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Konsolidierung

Date recorded:

Die Aktivitäten des Unternehmens

Der Stab erinnerte den Board daran, dass im Entwurf ED 10 die folgende Definition von Beherrschung vorgeschlagen würde:

Eine Berichtseinheit beherrscht ein anderes Unternehmen, wenn die Berichtseinheit die Macht hat, die Aktivitäten dieses anderen Unternehmens zu bestimmen, um Rendite für die Berichtseinheit zu generieren.

Der Board erörterte eine Empfehlung des Stabs, dass in dem IFRS deutlich gemacht werden sollte, dass die "Tätigkeiten des Unternehmens" in der Definition von Beherrschung sich auf solche Tätigkeiten eines Unternehmens beziehen, die die Rendite bedeutend beeinflussen.

Verschiedene Boardmitglieder äußerten Bedenken hinsichtlich dieser Klarstellung: Einige hielten sie für zu einschränkend, und einige waren der Meinung, dass sie normale Verbriefungsstrukturen nicht abdecken würde. Ein Boardmitglied hielt fest, dass der Board (und der Stab) oft schizophren seien, wenn der Begriff "Macht" verwendet würde: Auf Unternehmensebene wäre die Rendite für das Unternehmen bestimmt; wenn wenn das Kriterium angelegt würde, wem der Nutzen zufließe, wenn die Frage geprüft wird, ob das Unternehmen zu konsolidieren ist, dann würde die Rendite dem Eigner zufließen, nicht dem Unternehmen.

Das Boardmitglied stimmte zu, dass, wenn ein Mutternehmen sowohl Macht als auch Nutzen besäße, die Konsolidierung des Unternehmens erforderlich wäre. Darüber hinaus wiesen andere Boardmitglieder darauf hin, dass Synergien ein Hinweis auf Beherrschung seien - ein Unternehmen könne keine Synergien nutzen ohne über Beherrschung über das andere Unternehmen zu verfügen -, aber diese würden entstehen, nachdem die Beherrschung übernommen worden sei und müssten daher nicht notwendigerweise gegenwärtig vorliegen.

Ein anderes Boardmitglied hinterfragte die eigentliche Definition und drängte, dass das wohl etablierte Konzept der Macht, die strategische Finanzierungs- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, nicht verloren gehen dürfe.

Der Board nahm die Empfehlung des Stabs ohne Abstimmung an.

Rendite für die Berichtseinheit

Der Board stimmte der Empfehlung des Stabs zu, dass die Definition und Beschreibung von "Rendite" in einer Art beibehalten werden solle, die der im Entwurf ED 10 ähnelt. Der Board würde allerdings klarstellen, welche Renditen relevant seien, wenn die Beherrschung eingeschätzt wird.

Der Stab empfahl, dass im endgültigen Standard auch folgendes klargestellt werden sollte:

(a) Um ein anderes Unternehmen zu beherrschen, muss eine Berichtseinheit der Veränderlichkeit der Rendite aus seiner Beteiligung am Unternehmen ausgesetzt sein. Ohne Aussetzung der Veränderlichkeit ist die Berichtseinheit nicht in der Lage Nutzen aus irgendwelchen Machtpositionen zu ziehen, die es vielleicht hat.

(b) In der Vergangenheit erhaltene Renditen sind bei der Einschätzung von Beherrschung nicht relevant. Wenn eine Berichtseinheit der Veränderlichkeit der Renditen in Zukunft ausgesetzt ist, ist es nicht in der Lage Nutzen aus irgendwelchen Machtpositionen zu ziehen, die es vielleicht hat. In solchen Situationen nutzt die Berichtseinheit alle Macht, die es vielleicht hat, nur für den Nutzen anderer und würde daher als Agent handeln.

(c) Renditen können vollständig positiv, vollständig negativ oder entweder positiv oder negativ sein. Daher beherrscht eine Berichtseinheit ein anderes Unternehmen, wenn sie die Macht hat, die Aktivitäten dieses Unternehmens zu bestimmen, und eine der folgenden Möglichkeiten besteht:

(i) Die künftigen Renditen der Berichtseinheit aus seiner Beteiligung können stets nur positiv sein (beispielsweise der Besitzer eines Nutzungsrechts am Unternehmen, der eine Versicherung eingegangen ist, um mögliche Verluste aufzufangen).

