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Konferenz zu Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung in Lateinamerika - 3. Tag

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16.06.2007

Die Weltbank, der internationale Wirtschaftsprüferverband und die interamerikanische Entwicklungsbank fördern gemeinsam eine Konferenz zur Rechnungslegung und Rechenschaftspflicht für das regionale Wirtschaftswachstum in Lateinamerika und der Karibik.

Die Konferenz findet in Mexiko-Stadt vom 13. bis 15. Juni 2007 mit etwa 500 Teilnehmern statt. Nachstehend finden Sie die Übersetzung der Mitschrift der Beobachter von Deloitte für den dritten Tag der Konferenz.

Konferenz zur Rechnungslegung und Rechenschaftspflicht für das regionale Wirtschaftswachstum

Mexiko-Stadt, Mitschrift vom 15. Juni 2007

Wie andere Regionen der Welt sich den Herausforderungen der finanziellen Rechenschaftspflicht stellen

Die abschließende Plenumssitzung war als Podiumsdiskussion konzipiert, die sich um Erfahrungen mit der Einführung von Reformen bezüglich finanzieller Rechenschaftspflicht in der EU, Südosteuropa und Afrika drehte. Die Mitglieder des Podiums erörterten die verschiedenen Ansätze, die zum Einsatz gekommen waren, und zeigten deren Vor- und Nachteile auf. Dies bot nützliche Informationen für die nächsten Schritte der Entwicklung der Rechnungslegung in Lateinamerika und der Karibik.

Juan Arteagoita, Generaldirektor für Binnenmärkte bei der Europäischen Kommission, erklärte die Reform der achten EU-Direktive zu Gesellschaftsrecht im Hinblick auf Wirtschaftsprüfung und eine verwandte Direktive zu Unternehmensführung. Er stellte die Hauptmerkmale der überarbeiteten Direktive einschließlich der verpflichtenden Anwendung der internationalen Prüfungsstandards dar (auch hier gibt es einen europäischen Übernahmeprozess ähnlich dem für IFRS). Ebenfalls eingeschlossen sind Unabhängigkeitsstandards für Prüfer, die auf Anforderungen von IFAC basieren und der Forderung, dass das Prüfungskomitee die Wirksamkeit interner Kontrollen überwacht und darüber berichtet. Die überarbeitete Direktive behandelt ebenfalls Prüferqualifikationen und die Anerkennung von Wirtschaftsprüfern, die ihre Qualifikation außerhalb der EU erworben haben. Die Reformen der EU geben ein Beispiel dafür, wie eine entwickelte Wirtschaft die Herausforderungen sich verändernder internationaler Standards meistert.

Eric van der Plaats von der Weltbank sprach über die Erfahrungen Südosteuropas bei der Entwicklung eines regionalen Ansatzes bei der Entwicklung von Rechnungslegung. Die Reform der Rechnungslegung wird als integraler Bestandteil des regionalen Wirtschaftswachstums angesehen. Die Arbeit wird vom REPARIS-Büro geleistet (The Road to Europe: Program of Accounting Reform and Institutional Strengthening – Der Weg nach Europa: Programm zur Reform der Rechnungslegung und zu Stärkung der Institutionen), das als Zielsetzung den Aufbau eines verlässlichen Rechnungslegungssytems hat, das der Wirtschaft als ganzes dienen soll. REPARIS verwendet die Auswertungen der Berichte über die Einhaltung von Standards und Vorschriften (Reports on Observation of Standards and Codes, ROSC) der Weltbank als Ausgangspunkt für die Entwicklung von maßgeschneiderten Aktionsplänen. Es besteht die Hoffnung, dass gemeinsame Anstrengungen über nationale Grenzen hinweg unternommen werden, um gemeinsame Probleme zu lösen – wie beispielsweise die Einführung von IFRS und ISA, steuerliche Buchführung, KMU-Abschlüsse, aufsichtsrechtliche Berichterstattung und der Bedarf an Rechnungslegungs- und Prüfungskapazitäten in der Region.

