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Versicherungsverträge (gemeinsame Sitzung von IASB und FASB, Fortsetzung vom 21. April)

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Für Versicherungsverträge zu verwendender Abzinsungssatz

Abzinsung ist eine bedeutender Punkt bei langfristigen Versicherungsverträgen. Manche sind der Meinung, dass die Versicherer die Policen oft unter Verwendung der Rendite ihrer Anlagen als Abzinsungssatz bepreisen und dass die Verwendung eines anderen Zinssatzes, wie beispielweise eines risikolosen Zinssatzes zu Verlusten am Tag 1 führen würden.

Unter Berücksichtigung der vergangenen Entscheidungen, ein Bausteinbewertungsmodell zu verwenden, die Schuld nicht zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und insbesondere nicht das eigene Kreditrisiko aufzunehmen, hat der Stab eine Zielsetzung für die Abzinsung entwickelt. Sie liegt darin, die geschätzten (wahrscheinlichkeitsgewichteten) Kapitalflüsse um den Zeitwert des Geldes auf eine Art anzupassen, die die Merkmale der Schuld widerspiegelt und nicht die der Vermögenswerte, die verwendet werden, um Versicherungsschulden zu finanzieren, es sei denn, die Kapitalflüsse an die Policeninhaber sind an die Leistungen dieser Vermögenswerte geknüpft wie beispielsweise in Fällen von teilnehmenden Verträgen. Insbesondere solle der Abzinsungssatz das Liquiditätsrisiko berücksichtigen, da dieses Risiko der Schuld inhärent ist und in anderen Bausteinen nicht widergespiegelt wird. Sowohl die IASB- als auch die FASB-Mitglieder unterstützten diese Zielsetzung einstimmig, und man war der Meinung, dass das Liquiditätsrisiko einige Bedenken in Bezug auf Verluste am Tag 1 mildern könnte.

Es gab einige Diskussionen, wie der Abzinsungssatz am besten zu schätzen sein könnte. Die Vorschläge des Stabs waren die folgenden: 1) keine detaillierten Leitlinien über das Bewertungsziel hinaus anzugeben oder 2) vorzuschlagen, eine hochwertige Industrieanleihe als einen einfach anzuwendenden und vergleichbaren Abzinsungssatz zu verwenden, der im Einklang mit der Pensionsbilanzierung nach IAS 19 steht. Die erste Methode würde dazu führen, dass der Abzinsungssatz ein risikoloser Satz zuzüglich einer Liquiditätsprämie sei. Die Verwendung der hochwertigen Industrieanleihe wurde nicht unterstützt. Sie scheine zwar praktikabler aber gleichzeitig ein Stellvertreter für das eigene Kreditrisiko. Außerdem verfügen manche Länder nicht über solche Anleihen, und die Methode schein weniger theoretisch fundiert. Die Erörterung wendete sich dann dem eigenen Kreditrisiko zu, die dies in der vorgeschlagenen Zielsetzung nicht direkt angesprochen wird. Eine Reihe von Mitglieder von IASB und FASB wollten es aufnehmen. Seine Aufnahme würde das Zusammenführen des Erfolgs von Versicherungsverträgen und der Versicherungsanlagen verbessern, wenn die Anlagen zum beizulegenden Zeitwert geführt werden. Unter Verweis jedoch auf die jüngsten Entscheidungen im Rahmen des Projekts zu IFRS 9 zum eigenen Kreditrisiko schlug der FASB vor, den Abzinsungssatz auf den Merkmalen der Schuld aufzubauen, sodass dieser der risikolose Zinssatz zuzüglich Liquiditätsrisiko sei, und in den Entwurf separate Fragen hinsichtlich einer Anpassung um Aufnahme des eigenen Kreditrisikos zu stellen. Beide Boards stimmten einstimmig dafür. Die Boards stimmten dann einstimmig für die Aufnahme gesonderter Leitlinien aus der einschlägigen IASB-/FASB-Literatur zu den Prinzipien für die Bestimmung des Abzinsungssatzes auf eine Art und Weise, die eine Doppelerfassung von Risiken vermeidet.

Bei den teilnehmenden Verträgen empfahl der Stab, die Rendite aus den damit zusammenhängenden Vermögenswerten zu bedenken, wo diese selbst wenn nur teilweise die Kapitalflüsse aus dem Versicherungsvertrag beeinflusst. Wenn die damit verknüpften Vermögenswerte ein "replizierendes Portfolio" darstellen, in dem den tatsächlichen Kapitalströme der Versicherungsschuld in allen Fällen entsprochen wird, und diese direkt gemessen werden können, besteht keine Notwendigkeit, einen Bausteinansatz zu verwenden. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte die Rendite aus den verknüpften Vermögenswerten bei der Bestimmung des Abzinsungssatzes berücksichtigt werden, der nach Maßgabe der Zielsetzung die Merkmale der Schuld widerspiegelt. Die Mitglieder des FASB stellten klar, dass bei Vermögenswerten der Abzinsungssatz vertragliche und nicht erwartete Kapitalflüsse abzinst. Man müsse die Doppelerfassung des Risikos der Unsicherheit von Kapitalflüssen sowohl bei den erwarteten Kapitalflüssen als auch beim Abzinsungssatz vermeiden. Die Verwendung eines replizierenden Portfolios, wenn es ein solches gebe, verhindere diese Doppelerfassung. Alle IASB-Mitglieder und alle FASB-Mitglieder bis auf eines unterstützten den Vorschlag des Stabs unter der Voraussetzung, dass er wie erörtert verdeutlicht werde.

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