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Studie über die Auswirkungen der aufwandswirksamen Erfassung von Aktienoptionen

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01.12.2005

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat einen Bericht über die Auswirkungen der aufwandswirksamen Erfassung von Aktienoptionen auf die im S&P 500-Index enthaltenen Unternehmen veröffentlicht.

Der US-Rechnungslegungsstandard SFAS 123(R) schreibt die aufwandswirksame Erfassung von Aktienoptionen vor (für die Mehrheit der an der US-Börse notierten Unternehmen ist dies ab 2006 verpflichtend). IFRS 2 stimmt mit SFAS 123(R) fast vollständig überein. S&P kam zu folgenden Ergebnissen:

Der Aufwand für Aktienoptionen wird bei den S&P 500-Unternehmen zu einem Ergebnisrückgang um 4,2% führen. Am meisten ist hiervon der Bereich Informationstechnologie betroffen, wo die Ergebnisse um 18% geringer ausfallen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis aller Bereiche wird sich dadurch erhöhen, jedoch unter dem langfristigen Durchschnitt bleiben.

Die aufwandswirksame Erfassung von Aktienoptionen wird deutliche Auswirkungen auf die Unternehmen des Standard & Poor's 500-Index haben. Allerdings ist der Index aufgrund des Rekordgewinnklimas, hoher Margen und historisch niedriger operativer Kurs-Gewinnverhältnisse bestens in der Lage, die zusätzlichen Aufwendungen zu absorbieren.

S&P zeigt sich unzufrieden mit solchen Unternehmen, die versuchen, ihr Ergebnis vor Abzug von Aktienoptionsaufwand besonders hervorzuheben, und über Analysten, die die aufwandswirksame Erfassung von Aktienoptionen ignorieren. In dem Bericht wird betont, dass

Standard & Poor's Aktienoptionsaufwand in sämtlichen Ergebniswerten über alle Branchen hinweg berücksichtigen und hierüber berichten wird. Dies bezieht sich auf das operative, das berichtete und das Kernergebnis und findet in den Analysen in den S&P Domestic Indices, Börsenberichten und den zukunftsorientierten Schätzungen Anwendung. Dies schließt auch alle elektronischen Produkte ein [...]. Die Anleger profitieren von klaren und einheitlichen Informationen und Analysen. Eine einheitliche Methode der Ergebnisberechnung, die auf anerkannten Rechnungslegungsstandards und Verfahren fußt, stellt ein entscheidendes Element des Anlageprozesses dar. Durch seine Unterstützung dieser Definition trägt Standard & Poor's zu einem seriösen Anlageumfeld bei.

Die gegenwärtige Diskussion um die Ergebnisdarstellung unter Vernachlässigung von Optionsaufwand durch Unternehmen, allgemein auch als "Non-GAAP-Earnings" bezeichnet, zielt auf das Herzstück der Corporate Governance ab. Darüber hinaus werden viele Analysten dazu ermuntert, ihre Einschätzungen auf der Basis dieser "Non-GAAP-Earnings" durchzuführen. Auch wenn wir keine Wiederholung der EBBS ("Earnings Before Bad Stuff") Pro-Forma Ergebnisrechnungen wie in 2001 erwarten, so hängt die Vergleichbarkeit von Sachverhalten und Branchen doch von der generellen Einhaltung eines anerkannten Kanons von Rechnungslegungsvorschriften ab. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, benötigen die Anleger Daten, die im Einklang mit anerkannten Rechnungslegungsvorschriften stehen. Noch besorgniserregender sind die möglichen Auswirkungen derartiger alternativer Darstellungen und Berechnungen auf das gesunkene Vertrauen in die Unternehmensberichterstattung seitens der Anleger. Die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre im Bereich der Corporate Governance haben das Vertrauen vieler Anleger ausgehöhlt, Vertrauen, dessen Wiedergewinnung Jahre kosten wird. In einer Zeit der sofortigen Verfügbarkeit von Daten und der sorgfältig ausformulierten Veröffentlichungen an die Anleger ist Vertrauen ein bedeutendes Thema.

Zum Download des Berichts von S&P über die Auswirkungen der aufwandswirksamen Erfassung von Aktienoptionen (in englischer Sprache, 399 KB) klicken Sie bitte hier. Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag urheberrechtlich geschützt ist und hier lediglich mit der freundlichen Erlaubnis von S&P veröffentlicht wurde.

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