(ii) Die künftigen Renditen der Berichtseinheit aus seiner Beteiligung können stets nur negativ sein (beispielsweise eine Berichtseinheit, die Nutzungsrechteignern eine Garantie für ausfallende Vermögenswerte gewährt).

(iii) Die künftigen Renditen der Berichtseinheit aus seiner Beteiligung können positiv oder negativ sein (beispielsweise ein Eigenkapitalanteilseigner eines Unternehmens).

Ein Boardmitglied äußerte Bedenken hinsichtlich der Verwendung von "Veränderlichkeit der Renditen" und die Möglichkeiten für Fonds mit Defeasance-Struktur und ähnlichen Gebilden, die diese nutzen könnten, um wieder bestimmte Posten als bilanzunwirksam zu behandeln. Der Stab gestand diese Schwierigkeit ein, aber gab an, zu versuchen, die Leitlinien nicht zu definitiv zu gestalten.

Macht, zu bestimmen

Der Board erörterte eine Empfehlung des Stabs, dass im Standard "Macht" wie folgt charakterisiert werden solle:

Macht bezieht sich auf die gegenwärtige Möglichkeit des Unternehmens, seinen Willen in Bezug auf die Bestimmung der Aktivitäten auf eine Art und Weise durchzusetzen, die bedeutenden Einfluss auf die Renditen hat. Eine Berichtseinheit hat diese gegenwärtige Möglichkeit, wenn es einen Mechanismus gibt, der sicherstellt, dass die Berichtseinheit reale Entscheidungsrechte besitzt, aus denen sich ergibt, dass sie ihren Willen in der Bestimmung der Aktivitäten durchsetzen kann, und der greift, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen oder wenn die Berichtseinheit möchte, dass Entscheidungen getroffen werden.

Macht muss nicht ausgeübt werden.

Macht muss nicht absolut sein.

Macht wird auf der Grundlage gegenwärtiger Tatsachen und Umstände festgestellt.

Ein Boardmitglied wies darauf hin, dass die "gegenwärtige Möglichkeit" zum strittigen Punkt werden würde und dass die vom Stab vorgeschlagene Formulierung die bestehenden Spannungen nicht lösen würde. Der Stab gab zur Antwort, dass viele der Streitfragen die Auswirkungen von Optionen beträfen, und das sei ein Sachverhalt, der später adressiert würde.

Der Board widersprach dieser Klarstellung nicht aber wartet auf die demnächst stattfindende Erörterung von Optionen.

Rechte der Berichtseinheit

Der Board erörterte die folgenden Fragen:

Sollen zusätzliche Leitlinien zu Gewinnbeteiligungsrechten in folgender Form hinzugefügt werden?

Gewinnbeteiligungsrechte sind Rechte, die, wenn sie von einer Partei gehalten werden, ausreichend sind, um der Partei die Möglichkeit zu geben, ihren Willen in Bezug auf die Bestimmung der Aktivitäten eines Unternehmens, die bedeutenden Einfluss auf die Rendite haben, durchzusetzen. Wenn ihre Ausübung eine Zustimmung von mehr als einer Partei bedarf, hindern Gewinnbeteiligungsrechte andere Parteien an der Beherrschung des Unternehmens, auf das sie sich beziehen.

Gewinnbeteiligungsrechte müssen materiell sein.

Rechte, die nur ausübbar sind, wenn festgelegte Umstände auftreten oder Ereignisse eintreten, sind unter einigen Umständen Gewinnbeteiligungsrechte und unter anderen Schutzrechte.

Sollen die Leitlinien zu Schutzrechten aus B1 und B2 im Entwurf ED 10 aufgenommen werden?

Ein Boardmitglied war der Meinung, dass sich die Diskussion zu sehr um Rechte drehe und die Pflichten vernachlässige - wenn ein Unternehmen Rechte hat, dass muss es Pflichten gegenüber einem anderen Unternehmen haben.

