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Der Konsultationsprozess des IASB

Der Konsultationsprozess des IASB

 

Hintergrundinformationen

Der International Accounting Standards Board (IASB) befolgt einen strengen, offenen Konsultationsprozess. Sämtliche Sitzungen des IASB und des IFRS Interpretations Committee (ehemals IFRIC) sowie seiner formellen Arbeitsgruppen werden in der Öffentlichkeit abgehalten und üblicherweise im Internet übertragen.

 

Die Schritte des Konsultationsprozesses

Der formelle Konsultationsprozess für Projekte beinhaltet üblicherweise, wenn auch nicht notwendigerweise, die nachfolgenden Schritte:

  • Die Stabsmitarbeiter werden gebeten, Themen zu identifizieren und die Sachverhalte im Zusammenhang mit einem möglichen, in das Arbeitprogramm aufzunehmenden Thema zu prüfen und die Anwendung des Rahmenkonzepts auf die Sachverhalte zu erwägen
  • Nationale Bilanzierungsvorschriften und -praktiken werden untersucht und Sichtweisen zu den Sachverhalten mit den nationalen Standardsetzern ausgetauscht
  • Die Treuhänder der IFRS-Stiftung und der IFRS-Beirat werden zu den Themen und Prioritäten des Arbeitsprogramms befragt*
  • Der IASB ist verpflichtet, alle drei Jahre eine öffentliche Konsultation zu seinem Arbeitsprogramm durchzuführen, wobei die erste Runde nicht später als zum 30. Juni 2011 beginnen sollte*
  • Eine Beratungsgruppe wird eingerichtet (allgemein als 'Arbeitsgruppe' bezeichnet), um den IASB und seine Stabsmitarbeiter bei dem Projekt zu beraten
  • Ein Diskussionsdokument wird zwecks Einholung von Stellungnahmen veröffentlicht (üblicherweise als Diskussionspapier bezeichnet, das oftmals die vorläufigen Sichtweisen des Boards zu einigen der iim Projekt behandelten Sachverhalte beinhaltet)
  • Ein Standardentwurf, der mit mindestens neun Ja-Stimmen des IASB verabschiedet wird (zehn Stimmen, wenn der Board auf 16 Mitglieder erweitert wird), wird zwecks Einholung von Stellungnahmen veröffentlicht, einschließlich darin enthaltener und von IASB-Mitgliedern geäußerter abweichender Meinungen (in Standardentwürfen werden abweichende Meinungen als 'alternative Sichtweisen' bezeichnet)*
  • Mit dem Standardentwurf wird eine Grundlage für Schlussfolgerungen veröffentlicht
  • Sämtliche innerhalb der Stellungnahmefrist eingegangenen Stellungnahmen zu Diskussionsdokumenten und Standardentwürfen werden in öffentlicher Sitzung erwogen und diskutiert*
  • Der Wunsch nach Abhaltung einer öffentlichen Anhörung und Duchführung von Feldversuchen wird erwogen und, wo sachgerecht, entsprechend durchgeführt
  • Ein Standard wird mit mindestens neun Ja-Stimmen des IASB verabschiedet (zehn Stimmen, wenn der Board auf 16 Mitglieder erweitert wird), und jedwede abweichende Meinung ist Teil des veröffentlichten Standards*
  • Mit dem endgültigen Standard wird eine Grundlage für Schlussfolgerungen veröffentlicht, in der u.a. die Schritte des Konsultationsprozesses des IASB erläutert werden und dargestellt wird, wie der IASB mit den zum Standardentwurf eingegangenen öffentlichen Stellungnahmen umgegangen ist.

* bedeutet, dass der Schritt nach der Satzung der IFRS-Stiftung vorgeschrieben ist

 

Zugehörige Nachrichten

  • Vorsitzender der IFRS-Stiftung spricht über den holprigen Weg der globalen Konvergenz

  • 16.10.2013

  • In einer Rede bei einer gemeinsam vom DRSC und von der IFRS-Stiftung veranstalteten hochrangigen Veranstaltung am Vorabend der Sitzung der Treuhänder der IFRS-Stiftung in Frankfurt am 17. Oktober 2013 ging der Vorsitzende der IFRS-Stiftung, Michel Prada, auf europäische Verdienste um die IFRS, den Maystadt-Bericht und den Spannungsbogen zwischen Legitimität und Effizienz in Bezug auf die Standardsetzung ein.

  • Treuhänder veröffentlichen überarbeitetes Handbuch für den Konsultationsprozess

  • 18.02.2013

  • Die Treuhänder der IFRS-Stiftung haben eine aktualisierte Fassung ihres Handbuchs für den Konsultationsprozess herausgegeben. In dem Handbuch werden die Schritte beschrieben, die der IASB und das IFRS Interpretations Committee bei der Entwicklung oder Überarbeitung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Interpretationen zu befolgen haben.

  • ESMA-Stellungnahme zur vorgeschlagenen Aktualisierung des Handbuchs für den Konsultationsprozess

  • 20.11.2012

  • Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) stellt auf ihrer Internetseite eine Stellungnahme gegenüber der IFRS-Stiftung zu deren vorgeschlagener aktualisierten Fassung des Handbuchs für den Konsultationsprozess zur Verfügung. ESMA hinterfragt die Ausgestaltung einiger Änderungen, die zum Teil bereits vom IASB umgesetzt oder initiiert wurden.

  • Entwurf einer EFRAG-Stellungnahme zum vorgeschlagenen überarbeiteten Handbuch für den Konsultationsprozess

  • 19.07.2012

  • Die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat den Entwurf einer Stellungnahme zum vorgeschlagenen Handbuch für den Konsualtionsprozess veröffentlicht, das im Mai 2012 von den Treuhändern der IFRS-Stiftung herausgegeben wurde. EFRAG betont, dass das übergeordnete Prinzip der Verbesserung der Finanzberichterstattung zu akzeptablen Kosten der einzige Treiber für neue oder geänderte Standards oder Interpretationen sein sollte.

  • Öffentliche Diskussion des DRSC am 4. September 2012

  • 18.07.2012

  • Das DRSC lädt seine Mitglieder sowie alle anderen interessierten Personen und Organisationen am Dienstag, den 4. September 2012, 10 Uhr (voraussichtlich bis circa 16.00 Uhr) ins Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt zu einem Diskussionsforum ein.

  • Rede von Hans Hoogervorst beim argentinischen Standardsetzer

  • 03.07.2012

  • Am 3. Juli 2012 hat der Vorsitzende des IASB, Hans Hoogervorst, eine Rede in Buenos Aires beim nationalen Standardsetzer in Argentinien (Federación Argentina de Consejos Profesionales de Ciencias Económicas, FACPCE) gehalten. In seiner Rede ging er auf drei wichtige Themen ein: 1) Konvergenz, 2) künftige Agenda des IASB und ihr Bezug zu den aufstrebenden Märkten und 3) die Beziehung des IASB zu Regulatoren und Standardsetzern.

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