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IAS 16 Sachanlagen – Bilanzierung von Abraumkosten während der Produktionsphase in der Bergbaubranche

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Infolge seiner Entscheidung, den Sachverhalt in sein Arbeitsprogramm aufzunehmen, erörterte IFRIC, wie man den Anwendungsbereich des Projekts zu Abraumkosten während der Produktionsphase einer Mine abgrenzen könne. Zwei Kernsachverhalte wurden diskutiert:

ob der Anwendungsbereich alle Rohstoffindustrien umfassen solle oder lediglich den Abbau von Mineralien; und

ob der Anwendungsbereich branchen- oder tätigkeitsbezogen abgegrenzt werden solle.

Ein IFRIC-Mitglied stellte die Frage, ob der Stab sich mit Vertretern anderer Branchen als dem Bergbau beraten habe, weil die vorgeschlagenen Prinzipien zur Bilanzierung von Abraumkosten in gleicher Weise in anderen Branchen mit ähnlichen Tätigkeiten Anwendungsrelevanz besäßen. Ein anderes Boardmitglied fragte, warum der vorgeschlagene Anwendungsbereich der Interpretation auf die Bergbaubranche begrenzt worden sei. Dieses Mitglied drückte seine Präferenz dafür aus, dass Tätigkeiten definiert werden sollten, die durch die Interpretation abgedeckt würden, im Gegensatz zu einer Branche. Mehrere IFRIC-Mitglieder teilten dieses Ansicht.

Ein IFRIC-Mitglied stimmte dieser Ansicht prinzipiell zu, meinte aber, dass es IFRIC praktisch und realistisch nicht möglich sein könnte, eine Interpretation mit einem solch weiten Anwendungsbereich in absehbarer Zeit zu entwickeln, weil IFRIC weitere Lehreinheiten zu anderen Branchen benötige, bevor man einen Beschluss fassen könne, ob die Prinzipien sachgerecht seien. Auf dieser Grundlage meinte das Mitglied, dass der Anwendungsbereich auf die Bergbaubranche begrenzt werden sollte, weil die ursprünglich bei IFRIC eingegangene Anfrage aus dieser Branche kam. Ein anderes Boardmitglieder sagte, dass, falls IFRIC oder der Stab bereits mögliche Gebiete herausgefunden hätten, auf denen die vorgeschlagene Interpretation zur Anwendung kommen könne, diese Gebiete gegenwärtig nicht ignoriert werden sollten.

IFRIC erörterte den Sachverhalt eine Weile, wobei ein Mitglied andeutete, dass, falls die Prinzipien auf andere Branchen oder Tätigkeiten angewendet werden könnten, die Grundlage für Schlussfolgerungen zu der Interpretation einen ähnlichen Paragrafen wie in IFRIC 15 enthalten könne, wo es heißt, dass die Interpretation per Analogieschluss auf andere vergleichbare Tätigkeiten angewendet werden könne. Damit IFRIC den Beschluss fassen könne, dass die vorgeschlagene Interpretation per Analogie anwendbar sein sollte, meinte der Vorsitzende, dass es zunächst einmal erforderlich sei, deren Anwendungsbereich abzugrenzen und die sachgerechte Bilanzierungsweise zu formulieren. Über eine Analogie zu anderen Tätigkeiten könne erst entschieden werden, wenn das Projekt zum Abschluss gebracht worden sei.

Ein anderes IFRIC-Mitglied sagte, dass die vorgeschlagene Formulierung des Paragrafen zum Anwendungsbereich übermäßig kompliziert sei und meinte, sie könne vereinfacht werden, wenn man stattdessen den Ausdruck "ungenutztes" Material verwende. Der Stab entgegnete, dass, obgleich die Formulierung von den Adressaten vorgeschlagen worden sei, er diesem Vorschlag zustimme.

Der Vorsitzende erinnerte IFRIC sodann, dass man die Verpflichtung habe, sich darauf zu konzentrieren, wo der Sachverhalt der uneinheitlichen Handhabung seinen Ursprung habe und dann diese Uneinheitlichkeit zu behandeln. In diesem Fall sei dies die Bergbaubranche, und der Anwendungsbereich der Interpretation solle darauf beschränkt werden.

IFRIC verständigte sich darauf, dass der sich Anwendungsbereich der Interpretation auf die Tätigkeit der Abraumbeseitigung beziehen und nicht spezifischer sein sollte.

IFRIC wandte sich sodann der Frage zu, ob der Anwendungsbereich der Interpretation auf die Produktionsphase begrenzt oder ob die anderen Tätigkeiten im Bergbau ebenfalls einbezogen werden sollen. Ein IFRIC-Mitglied stellte fest, dass es wichtig sei, den Grund zu verstehen, warum der vorgeschlagene Anwendungsbereich auf die Produktionsphase beschränkt sei. Ein anderes IFRIC-Mitglied meinte, dass durch die Beschränkung des Anwendungsbereichs allein auf die Produktionsphase der Bilanzarbitrage Tür und Tor geöffnet werde. Aus diesem Grund sei es von entscheidender Bedeutung, dass, auch wenn sowohl die Entwicklungs- als auch die Produktionsphase in der vorgeschlagenen Interpretation behandelt würden, die Produktionsphase eindeutig abgegrenzt werden müsse.

