Informationen zur Nachhaltigkeits- und integrierten Berichterstattung

Nachhaltigkeitsberichterstattung und integrierte Berichterstattung
Aufsichtsräte, Vorstände und andere Führungsverantwortliche Mitarbeiter in Unternehmen investieren zunehmend mehr Zeit und Ressourcen in Nachhaltigkeitsaspekte wie beispielsweise Treibhausgasemissionen, energieeffiziente Technologien, Wasserverbrauch, saubere Technologien oder Artenschutz, um nur ein paar zu nennen. Ein wichtiger Aspekt bei dieser weltweit zu beobachtenden Bewegung hin zu Nachhaltigkeit ist die Frage, wie man Nachhaltigkeit bilanzieren und wie man darüber Bericht erstatten kann.
Auf dieser Seite bieten wir einen Überblick über jüngste Entwicklungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der jeweils besten ausgeübten Praxis.
Organisationen und Ressourcen
Organisationen und Ressourcen
Im August 2010 wurde der internationale Rat für integrierte Berichterstattung (International Integrated Reporting Council, IIRC, bis November 2011 internationaler Ausschuss für integrierte Berichterstattung (International Integrated Reporting Committee)) ins Leben gerufen. Der IIRC zielt auf die Schaffung eines allgemein akzeptierten Rahmenkonzepts für die Bilanzierung der Nachhaltigkeit ab, indem er Finanz-, Umwelt-, soziale und staatliche Informationen in einem "integrierten" Format zusammenbringt.
Der IIRC umfasst einen Querschnitt von Vertretern aus dem öffentlichen Bereich sowie aus Unternehmen, Prüfungsgesellschaften, Börsen, Aufsichtsorganen, Nichtregierungs- und zwischenstaatlichen Organisationen sowie aus dem Bereich der Standardsetzung. Er besteht aus einem Lenkungsausschuss, einer Arbeitsgruppe und drei Sonderarbeitsgruppen (inhaltliche Entwicklung, Einbindung und Kommunikation, Führung). Vorsitzender des IIRC ist Mervyn King (Vorsitzender des südafrikanischen King Committee für Unternehmensführung und ehemaliger Vorsitzender von GRI). Zu den Mitgliedern des IIRC-Lenkungsausschusses gehören Hans Hoogervorst (IASB-Vorsitzender), Leslie Seidman (FASB-Vorsitzende), Maria Helena Santana (Vorsitzende des Exekutivausschusses von IOSCO), Göran Tidström (Präsident von IFAC), Jim Quigley (ehemaliger globaler Vorstandsvorsitzender von Deloitte) sowie viele weitere Personen. Geschäftsführer des IIRC ist Paul Druckman.
Im November 2011 hat der IIRC eine Reihe von Änderungen an seiner Organisationsstruktur bekanntgegeben (einschließlich der Namensänderung). In einer ersten Übergangsphase bis Ende 2013 wird der IIRC von einem gestärkten Generalsekretariat unterstützt, das seine Tätigkeit durch ein gemeinnütziges Unternehmen gleichen Namens ausübt, das zu diesem Zweck gegründet wurde. Vorstandsvorsitzender wird Mervyn King sein, der bis Oktober 2011 stellvertretender Vorsitzender des IIRC war und dann Sir Michael Peat, den Ersten Privatsekretär des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall, als Vorsitzender des IIRC ablöste. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Leslie Ferrar (Schatzmeisterin im Haushalt des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall) und Christy Wood (Vorsitzende des des internationalen Netzwerks zu Corporate Governance (International Corporate Governance Network, ICGN)) ernannt. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Ian Ball (Vorstandsvorsitzender des internationalen Wirtschaftsprüferverbandes (International Federation of Accountants, IFAC), Ernst Ligteringen (Vorstandsvorsitzender der Global Reporting Initiative (GRI)), Jessica Fries (Direktorin des vom britischen Thronfolger ins Leben gerufenen Projekts zur Nachhaltigkeitsbilanzierung (The Prince’s Accounting for Sustainability Project, A4S)) und der Geschäftsführer des IIRC, Paul Druckman. Ein Governance-Ausschuss des IIRC wird ebenfalls eingerichtet werden. Seine Verantwortlichkeiten werden sich auf die Prüfung, Ernennungen und Vorstandsvergütungen des Unternehmens beziehen.
Der IIRC hat am 12. September 2011 ein Diskussionspapier zur integrierten Berichterstattung herausgegeben und führt derzeit Pilotprojektprojekt mit einer Reihe von internationalen Unternehmen durch, um die Vorschläge aus dem Diskussionspapier zu überprüfen.
