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EU-Spitzen drängen auf Reform des IASB

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11.11.2008

Die Regierungsspitzen der EU-Mitgliedstaaten kamen am 7. November 2008 in Brüssel zusammen, um eine koordinierte europäische Reaktion auf die Finanzmarktkrise zu besprechen.

Dieses Treffen galt zu einem Teil auch der Vorbereitung des Treffens der G-20 am 15. November in Washington. In ihrem (in englischer Sprache, 101 KB) bestätigten die EU-Spitzen ihren Entschluss, "langfristige Wege zu entwickeln, das internationale Finanzsystem zu reformieren". Man kam außerdem überein, dass es die Aufgabe von Europa sei, "Prinzipien vorzustellen, auf denen ein neues internationales Finanzsystem aufbauen könne" und die auf der G-20-Sitzung erörtert werden können. Die Prinzipien sind die folgenden:
  1. Kein Finanzinstitut, kein Marktsegment und kein Rechtskreis dürfen anteiliger Aufsicht und angemessener Regulierung oder zumindest Überprüfung entkommen.
  2. Das neue internationale Finanzsystem muss auf den Prinzipien von Rechenschaftspflicht und Transparenz aufbauen.
  3. Das neue Finanzsystem muss gestatten, dass Risiken so eingeschätzt werden, dass Krisen verhindert werden.
  4. Der internationale Währungsfond muss eine zentralere Rolle in einer effizienteren Finanzarchitektur erhalten.

In Bezug auf das zweite oben genannte Prinzip sagten die EU-Spitzen:

2. Das neue internationale Finanzsystem muss auf den Prinzipien von Rechenschaftspflicht und Transparenz aufbauen.

  • Die Transparenz finanzieller Transaktionen muss dadurch sichergestellt werden, dass es ein umfassenderes Informationssystem gibt, in dem nicht länger große Teile finanzieller Aktivitäten aus dem Bereich prüfbarer und nachweisbarer Berichte fallen.
  • Anordnungen, die dazu führen, dass übermäßige Risiken eingegangen werden, müssen überarbeitet werden. Das gilt insbesondere für die Verbriefung von Schulden und die Gehaltspolitik.
  • Beratungs- und Prüfungsstandards, die für Finanzinstitute gelten, müssen überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie nicht dazu beitragen, Spekulationsblasen in den Wachstumsphasen aufkommen zu lassen und in wirtschaftlichen Abschwungphasen Krisen zu verschärfen.
  • Standardsetzende Gremien, insbesondere im Bereich der Rechnungslegung, müssen reformiert werden, um einen wirklichen Dialog mit allen betroffenen Parteien zu ermöglichen, insbesondere mit den Aufsichtsbehörden.

Die EU-Spitzen drängten auch darauf, dass die G-20"das Prinzip der Konvergenz von Rechnungslegungsstandards übernehmen und die Anwendung der Marktwertbilanzierung im Finanzsektor überprüfen, um sicherzustellen, dass der Sektor im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen geführt wird".

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