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Leasingverhältnisse (Fortsetzung vom Vortag)

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Bilanzierung durch den Leasinggeber: Wertminderung von Vermögenswerten

Die Boards wurden gefragt, wie Wertminderungen auf Seiten des Leasinggebers nach dem Erfüllungspflichtenmodell adressiert werden soll, wo der Leasinggeber zwei Vermögenswerte hat - den zugrundeliegenden Leasinggegenstand und die Leasingforderung. Bei ihren Erörterungen erwogen die Boards zwei Ansätze, die vom Stab vorgeschlagen worden waren:

A: Zusammenfassung des zugrundeliegenden Vermögenswerts und der Erfüllungspflicht als eine einzige Buchungseinheit, um die Wertminderung nach IAS 36 zu beurteilen; die Forderung wird im Hinblick auf Wertminderung nach IAS 39 beurteilt.

B: Zusammenfassung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, der Leasingforderung und der Erfüllungspflicht als eine einzige Buchungseinheit, um die Wertminderung nach IAS 36 zu beurteilen.

Die Boardmitglieder drückten gemischte Unterstützung für die Ansätze A und B aus; ein paar Boardmitglieder sagten sogar aus, dass sie keinen der beiden Ansätze sonderlich bevorzugen würden. Diejenigen Boardmitglieder, die Ansatz A unterstützten, waren der Meinung, dass der zugrundeliegende Vermögenswert und die Leasingforderung getrennte Vermögenswerte mit deutlich unterschiedlichen Merkmalen seien und daher separat beurteilt werden müssten.

Diejenigen Boardmitglieder, die Ansatz B unterstützten, waren der Ansicht, dass bei Eintritt in den Leasingvertrag der zugrundeliegenden Vermögenswert durch die Erfüllungspflicht verändert wird und ein Teil des wirtschaftlichen Nutzens des zugrundeliegenden Vermögenswert sei in der Bewertung der Leasingforderung enthalten. Nach Meinung dieser Boardmitglieder ist dies die reinste Form der Zahlungsmittel generierenden Einheit wie in IAS 36 definiert und sollte deshalb auf dieser Ebene auf Wertminderung überprüft werden.

Einige Boardmitglieder fragten, warum die Erfüllungspflichten in Ansatz A mit dem zugrundeliegenden Vermögenswert verrechnet werden. Nach den Bedingungen des Erfüllungspflichtenmodells entsteht die Erfüllungspflicht als Ergebnis der Leasingforderung, und wenn die Leasingforderung beispielsweise als Ergebnis eines Ausfalls des Leasingnehmers nicht länger besteht, hat der Leasinggeber keine Erfüllungspflicht mehr und greift auf den zugrundeliegenden Vermögenswert zurück. Einige Boardmitglieder betrachten dies als wirtschaftlich einem gesicherten Kredit entsprechend und sehen keinen Grund dafür, Wertminderung in diesem Fall anders als bei gesicherten Krediten zu behandeln.

Ein Boardmitglied merkte an, dass die vorgeschlagenen Ansätze die Schwächen und Probleme des Erfüllungspflichtenmodells hervorheben würden, und sah die Ansätze als zu stark vereinfachend an. Dieses Boardmitglied sprach sich für einen Ansatz aus, wo zuerst die Leasingforderung auf Wertminderung überprüft wird, und wenn dies der Fall ist, werden die Rechte und Pflichten des Leasinggebers in Bezug auf Einbringung der Forderung oder Verwertung des zugrundeliegenden Vermögenswerts überprüft. Da verschiedene andere Boardmitglieder diesen Ansatz auch den beiden vorgestellten vorzogen, wurde der Stab angewiesen, einen alternativen Ansatz weiter auszuarbeiten und mit Hilfe einiger FASB- Mitglieder ein Flussdiagramm zu entwickeln, um die inneren Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Komponenten für eine Erörterung auf einer künftigen Sitzung zu untersuchen.

Langfristige Leasingverhältnisse über Grund und Boden

Auf der gemeinsamen Sitzung im Februar war der Stab angewiesen worden, Kriterien zu entwickeln, mit denen sehr langfristige Leasingverhältnisse über Grund und Boden aus den vorgeschlagenen neuen Leasingvorschriften ausgeschlossen werden können. Der Stab erläuterte, dass sie um Meinungen von Anwendern gebeten hätten und nicht der Meinung seien, dass eine Ausnahme für sehr langfristige Leasingverhältnisse über Grund und Boden eingerichtet werden sollte, da bereits Kriterien entwickelt worden seinen, um den direkten Verkauf oder Kauf eines Vermögenswerts von einem Leasingverhältnis zu unterscheiden. Wenn die Kriterien für einen direkten Verkauf oder Kauf eines Vermögenswerts nicht erfüllt seien, gäbe es konzeptionell keine Grundlage, um diese Leasingverhältnisse von anderen Leasingverhältnissen zu unterscheiden.

