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Rechnungslegungsstandards für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

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Während einer ganztätigen Sitzung diskutierte der Board einen überarbeiteten Entwurf eines Entwurfes (ED) für einen International Financial Reporting Standard für kleine und mittlere Unternehmen (IFRS for SMEs – IFRS für KMU).

Im Zuge der Durchsicht des überarbeiteten Entwurfs des Standardentwurfes berücksichtigte der Board Stellungnahmen von Mitarbeitern des IASB-Stabes, die das Ergebnis ihrer abschnittsweisen Durchsicht des vorherigen Entwurfes darstellten.

Zu der umfangreichen Palette an Entscheidungen des Boards zählten die folgenden:

Definition eines KMU. Im Rahmen der Definition eines KMU würde ein Unternehmen von wesentlicher wirtschaftlicher Bedeutung in seinem Ursprungsland nicht automatisch als öffentlich-rechnungslegungspflichtig angesehen werden. Jeder Rechtskreis sollte entscheiden.

Allgemeingültige Bewertungsgrundsätze. Der Entwurf des Standardentwurfes enthält einige allgemeingültige Grundsätze zum Ansatz von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen, die auf dem IASB-Rahmenkonzept basieren, und darüber hinaus einige speziell entwickelte allgemeingültige Bewertungsgrundsätze, die nicht im Rahmenkonzept enthalten sind. Der Board bat den Stab, die Bewertungsgrundsätze in Abstimmung mit einer kleinen Gruppe von Board-Mitgliedern umzuformulieren.

Aktualisierung des IFRS für KMU. Ungefähr alle zwei Jahre wird der Board einen Sammel-Standardentwurf mit vorgeschlagenen Änderungen am IFRS für KMU veröffentlichen, der auf neuen und geänderten IFRS basiert, die während dieser zwei Jahre verabschiedet wurden.

Abschnitte des Entwurfs des Standardentwurfes, für die grundlegende Umformulierungen notwendig sind. Der Entwurf enthält 40 thematische gegliederte Abschnitte. Aufgrund der Diskussionen im Board wird vermutlich nur bei den folgenden eine grundlegende Umformulierung notwendig sein:

Finanzinstrumente

Rückstellungen

Leistungen an Arbeitnehmer

Ertragsteuern

Unternehmenszusammenschlüsse.

Finanzinstrumente. Der Board diskutierte Vorschläge für eine Vereinfachung von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung für KMU auf drei wichtigen Gebieten:

Klassifizierung von Finanzinstrumenten. Der Standardentwurf würde zwei Kategorien von Finanzinstrumenten enthalten – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und Anschaffungskosten/fortgeführte Anschaffungskosten.

Ausbuchung. Der Entwurf des Standardentwurfes schreibt eine hohe Hürde für Ausbuchungen vor – nur wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen übertragen wurden. Der große Vorteil dieses Ausbuchungs-Erfordernisses liegt darin, dass ein KMU nicht auf die komplizierten Ausbuchungsvorschriften von IAS 39 zurückgreifen muss. Ein Manko läge darin, dass der KMU-Standard Verbriefungen nicht ausbuchen würde, während dies nach IAS 39 der Fall wäre.

Beschränkte Erleichterung vom Hedge Accounting mit Schwerpunkt auf den zwei Arten von Hedging, die ein KMU am wahrscheinlichsten durchführen würde.

Der Board brachte seine grundsätzliche Übereinstimmung mit den Vorschlägen zum Ausdruck und identifizierte mehrere Gebiete, für die eine Überarbeitung oder eine Erweiterung vonnöten ist.

Kapitalflussrechnung. Hinzufügen von Leitlinien zu Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Hinzufügen von Leitlinien dazu, wann Cashflows als netto dargestellt werden können. Berichterstattung über die gesamten bezahlten Steuern. Berichterstattung über die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente getrennt von operativen-, investitions- und finanzierungs-Aktivitäten. Hinzufügen von Leitlinien zur Berichterstattung über Cashflows aus Erwerben und Verkäufen von Tochterunternehmen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Wenn ein Unternehmen eine Bilanzierungs- und Bewertungsmethode für ein Ereignis oder eine Situation angewendet hat, für die der IFRS für KMU die Wahl einer Bilanzierungs- und Bewertungsmethode erlaubt, so ist die Berichterstattung über die gewählte Methode verpflichtend.

Aussage, dass unangemessene Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht durch Berichterstattung korrigiert werden.

Klarstellung, dass es unangebracht ist, unwesentliche Abweichungen vom IFRS für KMU zum Erreichen einer besonderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder der Cashflows durchzuführen oder diese unberichtigt zu lassen.

