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Versicherungsverträge

Date recorded:

Teilnehmende Investmentverträge

Die Boards erörterten, ob Investmentverträge mit einem diskretionären teilnehmenden Merkmal in den Anwendungsbereich

eines Standards zu Versicherungsverträgen fallen sollten und deshalb auf die gleiche Art und Weise wie teilnehmende Versicherungsverträge behandelt werden sollten, oder

eines Standards zu Finanzinstrumenten fallen sollten und deshalb zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertet werden sollten.

Der Stab empfahl einen geteilten Ansatz - dass der IASB und der FASB sich auf unterschiedliche Positionen einigen sollten:

Der IASB solle Investmentverträge mit diskretionären teilnehmenden Merkmalen als Versicherungsverträge behandeln, und

der FASB solle diese Posten als Finanzinstrumente im Anwendungsbereich seines vorgeschlagenen Standards zu Finanzinstrumenten behandeln, der derzeit zur Stellungnahme veröffentlicht ist.

Der FASB bestätigte, dass solche Verträge in den Anwendungsbereich seines vorgeschlagenen Standards zu Finanzinstrumenten fallen würde.

Der IASB war bei diesem Thema geteilter Meinung. Diejenigen, die der Empfehlung des Stabs widersprachen, waren besorgt ob der Tatsache, dass Dinge in den Anwendungsbereich des vorgeschlagenen IFRS zu Versicherungsverträgen aufgenommen werden sollten, die explizit keine Versicherungsverträge sind. Dies würde bedeuten, "branchenspezifische" Standards zu schaffen, was der Philosophie des IASB widerspräche. Darüber hinaus zeigten sich einige besorgt ob möglicher Strukturierungsmöglichkeiten, beispielsweise, dass einige Transaktionen eine Bilanzierung als Finanzinstrumente insgesamt verhindern könnten. Diejenigen, die den Vorschlag des Stabs unterstützten, erkannten die Sichtweise ihrer Gegenüber an, aber waren bereit, den Vorschlag hauptsächlich aus pragmatischen Gründen anzunehmen. Einige wollten den Vorschlag nur in Situationen unterstützen, in denen die Investmentverträge an einem Pool teilnehmen, bei dem die deutliche Mehrheit der teilnehmenden Verträge Versicherungsverträge sind.

Der IASB war hälftig geteilt (6 zu 6 Stimmen der anwesenden Mitglieder). Daher sagte der Vorsitzende, dass im IASB-Entwurf die Stabempfehlung enthalten sein würde (also die Aufnahme von Investmentverträgen mit einem diskretionären teilnehmenden Merkmal in den Anwendungsbereich des vorgeschlagenen IFRS) ebenso wie eine Erörterung dieser Verträge als Finanzinstrumente, die der normalen IFRS-Bilanzierung für Finanzinstrumente unterliegen in der Grundlage für Schlussfolgerungen. In der Einladung zur Stellungnahme würde es eine spezifische Frage dazu geben.

Vertragsgrenzen

Bei einem verwandten Thema kam der IASB überein, dass die Vertragsgrenzen für "Investmentverträge mit diskretionärem teilnehmenden Merkmal" als der Punkt definiert werden sollten, an dem der Vertragsinhaber nicht länger über ein vertragliches Recht verfügt, Nutzen aus einem diskretionären teilnehmenden Merkmal zu ziehen.

Risikoanpassungsverfahren

Die Boards erörterten, welche Verfahren zur Verfügung stehen sollten, um eine Risikoanpassung zu bewerten, und insbesondere, ob ein Kapitalkostenverfahren das vorgeschlagenen Ziele der Risikoanpassung erfüllen würde. Diese Diskussion folgte auf eine vom 18. Mai 2010, als entschieden wurde, dass, wenn das Bewertungsmodell für Versicherungsverträge eine separate Risikoanpassung enthalten sollte, die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Verfahren für die Bewertung einer solchen Risikoanpassung auf irgendeine Art und Weise begrenzt werden sollte.

Der Stab schlug vor, dass die Verfahren auf die folgenden begrenzt werden sollten, wobei das angewendete Verfahren von der erwarteten Verteilung der erwarteten Verluste bestimmt werden sollte:

ein Konfidenzniveauverfahren (oder Value at Risk);

ein bedingter/reduzierter Erwartungswert (Conditional Tail Expectation oder Tail Value at Risk); und

ein Kapitalkostenverfahren.

Der Vorschlag des Stabs traf auf keine große Unterstützung. Insbesondere wurde der Kapitalkostenansatz kritisiert, da er das Bewertungsziel der Boards nicht erfülle, da er das bewerte, was ein Anleger fordern würde, um ein Geschäftsbuch zu übernehmen, während die Boards versuchten, die Versicherungsschuld zu bewerten.

Einige Boardmitglieder waren der Meinung, dass das einzige Bewertungsverfahren, das das Bewertungsziel der Boards erfülle, der bedingte/reduzierte Erwartungswert sei. Insbesondere gelte dies, weil dieser sich der besonderen Herausforderung stelle, Risiken zu bewerten, die selten auftreten aber von hoher Durchschlagskraft sind und die deshalb Risikoanpassungen haben, die höher sind als die derjenigen Risiken, die oft auftreten und wenig Durchschlagskraft haben.

Ein FASB-Mitglied war nicht der Meinung, dass die Boards über ausreichend Informationen oder Analysen von Risikobewertungsmethoden verfügten, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Darüber hinaus zeigte sich das Boardmitglied besorgt, dass der Stab versuchen würde, bestimmte regulatorischen Bilanzierungspraxen in die anlegerorientierte Finanzberichterstattung aufzunehmen. Dies liege nicht notwendigerweise in der Verantwortung der Boards.

Die Boards kamen bei diesem Thema zu keinem Schluss. Der Stab wird auf der IASB-Sitzung vom 15. bis 17. Juni einen weiteren Versuch unternehmen, Einigkeit in dieser Frage zu bewirken.

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