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Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

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Im Zuge der Sitzung im September 2009 hatte der Board vorläufig entschieden, das Fair Value Hedge Accounting durch ein Modell zu ersetzen, das ähnlich dem Cash Flow Hedge Accounting ist und die Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil des Sicherungsinstruments in sonstigen Gesamtergebnis und die Ineffektivität der Sicherung im Periodenergebnis erfassen würde.

Während der Erkundungsaktivitäten wurden dem Stab gegenüber Bedenken hinsichtlich der künstlichen Volatilität, die durch diese Entscheidung im Eigenkapital geschaffen würde, geäußert. Zu diesen Unternehmen, die die Bedenken äußerten, gehörten Banken und bestimmte Nichtfinanzunternehmen, die Fremdwährungsverträge eingehen, um das Risiko im Zusammenhang mit langfristigen schwebenden Geschäften abzusichern, bspw. Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sowie Werften. Diese Unternehmen zeigten sich besorgt über die möglichen Auswirkungen einer Entscheidung, den effektiven Teil der Sicherungsbeziehungen dem Eigenkapital hinzuzufügen, einschließlich der Möglichkeit, dass das Eigenkapital insgesamt negativ wird, sowie über die Auswirkungen auf die Eigenkapitalquote.

Der Stab schlug drei Alternativen vor, um die aufgebrachten Bedenken zu adressieren:

Der Stab sprach sich für Alternative 2 aus, also der Schaffung einer eigenständigen Ausweiszeile in der Bilanz, in welchem der effektive Teil der Sicherungsbeziehung widergespiegelt würde.

Der Board erörterte die drei Alternativen, wobei er sich auf die Alternativen 1 und 2 konzentrierte. Ein Boardmitglied drückte Vorbehalte dahingehend aus, dass der eigenständige Ausweisposten die Definition eines Vermögenswerts oder einer Schuld erfüllen würde, wohingegen andere der Ansicht waren, dass es sich schlicht um ein Bewertungskonto für einen angesetzten Vermögenswert oder eine angesetzte Schuld oder ein schwebendes Geschäft in einer Sicherungsbeziehung handele und es daher nicht selbst die Definitionsmerkmale erfüllen müsse.

Eine Mehrheit des Boards stimmte schlussendlich der Empfehlung des Stabs zu, eine eigenständige Ausweiszeile innerhalb der Vermögenswerte oder Schulden zu schaffen, um den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung anzusetzen.

Der Board erörterte sodann einen alternativen Vorschlag, der von einem Mitglied des Stabs eingebracht wurde. Er empfehl einen Ansatz der verbundenen Darstellung für Fair Value Hedges über schwebende Geschäfte. Es folgte eine Diskussion über den Unterschied zwischen einem Ansatz der verbundenen Darstellung und der Saldierung (v.a. dass Saldierung zwei Posten als einzelnen Posten im Abschluss zeigt, wohingegen eine verbundene Darstellung zwei getrennte Posten "verbindet" - typischerweise einen Vermögenswert und eine Schuld - , zwischen denen eine natürlich Beziehung besteht und bei denen es vorteilhaft erscheint, sie gemeinsam darzustellen statt in verschiedenen Abschnitten der Bilanz). Obgleich die vorgeschlagene Alternative nur darin bestand, eine verbundene Darstellung für Fair Value Hedges über schwebende Geschäfte zuzulassen (da das Grundgeschäft nicht in der Bilanz angesetzt wird), erörterten viele Boardmitglieder eine Ausweitung des Ansatzes auf alle Fair Value Hedges. Der Board beschloss vorläufig, die Alternative einer verbundenen Darstellung zu diesem Zeitpunkt nicht zuzulassen, sondern weitere Erkundigungen zu diesem Sachverhalt zu unternehmen.

