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Finanzinstrumente — Wertminderungen

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Der IASB hielt eine allein durch ihn bestrittene Sitzung ab, um Rückmeldungen der Adressaten zum Modell der drei Portfolien zu erwägen. Der allgemeine Rahmen für das Modell der drei Portfolien war gemeinsam mit dem FASB entwickelt worden. Im Nachgang zum Abschluss der gemeinsamen Beratungen im Juli hatte der FASB allerdings beschlossen, als Antwort auf Rückmeldungen US-amerikanischer Adressaten ein alternatives Modell zu untersuchen.

Die Stabsmitarbeiter stellten dem Board ein Agendapapier vor, in welchem detailliert die eingegangenen Rückmeldungen zusammengefasst und die folgenden Kernbotschaften herausgehoben wurden:

  • Die Mehrheit derer, die Stellung genommen haben, favorisierten ein Modell, in welchem Vermögenswerte, die Bonitätsverschlechterungen aufweisen, von jenen unterschieden werden, bei denen das nicht der Fall ist; da diese Unterscheidung aber mit zusätzlichen Kosten und erhöhter Komplexität verbunden sei, müsse der Board sicherstellen, dass der Nutzen dieser Information die Kosten ihrer Bereitstellung überwögen.
  • Die zur Bestimmung verwendeten Kriterien, wann Verluste über die Gesamtlaufzeit bemessen werden, müssten klargestellt werden, insbesondere, was genau mit "mehr als eine unbedeutende Verschlechterung der Kreditqualität" gemeint sei und wann man von "hinreichend möglich, dass die vertraglichen Zahlungen nicht zur Gänze eingehen werden" auszugehen habe.

In der Untersuchung wurden auch die Praxisprobleme bei der Anwendung der Transferkriterien für Privatkundenkredite angeführt, welche zu der Bitte seitens der Adressaten an den Board führen, die Relevanz von Informationen über die Nichtzahlung bei Fälligkeit im Zuge der Beurteilung zu prüfen und klarzustellen. Angesichts einer mangelnden konvergierten Lösung äußerten einige Adressaten ihr Präferenz für eine erneute Erwägung des Ergänzungsentwurfs oder des ursprünglichen Standardentwurfs.

Aufgrund der eingegangenen Rückmeldungen schlug der Stab dem Board vor, die folgenden Faktoren zur Klarstellung der Transferkriterien zu erwägen:

  1. ob die Kriterien einer Bonitätsverschlechterung auf einer prozentualen (oder mehrfachen) Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit oder einer absoluten (oder festen) Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit fußen sollten;
  2. die Fälligkeitsstruktur der Bonität und ob eine kumulierte Wahrscheinlichkeit über die Gesamtlaufzeit bei der Einschätzung zu verwenden ist, ob man über die Gesamtlaufzeit eintretende Verluste erfassen sollte;
  3. die Beziehung zwischen den zwei Kriterien und die Erreichung der rechten Balance zwischen ihnen; und
  4. das Erreichen einer angemessenen Balance zwischen Kosten und Nutzen bei der Durchführung der Unterscheidung.

Die meisten Boardmitglieder brachten ihre Unterstützung für eine Weiterentwicklung des Modells der drei Portfolien zum Ausdruck. Die Notwendigkeit, die Transferkriterien genauer zu fassen und klarzustellen, erzielte breite Unterstützung. Eine Reihe von Boardmitgliedern brachte Bedenken hinsichtlich absoluter Maße für die Kreditqualität in Ländern auf, in denen die Märkte für Unternehmensanleihe weniger entwickelt sind. Ein Boardmitglied schlug vor, dass ein Satz an Indikatoren sachgerechter sei als ein einziges Maß. Dies wurde von einem anderen Boardmitglied wiederholt, der sagte, dass die Anwendung der Kriterien sich für Privat- und Firmenkundenkrediten einerseits und Vermögenswerten mit hoher und geringer Kreditqualität andererseits unterscheiden müsse.

Ein Boardmitglied bat darum, dass die ursprünglich erhaltenen Ergebnisse aus den Erkundigungsmaßnahmen zum zeitproportionalen Ansatz, der im Ergänzungsentwurf vorgestellt worden war, noch einmal unter den Boardmitgliedern verteilt werden, wobei sie betonte, dass dies mit dem Ziel geschehen solle, sich in die Lage zu versetzen zu rechtfertigen, warum das Modell der drei Portfolien anstelle des zeitproportionalen Ansatzes entwickelt werde, und nicht mit dem Ziel, zu diesem Modell zurückzukehren. Andere Boardmitglieder betonten die Bedeutung, das FASB-Modell zu verstehen, bevor man einen Standardentwurf zum Modell der drei Portfolien fertigstelle. Gleichwohl stellten einige Boardmitglieder ihre Präferenz für das Modell der drei Portfolien heraus und meinten, dass ein Modell, bei dem die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste am ersten Tag erfasst würden (so, wie dies im FASB-Modell vorgesehen sei), infolge des hohen Maßes an Subjektivität bei der Schätzung der am ersten Tag erwarteten Verluste über die Gesamtlaufzeit offen für Missbrauch sei. Andere Boardmitglieder konzedierten, dass die Schätzung der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste am ersten Tag subjektiv sei, stellten aber heraus, dass alle Modelle erwarteter Verluste ein hohes Maß an Ermessen bei Schätzung der Verluste erforderten.

Die Stabsmitarbeiter werden die Rückmeldungen aus der heutigen Sitzung bei der weiteren Entwicklung des Modells der drei Portfolien berücksichtigen.

 

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