Erläuterung, dass eine Veränderung im Wertmaßstab eine Änderung einer Bilanzierungs- und Bewertungsmethode darstellt

Musterjahresabschlüsse. Michelle Fisher von Deloitte Hong Kong wurde die Erstellung der im Standardentwurf enthaltenen Musterjahresabschlüsse übertragen. Der Board begrüßte die Musterjahresabschlüsse. Der Board entschied, dass die Musterbilanz Vermögenswerte und Schulden in einer „kurzfristig gefolgt von langfristig‟-Abfolge zeigen sollte und nicht umgekehrt.

Einladung zu Stellungnahmen. Beifügen einer Frage zur Angemessenheit der Leitlinien und welche besonderen Gebiete zusätzliche Leitlinien benötigen.

Konsolidierung. Der Board kam zu dem Schluss, dass die Standards zur Konsolidierung im IFRS für KMU enthalten und nicht nur per Querverweis auf IAS 27 Konzern- und separate Abschlüsse eingefügt werden sollten. Ein Mitglied des Boards wird mit dem Stab zwecks Entwicklung einer gekürzten Fassung der Leitlinien zur Konsolidierung in IAS 27 zusammenarbeiten.

Unternehmenszusammenschlüsse. Einzelheiten zur Erwerbsmethode sollten eher im IFRS für KMU enthalten sein, anstatt dass sie per Querverweis auf IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse adressiert werden. Hinzufügen von Leitlinien zu umgekehrten Übernahmen und Transaktionen unter „gemeinsamer Beherrschung‟ (Common Control). Einfügen einer Definition von Minderheitenanteilen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand. Der Abschnitt zu Zuwendungen der öffentlichen Hand sollte die Grundsätze aus IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand widerspiegeln. Zuwendungen in Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sollten im Abschnitt zu Landwirtschaft behandelt werden.

Leasingverhältnisse. Die Diskussion zur Bilanzierung beim Leasinggeber für Finanzierungsleasingverträge sollte gestrichen und durch einen Querverweis auf IAS 17 Leasingverhältnisse ersetzt werden.

Landwirtschaft. Die Umstände, unter denen ein KMU auf das Anschaffungskostenmodell zurückfallen würde, sollten weniger restriktiv als die gegenwärtig in IAS 41 enthaltenen sein. Grundsätzlich sollte für ein KMU gelten, dass wenn der beizulegenden Zeitwert nicht leicht zu bestimmen ist, dann dem Anschaffungskostenmodell gefolgt werden sollte.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte außer dem Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill). Das Aufwandsmodell (erfolgwirksame Erfassung von Kosten als Aufwand bei Anfall) wird im IFRS für KMU enthalten sein. Ein KMU, das gerne das Aktivierungsmodell anwenden würde (so wie in IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte enthalten) würde zwecks Leitlinien quer auf IAS 38 verwiesen.

Wertminderung von Vermögenswerten. Der Abschnitt zu Wertminderungen sollte mit Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten benannt werden.

Leistungen an Arbeitnehmer. Da viele KMU Leistungen aus freiwilligen oder öffentlich-verpflichtenden Programmen zur Verfügung stellen, die mit leistungsorientierten Plänen vergleichbar sind, sollten Leitlinien zur Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen eher im IFRS für KMU enthalten sein, als per Querverweis auf IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer.

Zwischenberichterstattung. Wenn ein Unternehmen nicht regelmäßig Zwischenabschlüsse erstellt, jedoch in Einzelfällen dazu verpflichtet ist (gegebenenfalls in Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss), sollte ihm erlaubt werden, seinen vorherigen Jahresabschluss als Vergleichsabschluss heranzuziehen, wenn die Erstellung eines Abschlusses für die Vergleichs-Zwischenperiode nicht durchführbar ist.

Vorräte. Klarstellung, dass Fremdkapitalkosten unter bestimmten Umständen Teil der Anschaffungskosten der Vorräte sein können, wenn das Unternehmen das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalkosten wählt.

Eröffnungsbilanz. Eine Bilanz zu Beginn der Periode wird nicht als Bestandteil eines vollständigen Jahresabschlusses eines KMU gefordert werden.

Der Board strich die folgenden Angaben:

Dividenden pro Aktie

Betrag der Gewinnrücklagen, der rechtlich zur Ausschüttung an die Anteilseigner zur Verfügung steht.

Die Ziele, Vorgehensweisen und Prozesse eines Unternehmens zur Steuerung des Kapitals.

Angaben über Änderungen am IFRS für KMU, die nicht verfrüht angewendet wurden.

Forderungen aus dem Verkauf des eigenen Eigenkapitals eines Unternehmens. Klarstellung, dass diese wie ein Abzug im Eigenkapitalbereich der Bilanz gezeigt werden sollten, und nicht wie ein Vermögenswert.

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