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IFRS 17 'Versicherungsverträge'

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Auswirkungen der Prüfung von Änderungen an IFRS 17 auf Zeitpunkte des Inkrafttretens

Agendapapier 2

In dieser Sitzung hat der Board IFRS 17 Versicherungsverträge und den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Standards sowie die vorübergehende Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente in IFRS 4 Versicherungsverträge erörtert.

Seit der Veröffentlichung von IFRS 17 im Mai 2017 überwacht der Board die Umsetzung und hat Umsetzungsprobleme zur Kenntnis genommen. In seiner Sitzung im Oktober 2018 entschied der Board vorläufig, dass bei Vorschlägen zur Änderung von IFRS 17 der jeweilige Vorschlag festgelegte Kriterien erfüllen muss (die Kriterien sind im Agendapapier 2C der IASB-Sitzung vom Oktober 2018 aufgeführt). Es wurde auch darauf festgehalten, dass man auf einer künftigen Sitzung prüfen wird, ob die Bedenken auf die Notwendigkeit einer Standardsetzung zur Änderung der Vorschriften in IFRS 17 hinweisen.

Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17

Hintergrund

Ein Unternehmen ist verpflichtet, IFRS 17 für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Ein Unternehmen kann sich dafür entscheiden, IFRS 17 vor diesem Zeitpunkt anzuwenden, jedoch nur, wenn es auch IFRS 9 und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden anwendet.

Zwei Arten von Rückmeldungen sind eingegangen. Einige Adressatengruppen gaben der Meinung Ausdruck vor, dass nicht genügend Zeit für die Umsetzung von IFRS 17 vor seinem Inkrafttreten zur Verfügung stehe, und schlugen vor, den Termin um ein, zwei oder drei Jahre zu verschieben. Es wird davon ausgegangen, dass eine andere Gruppe von Adressaten in der Lage ist, die Vorschriften bis 2021 umzusetzen. Nach ihren Angaben kann eine kurze Verzögerung hilfreich sein, eine längere Verzögerung wird störend sein und die Kosten erhöhen.

Analyse des Stabs

Der Board hat den verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15 verschoben, da es einige Änderungen an dem Standard nach seiner Veröffentlichung und vor seinem Inkrafttreten gab und dies aufgrund des außergewöhnlichen Charakters der Umstände bei der Umsetzung von IFRS 15 gerechtfertigt war. Bei der Festlegung des Zeitpunkts des Inkrafttretens von IFRS 17 hat der Board bereits einen beträchtlichen Zeitraum (dreieinhalb Jahre) für die Erhebung von Daten und die Änderung von IT-Systemen und -Prozessen zwischen der Veröffentlichung von IFRS 17 und dessen Inkrafttreten vorgesehen.

Es wird erwartet, dass der Board auf seiner Sitzung im Dezember 2018 entscheidet, ob Änderungen an IFRS 17 geprüft werden sollen. Jede Unsicherheit über diese Änderungen könnte den Fortschritt bei der Umsetzung von IFRS 17 beeinträchtigen. Der Stab hält diese Unsicherheit zusammen mit den wesentlichen Änderungen, die IFRS 17 mit sich bringen wird, für außergewöhnliche Umstände. Jeder Änderungsvorschlag kann unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, einen Entwurf zu entwickeln, eine angemessene Frist für Stellungnahmen einzuräumen und alle Vorschläge erneut zu erörtern, wird vermutlich mindestens ein jahr bis zur Finalisierung benötigen. Eine Änderung sollte die bereits laufende Umsetzung nicht übermäßig stören oder eine unangemessene Verzögerung des Inkrafttretens von IFRS 17 riskieren. Daher könnte die Verschiebung auf ein Jahr begrenzt werden, so dass Unternehmen verpflichtet wären, IFRS 17 für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen.

Fragen an den Board

Da der Board plant, zu prüfen, ob Änderungen an IFRS 17 erforderlich sind, sollte der verpflichtende Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 um ein Jahr auf 2022 verschoben werden?

Vorübergehende Befreiung von der Anwendung von IFRS 9

Hintergrund

IFRS 4 wurde geändert, um den Überlagerungsansatz zu ermöglichen und zu gestatten, die Anwendung von IFRS 9 auf 2021 zu verschieben.

