Globale Finanzmarktkrise
Globale Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise
Seit dem Sommer 2007 haben sich anhäufende Verluste aus so genannten Subprime-Krediten an den US-amerikanischen Hypothekenmärkten weltweit Unruhen an den Finanzmärkten ausgelöst. Komplex strukturierte Wertpapiere generierten große Verluste. Finanzinstitute reduzierten die Fremdkapitalaufnahme und fragten vermehrt liquide Mittel nach. Viele Kreditmärkte wurden illiquide, und Kredite konnten nicht verlängert werden.
In weniger als einem Jahr wurden die Bilanzen der Finanzinstitute von Vermögenswerten, die erheblich an Wert einbüßten, und von der schwindenden Marktliquidität belastet. Die Marktteilnehmer halten sich beim Handel dieser Instrumente zurück und tragen so zur zunehmenden finanziellen und makroökonomischen Unsicherheit bei.
Um wieder Vertrauen in die Stabilität der Märkte und Finanzinstitutionen zu wecken, haben nationale Behörden außerordentliche Schritte unternommen, um die Anpassung zu erleichtern und die Auswirkungen auf die Realwirtschaft abzudämpfen. Dies beinhaltet monetäre und fiskalische Anreize, Zentralbankaktivitäten, eine Politik zur Liquiditätsförderung der Vermögensmärkte und Maßnahmen zur Lösung von Problemen einzelner Institute. Finanzinstitute haben Schritte eingeleitet, um Kapital- und Liquiditätsreserven wieder aufzubauen. Und sowohl nationale als auch internationale Organisationen haben Empfehlungen entwickelt und Materialien zur Verfügung gestellt, die dafür sorgen sollen, dass diese Situation nicht wieder vorkommt.
Im Verlauf der Jahre 2010-2011 veränderte sich die Krise in eine über die Staatsschulden einiger Länder. Dies führte zu einer Umschuldung der Anleihen einiger Länder und beschwor eine neue Runde an Bedenken über die Solvenz und die Rechnungslegungspraxis im Hinblick auf die Institute herauf, die Staatsanleihen halten. Sie nährte zudem Bedenken hinsichtlich der Bilanzierungspraxis, die von den Regierungen verwendet wurden.
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