Beurteilung der Effektivität

Einer der Sachverhalte, zu dem Adressaten während des Projekts zu erneuten Erwägung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen Stellung genommen haben, ist die Beurteilung der Effektivität zu erstmaligen Qualifizierung und fortwährenden Aufrechterhaltung der Zulässigkeit einer Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Viele sind der Ansicht, dass die gegenwärtigen Effektivitätsanforderungen übermäßig regelgetrieben sind (der willkürliche Korridor von 80 bis 125%), die Testvorschriften zu beschwerlich (die Anforderung, fortwährend sowohl prospektive als auch retrospektive Effektivitätstests durchzuführen), der Klippeneffekt eines Nichtbestehens der Effektivitätskriterien zu hart ist (eine Effektivität außerhalb des Bandes von 80 bis 125% in irgendeiner Periode führt dazu, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht mehr angewendet werden darf) sowie - möglicherweise am bedeutendsten - es so gut wie keine Korrelation zwischen den Vorschriften für die Qualifizierung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und der zugrundeliegenden Strategie im Risikomanagement gibt.

Der Stab erwog, ob ein Ansatz der Begründung eines Mindestniveaus für die Effektivität um bestimmte Sicherungen zu erlauben oder ein Ansatz der Begründung von Leitlinien dergestalt, dass Sicherungen mit zufälliger Saldierung herausgehalten werden, zu bevorzugen sei. Der Stab erwog zudem die Verwendung qualitativer Schellen, quantitativer Schwellen oder eine Kombination aus den beiden als Kriterien für die Beurteilung der Effektivität. Der Stab schlug dem Board vier Alternativen für die Beurteilung der Effektivität vor:

Der Board stimmte der Empfehlung des Stabs für Alternative 4 zu, wonach ein Modell für die Beurteilung der Effektivität eingebaut werden soll, bei dem sowohl qualitative Schwellen als auch die Risikomanagementpolitik Anwendung finden würden. Unter Verwendung dieses Ansatzes schlug der Stab ferner einen Ansatz vor, nach dem Sicherungsbeziehungen in nicht komplexe und komplexe Sicherungen aufgeteilt würden.

Nicht komplexe Sicherungsbeziehungen wären solche, bei denen sich die kritischen Ausstattungsmerkmale entweder entsprechen oder soweit angenähert sind, dass zu erwarten ist, dass die Sicherung über die gesamte Laufzeit als hochgradig effektiv ist. Da diese Sicherungen als hochgradig effektiv eingeschätzt werden, für die bei Zugang und fortwährend prospektiv qualitativ auf Effektivität beurteilt, soweit nicht Ereignisse eintreten, die dazu führen würden, dass die Sicherung nicht länger als effektiv eingestuft werden kann; daraufhin wäre dann eine quantitative Beurteilung durchzuführen.

Komplexe Sicherungsbeziehungen würden keine passenden Ausstattungsmerkmale aufweisen und so die Unsicherheit hinsichtlich des Maßes erhöhen, in welchem es zu einem Ausgleich von Sicherungsinstrument und Grundgeschäft kommt. Aufgrund des Ausmaßes der Unsicherheit in Bezug auf deren Effektivität würden die Sicherungsbeziehungen prospektiv bei Zugang und fortwährend quantitativ zu prüfen sein.

Der Board war hinsichtlich des Vorschlags des Stabs geteilter Ansicht, wobei einige Mitglieder den Vorschlag unterstützten. Andere Boardmitglieder äußerten jedoch Bedenken, die von einer Operationalisierung des Vorschlags für komplexe Sicherungsbeziehungen über mangelnde Konvergenz mit den Vorschlägen des FASB bis hin zu Bedenken reichten, dass die genannten Kriterien zur Qualifizierung für die Effektivität nicht hinreichend hart genug schienen. Ein Boardmitglied schlug ein Modell vor, bei dem die Effektivität als sehr hoch korreliert angenommen werden sollte und bei dem das Unternehmen im Rahmen der Begründung der Sicherung jene Risiken dokumentieren würde, die zur Ineffektivität der Sicherungsbeziehung aus seiner Risikomanagementpolitik heraus beitragen. Andere Boardmitglieder schienen das diesem Vorschlag zugrundeliegende Konzept zu unterstützen. Der Board bat den Stab, diesen Ansatz weiter zu entwickeln.

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