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Versicherungsverträge – Lehreinheit

Date recorded:

Hans van der Veen (aus der Wirtschaft an den IASB ausgeliehen) veranstaltete gemeinsam mit Peter Clark eine Lehreinheit, in der eine Liste von Bewertungsattributen vorgestellt wurden, die vom Stab als mögliche Kandidaten für die Auswahl von Versicherungsverträgen identifiziert worden waren. Der Zweck dieser Sitzung lag darin, die Kandidaten zu erkennen, zu denen der Board weitere Informationen benötigt oder braucht.

Agendapapier 3: Überblick

Bewertungsattribute, die in den Stellungnahmen zum Diskussionspapier des IASB vorgeschlagen worden sind

Ein Boardmitglied äußerte Bedenken hinsichtlich der derzeitigen Auffassung des Boards in Bezug auf die Erlöserfassung bei Versicherungsverträgen. Insbesondere galten die Bedenken der Frage, wie man das Konzept der Erfüllungspflicht formuliere. Der Stab stimmte zu, dass man diesem Punkt noch mehr Aufmerksamkeit widmen müsse. Insbesondere gelte dies für Situationen, in denen Ansprüche mehrere Monate nach einem Jahresvertrag geltend gemacht würden. In vielen Fällen würde die Erfüllung einer Pflicht als separater Sachverhalt von der Erlöserfassung behandelt.

Ein Boardmitglied bat um Klarstellung, bis zu welchem Grad das Modell der noch nicht verdienten Prämien mit dem Modell der Kundengegenleistung übereinstimme, das im rahmen des Projekts zu Erlöserfassung entwickelt werde. Insbesondere wollte dieses Mitglied wissen, ob das Kundenverhalten berücksichtigt werde. Der Stab gestand ein, dass im Modell der noch nicht verdienten Prämien das Augenmerk auf die Schuld aus den noch nicht verdienten Prämien gelegt werde und in Bezug auf die Erlöserfassung keine Aussagen gemacht würden. Dies müsse klargestellt werden.

Ein anderes Boardmitglied äußerte Bedenken über das derzeitige Preisfestlegungs- bzw. Zugangspreismodell. Der Stab gab an, dass es unter den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zu Versicherungen keine Unterstützung für diesen Ansatz gebe und er deshalb nicht beabsichtige, diesen Ansatz weiterzuentwickeln.

Merkmale eines Bewertungsattributs und Bausteine

Ein Boardmitglied bat um weitere Erläuterungen zu dem Kommentar in Absatz 6(c), in dem es heißt, dass in manchen Stellungnahmen zu dem Diskussionspapier argumentiert werde, "dass die Risikomarge die Kosten für die Risikoübernahme widerspiegeln solle aber keine weiteren Kosten beinhalten solle, die das Unternehmen oder ein Marktteilnehmer für das Übernehmen des Risikos fordern würde". Der Stab gab zu, dass ihnen im Moment nicht klar sei, was der Unterschied sei, aber wies darauf hin, dass in einigen Stellungnahmen zum Ausdruck gebracht worden sei, dass zwischen den beiden ein Unterschied bestehe, während in anderen Stellungnahmen deutlich gemacht würde, dass kein Unterschied bestehe. Ein Boardmitglied wies darauf hin, dass in einigen Stellungnahmen die beiden Konzepte als der Unterschied zwischen dem Abgangspreismodell und dem Erfüllungsmodell angesehen würden.

In Bezug auf die Frage der "Kosten" der Risikoübernahme erinnerte ein Boardmitglied den Board und den Stab daran, dass die Definition von "Kosten" in den IFRS laute "der Barmittelbetrag oder der beizulegenden Zeitwert anderer hingegebener Gegenleistungen". Nach seiner Ansicht bedeute dies, dass der Abgangspreis und der Erfüllungswert bei Vertragsbeginn gleich sein sollten.