Der Überlagerungsansatz (alle Emittenten von Versicherungsverträgen erfassen Volatilität im sonstigen Gesamtergebnis und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung) adressierte Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen bilanziellen Ungleichgewichte und der Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung, die sich bei der Anwendung von IFRS 9 in Verbindung mit IFRS 4 ergeben können; der Board stellte jedoch fest, dass dieser Ansatz im Vergleich zur Anwendung von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung zu zusätzlichen Kosten führen würde. Dementsprechend hat der Board eine vorübergehende Befreiung von der Anwendung IFRS 9 für einen begrenzten Zeitraum für Versicherer eingeführt, deren Tätigkeit überwiegend im Zusammenhang mit Versicherungen steht. Die vorübergehende Befreiung von IFRS 9 entfällt, wenn der Versicherer IFRS 17 erstmals anwendet. Der Board entschied jedoch, dass selbst wenn IFRS 17 nicht wie geplant am 1. Januar 2021 in Kraft tritt, alle Versicherer verpflichtet sind, IFRS 9 zu diesem Zeitpunkt anzuwenden.

Einige Adressatengruppen befürchten, dass es, wenn der Board den verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 verschieben sollte, in kurzer Zeit zwei große Änderungen in der Rechnungslegung geben wird, was zu erheblichen Kosten und hohem Aufwand für die Ersteller von Abschlüssen führen würde.

Analyse des Stabs

Der Stab hält fest, dass, wenn der Board den Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 um ein Jahr verschieben und die vorübergehende Befreiung von der gleichzeitigen Anwendung von IFRS 9 verlängern würde, einige Unternehmen IFRS 9 bis zu vier Jahre nach anderen Unternehmen anwenden würden. Diese Verzögerung kann zum Verlust entscheidungsnützlicher Informationen führen. Der Stab ist jedoch der Ansicht, dass der Board mit der Entscheidung, dass ein fester Verfallszeitpunkt für die vorübergehende Befreiung erforderlich sei, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Bereitstellung verbesserter Informationen aus der unverzüglichen Anwendung von IFRS 9 und dem Wunsch, die Kostenentlastung im Vergleich zum Überlagerungsansatz in IFRS 4 vorzunehmen, herstellen wollte. Wenn der Board dieser Ansicht zustimmt, könnte er den festen Verfallszeitpunkt für die vorübergehende Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 in IFRS 4 so ändern, dass alle Unternehmen IFRS 9 für Geschäftsjahre am oder nach dem 1. Januar 2022 anwenden müssen.

Fragen an den Board

Wenn der Board den verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 um ein Jahr verschieben, sollte dann auch des festgelegte Auslaufen für die vorübergehende Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 in IFRS 4 auf 2022 verschoben werden?

Erörterung durch den Board

Der Board hielt fest, dass dies ein wichtiges Thema sei, und je früher es geklärt werde, desto besser sei es. Unter Berücksichtigung der Ansichten der verschiedenen Adressatengruppen einigte der Board sich daher darauf, den Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 um ein Jahr und nur ein Jahr zu verschieben (und nicht unbedingt den in Absatz 11 des Arbeitspapiers genannten Gründen zuzustimmen). Es wurde festgestellt, dass eine Verschiebung des Inkrafttretens um zwei oder mehr Jahre zu Störungen und Kostensteigerungen führen würde.

Der Board stellte fest, dass ein Jahr ein gutes Gleichgewicht bietet, um die anfänglichen Erwartungen an die Umsetzung von IFRS 17 zu erfüllen und die in diesem Stadium erwarteten notwendigen Änderungen zu erörtern. Der Board stellte fest, dass er diszipliniert sein und den Prozess effizient gestalten müsse. Die Boardmitglieder stimmten auch zu, dass die Versicherer die Umsetzung von IFRS 9 um ein weiteres Jahr verschieben können, um diese mit der Umsetzung von IFRS 17 zu zusammen vorzunehmen. Einige der Boardmitglieder hatten Bedenken hinsichtlich der Umsetzung von IFRS 17 in Nicht-EU-Ländern, des Endorsement-Prozesses, der möglichen Unstimmigkeiten bei der Klassifizierung, Bewertung und Angaben nach IFRS 9 sowie der Vergleichbarkeit zwischen Banken und Versicherungen. Es wurde jedoch festgestellt, dass die Verschiebung um ein Jahr eine pragmatische Lösung für die derzeitige unsichere Situation ist und dass sie Erstellern von Jahresabschlüssen eine erfolgreiche Umsetzung von IFRS 17 innerhalb von insgesamt viereinhalb Jahre ermöglicht.

Entscheidungen des Boards

Der Board hat einstimmig beschlossen, eine Verschiebung des verbindlichen Inkrafttretens von IFRS 17 um ein Jahr auf den 1. Januar 2022 vorzuschlagen. Der Board stimmte auch mit 13:1 Stimmen zu, eine parallele Verschiebung des festen Auslaufens der Aufschuboption in Bezug auf IFRS 9 vorzuschlagen.

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