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IAS 19 – Mindestfinanzierungsanforderungen und die Vermögenswertobergrenze

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IFRIC setzte seine Erörterungen zu den beiden folgenden Fragestellungen fort:

Ab wann sollten Rückerstattungen und Minderungen aus Beitragszahlungen als „verfügbar‟ gelten?

Wie gesetzliche Mindestfinanzierungsanforderungen (MFA) diese „Verfügbarkeit‟ beeinflussen?

In der vorherigen Sitzung bestand im IFRIC Einigkeit, dass rückerstattete Überschüsse als „verfügbar‟ eingestuft werden sollte, soweit eine der nachfolgenden Bedingungen zutreffend ist:

Der IAS 19-Überschuss übersteigt den Überschuss aus der MFA oder wird den MFA-Überschuss erwartungsgemäß zukünftig übersteigen, weil die Annahmen zur MFA Bewertung auf historischen Werten beruhen, die sich geändert haben; oder

im Rechtskreis des in Frage stehenden Plans fällt jedweder Überschuss aus der Abwicklung des Plans, unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten im Zusammenhang mit der Abwicklung des Plans, an das Unternehmen zurück. In dem Maße, in dem der Vermögenswert aufgrund dieser Annahme angesetzt wird, ist der Umstand im Abschluss anzugeben.

Auf dieser Sitzung diskutierte IFRIC verbleibende Fragen sowie damit verbundene Sachverhalte, die auf der letzten Sitzung aufkamen, einschließlich:

1. der Definition von „Verfügbarkeit‟

IFRIC diskutierte eine vorgeschlagene Definition des Begriffs „Verfügbarkeit‟ im Zusammenhang von IAS 19. Der Stab schlug die folgende Definition vor:

Eine Rückerstattung von Planvermögen oder eine Minderung zukünftiger Beitragszahlungen ist „verfügbar‟, soweit keine Beschränkung für das Unternehmen besteht, sei es aufgrund einer gesetzlichen oder faktischen Verpflichtung, die Überschüsse in einer vorgeschriebenen Art und Weise zu verwenden.

IFRIC stellte fest, dass die Definition nicht die Sachverhalte zur Verwendung des Überschusses abdecken würde, in denen ein möglicher zukünftiger Zusammenschluss von Fonds zu einer Verwendung des Überschusses eines dieser Fonds führt.

2. der Behandlung von Rückerstattungen, die möglicherweise unter der Annahme einer sukzessiven Abwicklung verfügbar sind

Es wurde festgestellt, dass im Falle eines Überschusses innerhalb eines Fonds, der nach dem Ermessen des Fonds nicht an die Kapitalgeber ausschüttungsfähig ist, ein Vermögenswert existiert. Dies gilt unabhängig von jeglichen Mindestfinanzierungsanforderungen, die nur zur Abschätzung des Ausmaßes, bis zu dem der Vermögenswert angesetzt ist, herangezogen würden (d.h. der Obergrenze). Bedenken wurden dahingehend laut, dass man zuließe, dass Ansatzfragestellungen bei der Diskussion von MFA-Sachverhalten Einfluss auf Bewertungsfragen nehmen.

3. der zu verwendenden Methodik und Annahmen zur Bestimmung der möglichen Verminderung von Arbeitgeberzahlungen

IFRIC diskutierte ausführlich die Unterschiede, die sich hinsichtlich der Methodik und den Annahmen bei der Bestimmung einer Minderung der Arbeitgeberzahlungen in Abhängigkeit davon ergeben würden, ob der Fonds ein geschlossener oder ein offener Fonds ist, und verglich dies zu einer Situation, in der ein Fonds geschlossen wird, sowie zu einer, in der ein Fonds reibungslos funktioniert. Es wurde festgehalten, dass die diskutierten Mindestfinanzierungsanforderungs-Sachverhalte die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von IAS 19 in seiner momentanen Fassung verdeutlichen.

Mitglieder des IFRIC äußerten ihre Bedenken darüber, zukünftige Änderungen von Größe und Demographie des Personalbestandes auf Basis von Prognosen des Managements zu zuzulassen. Demgegenüber gab es breite Zustimmung dahingehend, dass nur die Verhältnisse am Bilanzstichtag für die Bilanzierung entscheidend sein sollten und keine zukünftigen Erwartungen. Das Gegenargument zu dieser Ansicht basiert auf der Tatsache, dass der Vermögenswert für Arbeitnehmer oder frühere Arbeitnehmer in der Zukunft verfügbar sein wird, obwohl er nach den am Bilanzstichtag vorherrschenden Verhältnissen bewertet wird.

4. der Behandlung jeder weiteren Verpflichtung des Unternehmens, die sich als Resultat der MFA ergibt

Wenn das MFA-Zuführungserfordernis die zukünftigen Zahlungsanforderungen des Unternehmens in irgendeinem Jahr übersteigt, empfiehlt der Stab, dass eine zusätzliche Verbindlichkeit in Bezug auf die Differenz des entsprechenden Jahres zu bilanzieren ist. Anders gesagt, die Differenz zwischen dem MFA-Zuführungserfordernis und der zukünftigen Zahlungsanforderung des Unternehmens ist in keinem Jahr auf den Wert Null begrenzt. IFRIC erwog, ob jede zusätzliche Verpflichtung aus der MFA nach IAS 19 oder IAS 37 bilanziert werden sollte, traft aber keine Entscheidung.

Der Stab wurde gebeten, eine Zusammenfassung der Punkte zu erstellen, die während der Diskussion aufgekommen sind, um diese nachfolgend in das IFRIC Update einzuarbeiten und so den Adressaten Hinweise zum gegenwärtigen Meinungsstand des IFRIC zu geben. Nach Erörterung weiterer Sachverhalte auf einer der nachfolgenden Sitzungen wird IFRIC entscheiden, ob mit der Erstellung eines Interpretationsentwurfes fortgefahren wird.

Diese Zusammenfassung basiert auf Notizen, die von Beobachtern beim IASB Meeting gemacht wurden. Sie sind nicht als offizielle oder endgültige Zusammenfassung zu verstehen.

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