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Der Vorsitzende des FASB: Was ich aus der Finanzmarktkrise gelernt habe

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19.09.2008

In einer Rede vor einer großen Gruppe von Finanzvorständen bei einer Gesprächsrunde zu strukturierter Finanzierung in New York hat sich der Vorsitzende des US-amerikanischen Standardsetzers FASB, Robert H.

Herz, dazu geäußert, was er persönlich aus der Finanzmarktkrise über Bilanzierung und andere Themen gelernt und wieder neu gelernt hat: Lessons Learned, Relearned, and Relearned Again from the Credit Crisis – Accounting and Beyond (in englischer Sprache, 52 KB). Nachfolgend finden Sie einige Auszüge in deutscher Übersetzung. Viele weitere Informationen und Meinungen finden Sie auf unserer Seite zur Finanzmarktkrise.

Hier ist also meine Liste mit einigen der Hauptsachverhalte, die zu lernen und in manchen Fällen auch neu zu lernen sind, und mit einigen wichtigen Fragen, die meiner Meinung nach gestellt werden sollten:

immer die Risiken bedenken

Liquidität ist wichtig

Leverage ist eine zweischneidige Sache

„aus den Augen, aus dem Sinn‟

„als Käufer muss man vorsichtig sein‟

Bilanzierung hat Folgewirkungen – aber sind wir bereit, der Wahrheit ins Auge zu sehen?

auf Ausnahmen aufpassen

gute Berichterstattung erfordert sowohl gute Standards als auch eine getreue Anwendung dieser Standards

der beizulegende Zeitwert – Schuft oder Retter?

stabile Märkte brauchen eine angemessene Infrastruktur

möglicherweise sind grundlegende Änderungen in den Kapitalmärkten und der Finanzdienstleistungsindustrie unumgänglich

globale Probleme erfordern globale Lösungen

perverse Anreizstrukturen führen zu perversen Ergebnissen

jede Krise birgt viele Herausforderungen aber auch viele Möglichkeiten für Veränderung und Verbesserung

Hinsichtlich der Anwendung des beizulegenden Zeitwerts bei Finanzinstrumenten sagte Herz:

Natürlich ist es keine Frage, dass die Einführung des beizulegenden Zeitwerts in illiquiden Märkten eine Herausforderung und schwierig ist, und es müssen wichtige Fragen gestellt werden. Spiegelt er die Realität wieder oder läuft er ihr voraus oder nach? Gibt es echte Bedenken hinsichtlich Prozyklizität? Dies sind wichtige Fragen und Sachverhalte; aber lassen Sie mich fragen: Was wäre die Alternative? Nicht ehrlich zu sein hinsichtlich des gegenwärtigen Werts der eigenen Vermögenswerte, die Anschaffungskosten oder einen anderen geglätteten Wert zu verwenden, der die gegenwärtigen Marktbedingungen ignoriert? Und doch ist das in einigen Fällen genau das, um das uns die Leute gebeten haben – die schlechten Nachrichten einfach eine Weile zurückzuhalten, bis es wieder besser aussieht. Und das ist genau das, was Japan ohne Erfolg über zehn Jahre lang zu tun versuchte.

Die Anleger waren deutlich: Sie wollen die gegenwärtigen Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte eines Unternehmens sehen. Sie sind der Meinung, dass das die sachgerechte Bilanzierung solcher Posten ist, und sie spenden allgemein der zusätzlichen Transparenz Beifall, die durch die neuen Angabeforderungen nach FAS 157 entstanden ist (und hätten sogar gerne noch mehr Angaben wie beispielsweise Schwankungsbreiten und Sensitivität).

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