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Preisregulierte Geschäftsvorfälle

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Überblick und Einführung

Agendpapier 9, Agendapapier 9A, Agendapapier 9B

Bei dieser Sitzung handelte es sich um eine Unterrichtseinheit.

Der Board setzte seine Erörterungen zum vorgeschlagenen Modell für die Bilanzierung von preisregulierten Geschäftsvorfällen fort. Der Stab hat zwei Papiere vorgestellt:

  • Agendapapier 9B zu Beispielen von Preisanpassungen und
  • Agendapapier 9A zu den Prinzipien, die dem Modell zugrunde liegen, und den bisherigen Entscheidungen des Boards.

Hintergrund

In diesem Papier verwendet der Stab numerische Beispiele, um Folgendes zu zeigen:

  • Wann und zu welchem Betrag regulatorische Preisanpassungen nach dem Modell angesetzt werden und
  • wann und zu welchem Betrag diese Anpassungen wieder umgekehrt werden.

Bei jedem Beispiel erläutert der Stab, wie die regulatorischen Anpassungen die Definition eines Vermögenswerts oder einer Schuld nach dem Rahmenkonzept erfüllen und wie die Vermögenswerte und Schulden ausgebucht werden sollten, während die entsprechenden Rechte konsumiert und Pflichten erfüllt werden.

Der Stab hat die folgenden fünf Anpassungen jeweils getrennt über drei Jahre analysiert:

  • Beispiel 1 — Eingabenabweichungen. Die regulatorische Vereinbarung gestattet dem Unternehmen, den regulierten Preis in künftigen Perioden anzupassen, um tatsächlich entstandene Kosten abzudecken. In einem der berücksichtigten Jahre waren die tatsächlichen Eingabekosten höher als erwartet.
  • Beispiel 2 — zeitliche Unterschiede bei der Wartung. Das Unternehmen führt die Wartungsarbeiten im zweiten Jahr aus, aber die Kosten werden von den Kunden über die Jahre 1 bis 3 eingeholt.
  • Beispiel 3 — beschleunigte Abschreibung. Die Kosten für eine erworbene neue Software werden über drei Jahre abgeschrieben. Allerdings werden die vollständigen Kosten von den Kunden in den ersten zwei Jahren eingeholt.
  • Beispiel 4 — regulatorische Aktivierung von Kosten. Aufwendungen entstehen in Jahr 1, aber die Kosten werden von den Kunden über zehn Jahre eingeholt.
  • Beispiel 5 — Vorfinanzierung von Bautätigkeit. Das Unternehmen erhält von den Kunden vor dem Baubeginn eine Finanzierung einer bestimmten Bautätigkeit. Die Tätigkeit wird im zweiten Jahr erfolgen, aber der entsprechende Vermögenswert wird über zehn Jahre abgeschrieben.

Von besonderem Interesse ist Beispiel 5. Dieses Beispiel zeigt, wie die regulatorische Schuld, die aus der Vorfinanzierung entsteht, nicht umgekehrt wird, wenn die Bautätigkeit aufgenommen wird. Stattdessen wird die Schuld über den Zeitraum umgekehrt, über den der errichtete Vermögenswert konsumiert wird, weil, wie der Stab erläutert, die regulatorische Schuld erfüllt wird, indem dem Kunden ein niedrigerer und für das Unternehmen nachteiliger Preis in diesen Folgejahren in Rechnung gestellt wird.

Nächste Schritte

Der Stab beabsichtigt, die folgenden Themen bei der nächsten Sitzung zu erörtern: (1) Einführung von Unsicherheit in diese Beispiele, (2) Konzepte  im Zusammenhang mit der Bewertungsgrundlage und (3) ob Unsicherheit im Rahmen des Ansatzes oder im Rahmen der Bewertung berücksichtigt werden sollte.

Der Stab beabsichtigt bis Ende 2017 den Board zu bitten, über die nächste Form des Konsultationsdokuments zu entscheiden - soll ein Diskussionspapier oder ein Entwurf folgen?

Erörterung durch den Board

Mit Ausnahme von zwei Boardmitgliedern stimmte der Board den vom Stab vorgestellten Beispielen generell zu. Zu den Beispielen wurden keine wesentlichen Anmerkungen gemacht.

Ein Boardmitglied wiederholte seine Bedenken, dass das vorgeschlagene Modell den Herausforderungen des wahren Lebens nicht gewachsen sein könnte. Dies liege insbesondere daran, dass in der Praxis of keine klare Verbindung zwischen den vielen Preisanpassungen und den Ereignissen besteht, die zu diesen Anpassungen führen.

Ein anderes Boardmitglied, das sich stark gegen das Modell ausspricht, ist der Meinung, dass das Modell das Matching-Prinzip anwendet, um Kosten Erlösen zuzuordnen. Dieses Boardmitglied fragte, warum dies für preisregulierte Unternehmen zulässig sein sollte, wenn dieses Matching in allen anderen Fällen verboten ist. Ein anderes Boardmitglied antwortet, dass dieses wahrgenommene Matching das natürliche Ergebnis des Anwendungsbereichs des Modells sei, das per definitionem eine dreiseitige Vereinbarung zwischen einem Regulierer, einem regulierten Unternehmen und den Kunden beinhaltet. Für dieses Mitglied ist die Frage eher, ob der Board damit leben kann, dass Unternehmen mit bestimmten preisregulierten Merkmalen (die noch weiter zu entwickeln sind) bestimmten anderen wirtschaftlichen Fakten unterliegen, die sich hinreichend von anderen Unternehmen unterscheiden, sodass eine andere Bilanzierung gerechtfertigt ist. Der Anwendungsbereich des Modells soll bei einer künftigen Sitzung erörtert werden.

Zwei Boardmitglieder baten den Stab außerdem, besser zu artikulieren, was genau die Ressource ist, die das Unternehmen kontrolliert, woraus sich ein regulatorischer Abgrenzungsposten ergibt. Man einigte sich, dieses Thema bei einer künftigen Sitzung zu erörtern.

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