Die Boards unterstützten den Vorschlag des Stabs, sehr langfristige Leasingverhältnisse über Grund und Boden nicht von den Vorschriften der Leasingbilanzierung auszunehmen. Ein Boardmitglied fragte allerdings, ob ein Leasinggeber zu Vertragsbeginn eine Erfüllungspflicht ansetzen würde, wenn er sich beispielsweise bereit erklärt habe, für eine gewisse Zeit Grundsteuern zu zahlen. Die Boards erörterten die Frage, ob es als eine Erfüllungspflicht oder als periodischer Aufwand qualifiziert, die nach IAS 37 anzusetzen ist. Es wurde vereinbart, diese Frage außerhalb der Sitzung zu erörtern; der Stab wurde jedoch gebeten, diesen Sachverhalt mit der früheren Frage zu verknüpfen, was die Erfüllungspflicht des Leasinggebers ist und ob es möglich ist, mehr als eine Erfüllungspflicht zu haben.

Bilanzierung von Kaufoptionen durch den Leasinggeber

Vor dem Hintergrund der vorläufigen Entscheidungen der Boards hinsichtlich der Bilanzierung für Leasingnehmer - dass Kaufoptionen in der gleichen Art und Weise bilanziert werden sollen wie Optionen, das Leasingverhältnis zu verlängern oder zu beenden - erörterten die Boards wie Leasinggeber Kaufoptionen bilanzieren sollen. Der Stab erläuterte dass trotz der Tatsache, dass die Boards vorläufig entschieden hätten, dass die Bilanzierung bei Leasinggeber und Leasingnehmer symmetrisch sein soll, es Unterschiede in der Bewertung geben könne. Der Stab empfahl jedoch, dass Leasinggeber auf die gleiche Art bilanzieren sollten wie Verlängerungs- oder Beendigungsoptionen.

Einige Boardmitglieder fragten, wie Gewinne und Verluste aus Kaufoptionen behandelt werden, da es nach dem Erfüllungspflichtenmodell möglich ist, einen Gewinn aus der Kaufoption anzusetzen, bevor die Option ausgeübt wird. Diese Boardmitglieder waren dafür, einen Teil der Erfüllungspflicht der Kaufoption zuzuweisen, bis die Option ausgeübt wird.

Nach kurzer Diskussion darüber, ob es einen Unterschied zwischen dem gebe, was vorläufig vereinbart worden sei in Bezug auf Bilanzierung durch den Leasingnehmer und was vorgeschlagen worden sei in Bezug auf die Bilanzierung durch den Leasinggeber, unterstützte die Mehrheit der Boardmitglieder den Vorschlag des Stabs aber machten ihre Unterstützung davon abhängig, dass es eine Verknüpfung geben müsse damit, wie die Erfüllungspflicht erfüllt wird.

Informationen zu den gesamt in bar geleisteten Leasingzahlungen

Auf der gemeinsamen Sitzung im März 2010 waren die Boards vorläufig übereingekommen, dass Barzahlungen von Zinsen und eigentlichen Ratenzahlungen in Bezug auf Leasingverhältnisse getrennt als Finanzierungsaktivitäten in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden sollten. Einige Boardmitglieder hielten fest, dass Informationen zu in bar geleisteten Leasingzahlungen wichtig seien, insbesondere für Anwender, die einen Mietleasingzahlung in die Berechnung des EBITDA aufgenommen hatten. da die Leasingzahlungen nach den neuen Vorschriften zwischen Zinsen und Hauptratenzahlungen aufgeteilt würden und mit Zins- oder Hauptratenrückzahlungen zu anderen Fremdkapitalaufnahmen zusammengefasst würden, könnte es schwierig sein, die gesamt in bar geleisteten Leasingzahlungen zu ermitteln.

Der Stab empfahl, dass die in bar geleisteten Leasingzahlungen im Übertrag im Anhang gezeigt werden sollten. Die Boards stimmten diesem Vorschlag zu.

Die Boards wurden auch gefragt, ob die die Zins- und Hauptratenzahlungen aus Leasingverhältnissen getrennt von anderen Fremdkapitalaufnahmen dargestellt haben wollten. Nach einiger Verwirrung darüber, was auf der letzten Sitzung vorläufig vereinbart worden war, bestätigten die Boards, dass eine solche getrennte Darstellung nicht gefordert werden sollte.

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