen und Sie bei größeren Änderungen in einer separaten Nachricht informieren. Übersetzungen von Mitschriften werden wir ebenfalls dort zur Verfügung stellen.

'Integrierte Berichterstattung'

05.12.2014

Robert Bruce, der Kolumnist unserer englischsprachigen Mutterseite, reflektiert das Thema integrierte Berichterstattung.

Mit Paul Druckman, dem Vorstandsvorsitzenden des Internationalen Ausschuss für integrierte Berichterstattung (International Integrated Reporting Committee, IIRC) hat Robert Bruce kürzlich ein Interview über den Weg geführt auf dem sich der IIRC befindet. In seiner neuesten Kolumne lässt er das Interview noch einmal Revue passieren.

DRSC-Stellungnahme zu den vorgeschlagenen IOSCO-Leitlinien zu alternativen Finanzkennzahlen

05.12.2014

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat durch seinen IFRS-Fachausschuss Stellung gegenüber der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions, IOSCO) zu deren vorgeschlagenen Leitlinien im Zusammenhang mit nicht auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierenden Finanzkennzahlen genommen. In der Stellungnahme wird weiterer Klarstellungsbedarf angemerkt, insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung von alternativen Finanzkennzahlen.

Insgesamt unterstützt der Fachausschuss in seiner Stellungnahme zu den IOSCO-Vorschlägen vom September 2014 eine enge Definition von alternativen Finanzkennzahlen und ist der Meinung, dass diese nur diejenigen Kennzahlen umfassen sollte, die auf auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierende Finanzkennzahlen übergeleitet werden können. Dies würde also beispielweise Zwischensummen und andere Zusammenfassungen von Vermögenswerten, Schulden, Eigenkapital, Erträgen, Aufwendungen und Kapitalflüssen in den Rahmen der Definition bringen, aber wesentliche Leistungskennzahlen, die auf Grundlage nationaler Berichterstattungsvorschriften für den Lagebericht erstellt werden, daraus ausschließen.

In Bezug auf die Definition an sich, unterbreitet das DRSC folgende Anmerkungen:

  • Der Begriff "außerhalb des Abschlusses" sei nicht genügend klar und müsse genauer definiert werden, da es Kennzahlen gebe, die zwar im Abschluss berichtet würden, dem Wesen nach aber klar alternative Finanzkennzahlen seien.
  • Es bestehe die Gefahr, dass aus der Unterscheidung außerhalb/innerhalb des Abschlusses abgeleitet werde, was eine alternative Finanzkennzahl ist, d.h. eine Kennzahl würde nur qua Ort definiert, möglicherweise sogar im selben Berichterstattungspaket unterschiedlich.
  • Der Fachausschuss fände es hilfreich, wenn erläutert würde, was der Zweck der Unterscheidung zwischen "Erträgen" und "finanzieller Leistung" sei - nach Meinung des Fachausschusses ist das eine ein Unterbegriff des anderen, weshalb eine separate Aufführung in der Definition nicht notwendig sei.
  • Schließlich würde in der vorgeschlagenen Definition klargestellt, ob Finanzkennzahlen und alternative Finanzkennzahlen als demselben Zweck dienend angesehen werden sollten.

Der Fachausschuss geht in seinem Schreiben in weiteren Anmerkungen auch auf den Anwendungsbereich und Darstellungsfragen ein und bemerkt allgemein, dass er die Bemühungen von IOSCO, in Abstimmung mit Standardsetzern die regulatorischen Vorgaben für alternative Finanzkennzahlen zu koordinieren, unterstützt.

Die englischsprachige Stellungnahme in ganzer Länge können Sie sich direkt von der Internetseite des DRSC herunterladen.

Mitschnitte der Dezembersitzungen der Fachausschüsse des DRSC

05.12.2014

Vom 1. bis 2. Dezember haben die Fachausschüsse des DRSC zum Teil gemeinsam in Berlin getagt. Das DRSC hat jetzt Mitschnitte von den Sitzungen zur Verfügung gestellt.

Verknüpfungen auf die Mitschnitte auf der Internetseite des DRSC finden Sie nachfolgend. Aus technischen Gründen gibt es allerdings keine Mitschnitte vom ersten Sitzungstag des HGB-Fachausschusses und von der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse.

HGB-Fachausschuss

Besprochen wurden immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss (kein Mitschnitt) und E-DRS 29 Konzerneigenkapital. Den verfügbaren Mitschnitte finden Sie hier.

HGB- und IFRS-Fachausschuss

Besprochen wurden Erwartungen eines Finanzvorstands an den Standardsetzer und DRS 20 Konzernlagebericht – Auswertung der Studie. Es gibt keine Mitschnitte.

IFRS-Fachausschuss

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