Die Internetseite des IIRC können Sie über www.theiirc.org/ erreichen.
Global Reporting Initiative (GRI)
Die Global Reporting Initiative (GRI), die Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen entwickelt, pflegt einen Internetauftritt in deutscher Sprache. Dort finden Sie alle in Deutsch erhältlichen Publikationen (beispielsweise den Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung) sowie Informationen über zukünftige Veranstaltungen der deutschen GRI-Gemeinschaft und den Verweis auf einen deutsch sprechenden Ansprechpartner im GRI-Sekretariat.
Zugang zur deutschen Seite der GRI-Internetpräsenz
Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI)
Die Finanzinitiative des Umweltprogramms (UNEP) der Vereinten Nationen ist eine globale Partnerschaft zwischen der UNEP und dem Finanzsektor. Mehr als 190 Institutionen, darunter Banken, Versicherungen und Fondsmanager, arbeiten mit der UNEP um das Verständnis über die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte und deren Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg zu fördern. Durch die Arbeitsgruppe zum Klimawandel (Climate Change Working Group, CCWG) ermittelt die UNEP FI die Rolle des Finanzsektors hinsichtlich des Klimawandels und beschleunigt die Integration von Aspekten des Klimawandels – sowohl von Risiken als auch von Chancen - in die finanzielle Entscheidungsfindung. Dies erfolgt durch ein umfassendes Arbeitsprogramm, welches Forschung, Training, Veranstaltungen und regionale Aktivitäten umfasst. Weiter Informationen finden Sie hier: www.unepfi.org.
CO2-Emissionsprojekt (Carbon Disclosure Project, CDP)
Die Finanzinitiative des Umweltprogramms (UNEP) der Vereinten Nationen ist eine globale Partnerschaft zwischen der UNEP und dem Finanzsektor. Mehr als 190 Institutionen, darunter Banken, Versicherungen und Fondsmanager, arbeiten mit der UNEP um das Verständnis über die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte und deren Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg zu fördern. Durch die Arbeitsgruppe zum Klimawandel (Climate Change Working Group, CCWG) ermittelt die UNEP FI die Rolle des Finanzsektors hinsichtlich des Klimawandels und beschleunigt die Integration von Aspekten des Klimawandels – sowohl von Risiken als auch von Chancen - in die finanzielle Entscheidungsfindung. Dies erfolgt durch ein umfassendes Arbeitsprogramm, welches Forschung, Training, Veranstaltungen und regionale Aktivitäten umfasst. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.carbondisclosureproject.net/.
AccountAbility ist ein internationaler Standardsetzer für unternehmerische Sozialverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR), der die Standards der AA1000-Serie herausgibt:
- Der AA1000 AccountAbility Prinzipien Standard, AA1000 APS (2008), vereint drei Prinzipien: das Grundprinzip der Inklusivität sowie die Prinzipien der Wesentlichkeit und der Reaktivität. Vollständigkeit ist nicht als ein eigenes AccountAbility Prinzip in den Standard einbezogen, sie wird aber als ein Schlüsselelement für Nachhaltigkeitsprüfungen erachtet. Eine von Deloitte angefertigte Übersetzung des Standards finden Sie auf der Internetseite von AccountAbility: AA1000 Prinzipienstandard (689 KB)
- Der AA1000 Prüfungsstandard, AA1000AS (2008), bietet eine umfassende Methode, um eine Organisation für deren Management, Performance und Berichterstattung über Nachhaltigkeitsthemen verantwortlich zu halten, indem die Einhaltung der AA1000 AccountAbility Prinzipien und die Qualität von veröffentlichten Angaben über die Nachhaltigkeits-Performance beurteilt werden. Eine von Deloitte angefertigte Übersetzung des Standards finden Sie auf der Internetseite von AccountAbility: AA1000 Prüfungsstandard (684 KB)
Allgemeine Informationen zur Arbeit von AccountAbility in englischer Sprache finden Sie auf dieser Internetseite: http://www.accountability.org/about-us/index.html.
Deloitte Ressourcen zu Nachhaltigkeit und Klimawandel
Deloitte unterhält eine englischsprachige Internetseite zu Nachhaltigkeit und Klimawandelfragen, die auch Ressourcen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, zur prüfungsnahen Beratung und zu Einhaltungsfragen beinhaltet. Branchenspezifische Einblicke und Materialien einzelner nationaler Firmen sind ebenfalls verfügbar. Zu den Deloitte Ressourcen zu Nachhaltigkeit und Klimawandel gelangen Sie hier.
Der IASB betreibt derzeit ein Projekt zu Emissionshandelsprogrammen.