Darüber hinaus äußerten die Boardmitglieder Bedenken, dass ein Teil der Erörterung in Bezug auf die Durchsetzbarkeit der Ausübung der Rechte eines Unternehmens, Beherrschung über ein anderes auszuüben, bedeutende unbeabsichtigte Auswirkungen für Unternehmen im VErwaltungs-/Insolvenzschutz haben könnte, und baten den Stab, dies weiter zu untersuchen.

Vorbehaltlich anderer kleinerer Änderungen stimmte man den Empfehlungen des Stabs zu.

Geteilte Macht

Der Stab stellte dieser Diskussion voran, dass er nicht beabsichtige, die Definition von "gemeinschaftlicher Beherrschung" zu ändern. Diese Diskussion gelte vielmehr Situationen, in denen mehrere Parteien die Entscheidungsautorität über die Tätigkeiten des Unternehmens besäßen. Insbesondere gehe es in der Diskussion um Situationen in denen Unternehmen die Einzel- und einseitige Macht über ein Bündel von Aktivitäten verfügten (manchmal "Silos" genannt).

Der Board stimmte der Empfehlung des Stabs zu, dass, wenn zwei oder mehr Parteien die Einzelentscheidungsmacht über die Aktivitäten eines Unternehmens haben, die Partei, die die Möglichkeit hat, die Aktivitäten zu bestimmen, die die bedeutendsten Auswirkungen auf die Rendite hat, den Machtaspekt der Definition von Beherrschung erfüllt.

Dabei drückten mehrere Boardmitglieder schwere Bedenken hinsichtlich der Art aus, wie die Erörterung von geteilter Macht (im Konsolidierungs-IFRS) und gemeinschaftlicher Beherrschung (im IFRS zu Geschäftsvorfällen unter gemeinsamer Kontrolle) erläutert und unterschieden würden, wenn man bedenke, dass die Veröffentlichungsdaten der beiden IFRS von einander abwichen und dass der erstveröffentlichte Standard nicht auf Schlussfolgerungen verweisen könne, die in einem IFRS enthalten seien, über den noch nicht abgestimmt sei: er könne nur auf bestehende Standards verweisen. Der Stab erkannte an, dass die beiden Standards nicht für eine zeitgleiche Veröffentlichung vorgesehen seien, und nahm die Bedenken zu Kenntnis.

Einbindung in die Entwicklung eines strukturierten Unternehmens

Der Board erörterte eine Empfehlung des Stabs, dass in dem IFRS klargestellt werden solle, dass das Verständnis des Zwecks und der Anlage eines Unternehmens ein wichtiger zu beachtender Faktor sei, wenn man die Beherrschung dieses Unternehmens einschätze, und dass die Einbindung in die Entwicklung eines Unternehmens nicht per se ausreicht, um zu dem Schluss zu kommen, dass die Berichtseinheit das Unternehmen beherrsche. Die vom Stab beabsichtige Aussage war, dass die Einbindung in die Entwicklung eines strukturierten Unternehmens ein Hinweis auf Beherrschung sei aber diese nicht bestimme.

Die Boardmitglieder zeigten sich nicht überzeugt vom Entwurf der Empfehlung. Die Kontrolle der Chancen und Risiken sei oft die wichtigere vorzunehmende Einschätzung. Es sei notwendig, den Zweck des Unternehmens zu verstehen und zu wissen, wer die Verfahrensweisen kontrolliere.

Der Board kam überein, dass bei der Einschätzung der Beherrschung eines Unternehmens, einschließlich eines strukturierten Unternehmens, ein volles Verständnis der relevanten Tatsachen und Umstände notwendig sei. Dies könne beinhalten, wer die Struktur entwickelt habe und warum, die Quelle der Vermögenswerte und die Finanzierung und auch, wer die Geschäftspolitik kontrolliere und welches Unternehmen über die Chancen und Risiken verfüge.

Der Stab erklärte sich bereit, seine Vorschläge zu überarbeiten und auf einer späteren Boardsitzung noch einmal vorzustellen.

Fortwährende Einschätzung der Beherrschung

Ohne große Diskussion bestätigte der Board, dass eine Berichtseinheit Beherrschung fortwährend einzuschätzen hat und dass in dem IFRS die Anwendung dieser Vorschrift verdeutlicht werden soll.

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