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Schweden

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Hintergrundinformationen

Rahmen der Finanzberichterstattung in Schweden

Anwendung der IFRS in Europa seit 2005

Im Juli 2002 wurde in der Europäischen Union eine IAS-Verordnung verabschiedet, die europäischen Unternehmen, die an einer europäischen Börse notiert sind, (einschließlich Banken und Versicherungsunternehmen) vorschreibt, ab dem Geschäftsjahr 2005 ihre Konzernabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Die einzelnen Länder der EU haben folgende Möglichkeiten:

  • IFRS für nicht börsennotierte Unternehmen zu fordern oder zuzulassen,
  • IFRS im nicht konsolidierenden Abschluss eines Mutterunternehmens zu fordern oder zuzulassen,
  • Unternehmen, deren einzige börsennotierte Titel Schuldtitel sind, die Aufschiebung der Anwendung der IFRS bis zum Jahr 2007 zu gestatten, und
  • Unternehmen, die an außereuropäischen Börsen notiert sind und die derzeit ihre Abschlüsse nach nicht europäischen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellen (in den meisten Fällen wären dies US-GAAP), die Aufschiebung der Anwendung der IFRS bis zum Jahr 2007 zu gestatten.

Die IAS-Verordnung der EU gilt nicht nur für die 28 Länder der Europäischen Union sondern auch für drei Mitgliedsländer des Europäischen Wirtschaftsraumes, die nicht Mitglied der EU sind – Island, Liechtenstein und Norwegen.

Schweden ist Mitglied der Europäischen Union. Daher müssen alle Unternehmen in Schweden, die an einer europäischen Börse notiert sind, seit 2005 ihre Konzernabschlüsse nach IFRS erstellen. Im Juli 2014 hat die Europäische Kommission das Ergebnis einer vierten Studie (nach 2005, 2008 und 2010) über die Anwendung der vier oben genannten Optionen durch alle EU-Mitgliedstaaten mit Stand Dezember 2013 veröffentlicht. Eine Übersicht des Ergebnisses finden Sie hier.

Die Europäische Kommission hat die folgende Formulierung zur Nutzung in Anhang und Prüfungsbericht von gemäß EU-Verordnung Nr. 1606/2002 (der "IAS-Verordnung") nach IFRS bilanzierenden Unternehmen verabschiedet:

  • "in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind" oder
  • "in Übereinstimmung mit IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind" (empfohlene Fassung)

Unternehmen können auch in einer Fußnote auf "Übereinstimmung mit IFRS, wie vom IASB herausgegeben" hinweisen, wenn dies der Fall ist.

Im September 2011 haben die Dienststellen der EU-Kommission einen Bericht über die die Verwendung von Optionen innerhalb der Rechnungslegungsrichtlinien veröffentlicht. Dieser Bericht beinhaltet eine Aktualisierung, in welchem Umfang bestimmte, in den Rechnungslegungsrichtlinien enthaltene Optionen, in das Recht der Mitgliedsstaaten und der EWR-Staaten aufgenommen wurden. Zugang zum Bericht haben Sie auf der Internetseite der EU-Kommission (in englischer Sprache, 816 KB).

Bilanzierungsgesetzgebung in Schweden

Das Bilanzierungsrecht in Schweden bezieht sich auf die folgenden drei Hauptbestandteile: die verpflichtenden Bilanzierungsgesetze, das Gesetz über die Erstellung von Jahresabschlüssen von 1995 und das Buchführungsgesetz von 1999. Sowohl das Gesetz über die Erstellung von Jahresabschlüssen als auch das Buchführungsgesetz sind allgemeine Rahmenkonzepte, und beide beziehen sich auf "allgemein akzeptierte Rechnungslegungsgrundsätze".

Das Gesetz über die Erstellung von Jahresabschlüssen basiert auf der vierten, der siebten und der elften EG-Richtlinie. Kreditinstitute, Broker und Wertpapierhändler sowie Versicherungsgesellschaften unterliegen zwei gesonderten Bilanzierungsgesetzen.

Der schwedische Standardsetzer

Bokföringsnämnden (BFN), der schwedische Standardsetzungsrat, ist ein Regierungsorgan mit der Zielsetzung, in Schweden die Entwicklung allgemein akzeptierter Rechnungslegungsgrundsätze sowohl für die Buchführung als auch für die Abschlusserstellung zu fördern.

Der Rat gibt allgemeine Ratschläge und Informationsmaterialien zu Bilanzierungsfragen und -verfahrensweisen heraus. Finansinspektionen, die schwedische Finanzaufsicht, ist verantwortlich für die Herausgabe von Standards, die für Finanzunternehmen gelten.

 

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