Agendapapiere 3B und 3C: Kandidaten für Bewertungsansätze

Der Stab wies darauf hin, dass die im Agendapapier genannten Ansätze nicht in wertender Reihenfolge aufgeführt seien. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass der Stab die Zielsetzung der Marge(n), die zu jedem der Kandidaten gehörten, erörtern werde, nicht jedoch im Detail, wie diese Margen geschätzt werden sollten. Schließlich würden einige allgemeine Fragen, die alle Ansätze betreffen, nicht erörtert werden, dies gelte auch für das Verhalten der Versicherungsnehmer und Versicherungsnehmerbeteiligung, die Auswirkungen der Streuung von Risikomargen, die Merkmale des Abzinsungssatzes in Bezug auf die Charakteristika der Zahlungsströme der Versicherungsschuld und bestimmte Fragen der Darstellung im Abschluss.

Die Kandidaten fielen in drei Kategorien:

  • Das Modell des gegenwärtigen Abgangspreises wie im Diskussionspapier vorgeschlagen,
  • drei Varianten des "gegenwärtigen Erfüllungsmodells" und
  • ein Modell noch nicht verdienter Prämien für die Schuld aus noch nicht gestellten Ansprüchen aus Verträgen mit kurzer Laufzeit.

Ein Boardmitglied hinterfragte die vorgestellten "gegenwärtigen Erfüllungsmodelle", da sie nicht im Einklang mit dem Modell der Kundengegenleistung ständen, das derzeit im Projekt zu Erlöserfassung entwickelt werde. Er sah keinen Grund dafür, warum Erlöse aus Versicherungsverträgen nach anderen Grundlegenden Prinzipien erfasst werden sollten. Darüber hinaus stimme das Modell der gegenwärtigen Erfüllung nicht mit den Prinzipien überein, die vom Board im Rahmen des Projekts zu IAS 37 entwickelt würden. Ein anderes Boardmitglied unterstütze diese Einwände. Der Stab wies darauf hin, das dieser Punkt an späterer Stelle erörtert werde (Absatz 37). Das erste Boardmitglied wiederholte seinen Punkt, dass das Modell der gegenwärtigen Abgangspreise der einzige Ansatz sei, der im Einklang mit den Ansätzen des Boards aus den Projekten zur Erlöserfassung und zu IAS 37 stehe. Der Stab stimmte dem zu aber wies darauf hin, dass andere mögliche Ansätze in verschiedenen Stellungnahmen vorgeschlagen worden seien. Es sei ein notwendiger Schritt in den Erwägungen des Boards bei der Entwicklung eines Entwurfs, diese Vorschläge zu erörtern.

Einige Boardmitglieder wiesen darauf hin, dass die dargestellten gegenwärtigen Erfüllungsmodelle alle zu einem gewissen Maß auf unternehmensspezifischen Kapitalströmen beruhten und nicht auf Kapitalströmen, die für alle Marktteilnehmer so auftreten würden. Viele Boardmitglieder fanden die Vorstellung unbehaglich, unternehmensspezifische Kapitalströme zu verwenden, da nicht exakt eingeschätzt werden könne, was diese Kapitalströme beinhalten würden. Andere gaben an, dass ihnen aus den Zusammenfassungen der dargestellten gegenwärtigen Erfüllungsmodelle keinerlei Erkenntnisse entständen wären.

In Beantwortung einer Frage des Stabs forderten die Boardmitglieder mehr Informationen vom Stab. Insbesondere wurde gewünscht, dass der Stab die Übereinstimmung (oder mangelnde Übereinstimmung) mit dem Rahmenkonzept, bestehenden IFRS und anderen Projekten prüfen solle. Einige Boardmitglieder wiesen außerdem darauf hin, dass in den vom Stab durchgeführten Überprüfungen untersucht werden solle, was passieren könne, wenn die erhaltenen Prämie als Hinterlegung behandelt werde und nicht als Erlös.

Agendapapier 3D wurde nicht erörtert.

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