Ignatius Sehoole, der Vorsitzende des Komitees für Entwicklungsländer des IFAC, berichtete den Teilnehmer über die Ergebnisse einer regionalen Rechnungslegungkonferenz, die im September 2006 in Nairobi gehalten wurde. Diese Konferenz strich die Bedürfnisse von KMU und kleinen und mittelgroßen Prüfungsgesellschaften hervor, insbesondere der Zugang zu Standards, Übersetzung und Umsetzungsleitlinien, die Notwendigkeit, Verhaltensweisen fundamental zu ändern, um Korruption zu bekämpfen und die Arbeitsethik zu stärken, Aus- und Weiterbildung des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer (insbesondere durch gemeinsame Arbeitspläne und den Austausch von Expertise), den Aufbau einer Wirtschaftsprüfung in jedem Land mit Fokus auf der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor (nicht nur auf der Ebene der qualifizierten Wirtschaftsprüfer, sondern auch auf Ebene der Buchhalter) sowie hochwertige Unternehmensführung. Die Konferenz betonte die Notwendigkeit, regional Zusammenarbeit zu stärken, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Aziz Dieye vom Komitee für Entwicklungsländer des IFAC sprach von den Erfahrung der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (Union économique et Monétaire Ouest Africaine, UEMOA), die 1994 gegründet würde und deren Währungsunion vor dem Euro ins Leben gerufen wurde. Die Union war erfolgreich, weil sie auf den wirtschaftlichen Realitäten aufbaute, während vorangegangenen politisch inspirierte Unionen versagt hatten. UEMOA versucht afrikanische Einheit durch regionale Integration zu erreichen, einschließlich einer gemeinsamen Währung und eines gemeinsamen Rahmenkonzepts für die Rechnungslegung. Obwohl UEMOA einigen Erfolg hatte, führte die ihre einzelvertragsbasierte Struktur dazu, dass man nicht rasch genug auf Änderungen im Bereich der internationalen Rechnungslegung reagieren konnte, wie zum Beispiel auf Änderungen in der Standards der Unternehmensführung, Rechnungslegungsstandards und Prüfungsstandards seit 2001. Was wirklich nötig sei, sei eine flexiblere Methode, die schnelle Veränderungen erlauben würde.

Schussbemerkungen

Luis Morion Llosa, der Vorsitzende des mexikanischen Wirtschaftsprüferverbandes, dankte den Teilnehmern für ihre Beiträge der letzten Tage und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass diese Konferenz die erste in einer langen Reihe ähnlicher Veranstaltungen sein werde. Er wiederholte, dass das Thema der Konferenz – Rechnungslegung und Rechenschaftspflicht für das regionale Wirtschaftswachstum – im gemeinsamen Interesse von ganz Lateinamerika und der Karibik liege, und er ermunterte die Region, die Diskussionen dieser Konferenz als Ausgangspunkt für eigenes Handeln zu nutzen.

Ian Ball, Hauptgeschäftsführer des IFAC, hielt fest, dass die Konferenz ein großes Ereignis von Zusammenarbeit gewesen sei, das die Weltbank, die interamerikanische Entwicklungsbank und IFAC zusammen ermöglicht hätten. Er sah dies als ein Sinnbild für den Wunsch nach Zusammenarbeit, um nachhaltiges Wachstum durch verbesserte Rechnungslegung und Unternehmensführung in der Region zu erreichen.

Sitzung von regionalen Standardsetzern

Direkt im Anschluss an die Konferenz trafen sich Standardsetzer aus Lateinamerika und der Karibik um eine Reihe von Sachverhalten zu erörtern. Diese schlossen folgende Sachverhalte ein:

Stand der Einführung von IFRS in verschiedenen Rechtskreisen und Erfahrungen in diesen Rechtskreisen

Einführung von IFRS, Einführung von „IFRS-Äquivalenten‟, Anpassung von IFRS aus nationalen Gründen

Der vorgeschlagene IFRS für KMU

Übersetzung der IFRS

Beteiligung regionaler Standardsetzer am Konsultationsprozess des IASB

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