Der Vorsitzende erläuterte, dass Minen keine Schwierigkeiten haben, zwischen der Entwicklungs- und der Produktionsphase zu unterscheiden, weil es ziemlich einfach ist festzustellen, wann der Produktionsbetrieb aufgenommen wird. Er erläuterte weiter, dass die unterschiedliche Handhabung in der Praxis bei der Bilanzierung von Abraumkosten nicht in der Entwicklungsphase auftrete, sondern vielmehr, wenn mit der Produktion begonnen würde - ergo die Bitte um eine IFRIC-Interpretation.

Ein IFRIC-Mitglied meinte, dass die Unterscheidung in der Praxis schwierig sei, weil es möglich sei, dass man bei einer Grube der Mine mit der Produktion begonnen habe, aber weiterhin in der Entwicklungsphase bei einer anderen Grube sei. Es sei deshalb wichtig zu verstehen, was das Bilanzierungsobjekt sei. Ein anderes Mitglied meinte, dass es wichtig sei, dass die vorgeschlagene Definition der Produktionsphase weiterhin mit den bestehenden Leitlinien in Einklang stehe, die in IAS 16 enthalten seien.

Ein Mitglied bezweifelte, dass die Unterscheidung in Entwicklungs- und Produktionsphase wirklich so entscheidend sei. Er sei der Ansicht, dass die vorgeschlagene Interpretation sich darauf konzentrieren solle, wann die Definition eines Vermögenswerts erfüllt sei - mit anderen Worten: wann der zukünftige Nutzen in den Verfügungsbereich des Unternehmens gelange.

Als die IFRIC-Mitglieder gefragt wurden, ob sie den Vorschlag des Stabs, den Anwendungsbereich auf die Produktionsphase zu begrenzen, ablehnten, stimmte keine Mitglied dagegen.

IFRIC wurde sodann gefragt, ob Einvernehmen darüber bestehe, den Anwendungsbereich weiter auf den Tagebau zu beschränken - eine Art Bergbau, bei der Erde und Gestein, das auf den Mineralvorkommen liegt, beseitigt wird. Ein IFRIC-Mitglied meinte, dass, falls die Tätigkeiten, auf die diese vorgeschlagene Interpretation Anwendung fände, festgelegt worden seien, keine Notwendigkeit bestünde, sie auf den Tagebau zu beschränken. Ein anderes Mitglied meinte, dass ohne eine Begrenzung des Anwendungsbereichs praktisch ungewollte Konsequenzen geschaffen würden. Dieses Mitglied sprach sich dafür aus, die Tätigkeiten, auf die diese vorgeschlagene Interpretation angewendet werden könne, einzugrenzen, solange diese Tätigkeiten eindeutig definiert seien. Der Vorsitzende erinnerte IFRIC daran, dass die Tätigkeit, zur der IFRIC um Bereitstellung von Leitlinien gebeten worden sei, die Abraumbeseitigung bei Tagebauaktivitäten sei. Kein Mitglied schien dem Vorschlag zu widersprechen.

Die Diskussion drehte sich sodann um die Frage, ob der Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Interpretation nur auf solche Umstände beschränkt werden solle, bei denen die Tätigkeit der Abraumbeseitigung zur Schaffung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens führt. Ohne große Erörterung stimmte IFRIC dem Vorschlag zu, den Anwendungsbereich nicht auf Umstände zu beschränken, in denen zukünftiger Nutzen geschaffen wird.

IFRIC wandte sich dann erneut der ersten Frage zu, ob der Anwendungsbereich auf Bergbautätigkeiten beschränkt werden sollte. Ein IFRIC- Mitglied zeigte sich mit dem Anwendungsbereich so, wie er in den Agendapapieren ausformuliert war, zufrieden und meinte, dass IFRIC sich um das kümmern solle, was ihm aufgetragen wurde. Wenn IFRIC von den Adressaten um Hilfe gebeten werde, solle IFRIC hilfreich sind und Leitlinien zur Verfügung stellen, ohne das Ansinnen beiseite zu wischen; andernfalls würden die Adressaten nicht mehr um Hilfe nachfragen. Der Vorsitzende kam zu dem Schluss, dass der Anwendungsbereich der Interpretation knapp und präzise gehalten werde.

IFRIC verständigte sich darauf, den Anwendungsbereich auf die Bilanzierung von Kosten für die Beseitigung von Schutt im Tagebau während der Produktionsphase zu begrenzen.

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