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Forschungsprojekt zu Rohstoffindustrien – Lehreinheit – Definition von Reserven und Ressourcen

Date recorded:

Neben dem IASB waren Mitglieder von der Forschungsgruppe zu Rohstoffindustrien des IASB anwesend sowie Mitarbeiter des Stabs des Leiters Rechnungslegung der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (SEC).

Die Sitzung gab dem Board Gelegenheit, sich über Entwicklungen in den Vereinigten Staaten in Bezug auf die Definition von Öl- und Gasreserven und die entsprechenden Angabeerfordernisse. Insbesondere stellte der Stab den Inhalt des kürzlich veröffentlichten Konzeptentwurfs zur möglichen Überarbeitung der Angabeerfordernisse bezüglich der Öl- und Gasreserven (Concept Release on Possible Revisions to the Disclosure Requirements Relating to Oil and Gas Reserves, in englischer Sprache, 371 KB) vor. Der Konzeptentwurf war veröffentlicht worden, um das allgemeine Interesse an einer Überarbeitung der derzeitigen Angabeerfordernisse hinsichtlich Öl- und Gasreserven zu eruieren, die aus der Zeit zwischen 1978 und 1982 stammen. Insbesondere war sich die SEC der Bedenken bewusst, dass ihre Vorschriften nicht an die derzeitige Praxis angepasst worden war und dass daher Anlegern vielleicht nicht das hilfreichste Bild der Öl- und Gasreserven geliefert würde. Dieser Sachverhalt ist von Bedeutung für das Forschungsprojekt zu Rohstoffindustrien des IASB, weil die Definition von Reserven und Ressourcen ein zentraler Sachverhalt in dem IASB-Projekt ist. Die Sitzung galt der Informationsvermittlung, und es wurden keine Entscheidungen getroffen.

Unter Verweis auf die üblichen Vorbehaltsklauseln der SEC hielt der Stab fest, dass seine vorläufige Analyse ergeben habe, dass die eingegangenen Stellungnahmen im Großen und Ganzen in drei Gruppen fallen:

diejenigen, die der Meinung Ausdruck verliehen, dass die derzeitigen Anforderungen einen gewünschten Standardisierungsgrad mit sich brächten und nicht großartig geändert werden müssten;

diejenigen, in denen eine umfassendere Änderung gefordert wurde, etwa Übernahme des von der Gesellschaft der Erdölingenieure (The Society of Petroleum Engineers, SPE) entwickelten Ansatzes zur Reservenevaluation, insbesondere das System zur Verwaltung von Erdölressourcen (Petroleum Resource Management System, PRMS) der SPE; und

diejenigen, in denen ein Mittelweg gefordert wurde.

Strittige Themen waren die Klassifizierung und die Angabe von Reserven, die Frage, ob die Angabe von Reserven, die keinen „nachgewiesenen Reserven" sind, gestattet sein solle, Bepreisung und Sachverhalte in Bezug auf „ungewöhnlicher" Reserven (beispielsweise Teersand oder Ölschiefer).

Der Stab der SEC wies darauf hin, dass die Analyse der Stellungnahmen noch nicht abgeschlossen sei und dass die SEC bis jetzt noch nicht entschieden habe, ob irgendwelche Regeln erlassen werden sollten.

Ein Boardmitglied fragte den Stab der SEC, was mit der ersten Frage des Konzeptentwurfs gemeint sei, in der gefragt wurde, ob die SEC eine „prinzipienbasierte Regel" entwickeln solle? Der Stab gab Auskunft, dass die SEC versuche, einen Weg zu finden, die Registranten dazu zu bringen, „in gutem Glauben das Richtige zu tun". Das Boardmitglied zeigte sich erleichtert, dass die SEC offensichtlich „auch nicht besser als man selbst wisse, was ,prinzipienbasiert' bedeute".

Ein anderes Boardmitglied fragte, ob die SEC erwogen habe, ob eine Regel, die sie herausgebe, insbesondere hinsichtlich ungewöhnlicher mineralischer Ressourcen und deren Ausbeutung, auch zu einem Standard für Bergbaugesellschaften werden würde oder ob Bergbaugesellschaften weiterhin mehr Freiraum bezüglich der Angaben zu Reserven haben würden. Der Stab gestand ein, dass dieser Sachverhalt überdenkenswert sei, aber hatte keine Antwort parat (ebenso wenig wie der IASB, wie das Boardmitglied feststellte).

In Bezug auf die Bepreisung von Reserven wies dasselbe Boardmitglied darauf hin, dass die derzeitigen Regelungen der SEC einen Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate vorschreiben, während Öl zukunftsorientiert bepreist wird. Das Boardmitglied zeigte sich besorgt, dass die SEC weiterhin auf historischen Informationen bestehen könne, während die meisten Marktteilnehmer an zukunftsorientierten Informationen interessiert seien.

Da Stab gestand ein, dass es einen Kompromiss geben müsse zwischen der Stetigkeit, die man mit Hilfe der historischen Informationen erreiche, und der Entscheidungsnützlichkeit für die Vorhersage zukünftiger Kapitalflüsse, die man mit zukunftsorientierter Bepreisung erreichen könne. Dies sei ein Sachverhalt, den die SEC zu entscheiden habe.

Der Koordinator der Forschungsgruppe hielt fest, dass von den 80 Stellungnahmen, die bei der SEC eingegangen seien, 12 von Unternehmen stammten, die im Beratungsgruppe des IASB vertreten seien, und dass zwei weitere bei der Entwicklung von Stellungnahmen beteiligt gewesen seien, die von Berufsvereinigungen eingereicht wurden.

Freitag, 14. März 2008 (nur vormittags)

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