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Empfehlungen des Agendaauschusses bezüglich Anträgen zur Aufnahme von Sachverhalten auf die IFRIC-Adenda

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IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Test der Hedge-Effektivität auf kumulierter Grundlage

IFRIC befasste sich mit einer Vorlage bezüglich der Beurteilung der Hedge-Effektivität. Die Frage ist, wenn ein Unternehmen eine Regressionsanalyse zur Durchführung von Tests zur retrospektiven und prospektiven Hedge-Effektivität an einem Zwischenzeitpunkt vornimmt, ob diese Tatsache eines für kurze Zeit auseinanderfallenden (außerhalb des Ranges von 80-125%) Dollar-zu-Dollar Vergleiches (z.B. für 5 Tage) zwischen den Cashflow-Veränderungen des Sicherungsinstrumentes und des besicherten Grundgeschäftes notwendigerweise besagt, dass das Unternehmen kein Hedge-Accounting vornehmen darf.

IFRIC beschloss, eine Agenda-Entscheidung herauszugeben, die klarstellt, das IAS 39 zwischen den Anforderungen zur Messung der Hedge-Effektivität und den Anforderungen zur Durchführung eines Hedge-Effektivitätstests unterscheidet. Das Auseinanderfallen der Dollar-Beträge kann an einem bestimmten Tag außerhalb der 80-125% Bandbreite liegen, ohne die Qualifizierung zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zu verfehlen. Allerdings wäre ein Unternehmen weiterhin dazu verpflichtet, den Dollar-Ausgleich zu bewerten und die Hedge-Ineffektivität in der Gewinn- und Verlustrechnung aufzuzeigen.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Darstellung der "Netto-Finanzierungsaufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung

IFRIC erörterte, ob IFRS 7 es Unternehmen erlaubt, ihre Finanzierungsaufwendungen und -erträge netto in der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen. IFRS 7.IG13 legt fest, dass die gesamten Zinserträge und -aufwendungen gemäß Paragraph 20(b) als ein Bestandteil der Finanzierungskosten anzugeben sind. Diese Finanzierungskosten sollen gemäß IAS 1.81(b) getrennt im Hauptteil der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben werden. Das würde allerdings der im Oktober 2004 erschienenen IFRIC-Update enthaltenen IFRIC-Entscheidung zu "Netto-Finanzierungsaufwendungen" widersprechen.

IFRIC beschloss, diese Thematik nicht mit auf die Agenda zu nehmen. Eine klare Unterscheidung sollte zwischen den Angabeanforderungen des IFRS 7 und der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung gezogen werden. Ferner merkte IFRIC an, dass IAS 1.32 klarstellt, dass Erträge und Aufwendungen nicht miteinander verrechnet werden sollten. Eine Verrechnung findet nur statt, wenn dies ein anderer Standard erlaubt bzw. vorschreibt. Es wurde auch entschieden, dass eine Empfehlung zur Änderung des Textes von IFRS 7.IG13 an den Board weitergereicht wird, um derzeitig irreführende Passagen zu beseitigen.

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klassifizierung und Bilanzierung von SIM-Karten

IFRIC erhielt im Mai 2006 eine Anfrage zur Bereitstellung von Leitlinien hinsichtlich der Bilanzierung von Subscriber-Identity-Module-Karten (SIM-Karten) bei Mobilfunkanbietern. Die Problematik dabei war, ob SIM-Karten beim erstmaligen Erwerb als Vorratsvermögen bilanziert werden sollten.

IFRIC merkte an, dass dieser Sachverhalt eng mit dem Thema "Kosten der Vertragsakquisition in der Telekommunikationsbranche" verbunden ist. Dieses Thema wurde von IFRIC nicht mit auf die Agenda genommen. Die Entscheidung hierfür wurde im März 2006 im IFRIC-Update veröffentlicht. Übereinstimmend mit dieser Entscheidung beschloss IFRIC, dass es in Bezug auf SIM-Karten in angemessener Zeit keinen Konsensbeschluss erreichen könnte. Somit wurde diese Thematik nicht mit auf die Agenda genommen.

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Anwendung von IAS 38 (rev. 2004)

Durch Verbesserungen an IAS 16 Sachanlagevermögen im Dezember 2003 wurden Folgeänderungen an IAS 38 vorgenommen. Weitere Folgeänderungen an IAS 38 entstanden im März 2004 durch IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, welcher die Vorschriften in IAS 38 geändert hat, um eine prospektive Anwendung vorzuschreiben. Die von IFRIC erhaltene Anfrage bezog sich darauf, ob die durch IFRS 3 entstandenen Änderungen eine retrospektive oder prospektive Anwendung von IAS 38 vorsehen, wenn ein Anwender IAS 38 (rev. 2004) frühzeitig anwendet.

IFRIC stimmte überein, dass es früher bezüglich dieses Sachverhaltes unterschiedliche Vorgehensweisen in der Praxis gab. Eine fortbestehende Divergenz ist allerdings unwahrscheinlich, da die Übergangsvorschriften der derzeitigen Fassung von IAS 38 verständlich sind. IFRIC entschied, diese Thematik nicht auf die Agenda zu nehmen.

IAS 11 Fertigungsaufträge - Aufteilung von Gewinnen bei nichtsegmentierten Verträgen

IFRIC erkannte während seiner Beratungen zu Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen ein Problem in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung bestimmter vertraglicher Vereinbarungen. Die Frage ist, ob es bei einem nichtsegmentierten Vertrag angemessen ist, den unterschiedlichen Bestandteilen des Vertrages unterschiedliche Gewinnmargen zuzurechen. Der Sachverhalt wurde abgelehnt. IFRIC stellte allerdings die Veröffentlichung der Ablehnung solange zurück, bis der Interpretationsentwurf D20 Kundenbindungsprogramme (D20 Customer Loyalty Programmes) veröffentlicht wurde, da die Sachverhalte miteinander zusammenhängen.

IFRIC beschloss, dass dieser Sachverhalt nicht auf die Agenda genommen wird.

Diese Zusammenfassung basiert auf Notizen, die von Beobachtern bei der IFRIC-Sitzung gemacht wurden. Sie sind nicht als offizielle oder endgültige Zusammenfassung zu verstehen.

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