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FASB-Vorsitzender Herz spricht vor dem Nationalen Presseclub

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28.06.2009

Der Vorsitzende des US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board Robert H. Herz sprach am 26. Juni 2009 vom dem Nationalen Presseclub in Washington.

Sein Vortrag trug den Titel Die Geschichte wiederholt sich nicht selbst, Menschen wiederholen die Geschichte – Gedanken und Beobachtungen aus der ersten Reihe zur Schaffung eines gesunderen Finanzsystems (in englischer Sprache, 59 KB). Unter anderem nahm er zu folgenden Punkten Stellung:

Bilanzierung und die Finanzmarktkrise. "Eine sehr willkommene Entwicklung, die sich aus der Finanzmarktkrise ergab, besteht darin, dass eine breitere Schar von Interessenten nach mehr Transparenz als notwendiger Zutat für die Erholung und die Wiederherstellung des Vertrauens von Anlegern und Öffentlichkeit ruft. Das schließt die Notwendigkeit einer Verbesserung und Verschärfung bestimmter Bilanzierungs- und Rechnungslegungsstandards ein. Auch wenn die Bilanzierung nicht ursächlich für die Krise war und sie nicht beenden wird, so hat sie doch eine Reihe von Gebieten aufgedeckt, die eine Verbesserung bei den Standards und der Transparenz insgesamt erfordern."

Politisierung der Setzung von Bilanzierungsstandards. "Unglücklicherweise gab es bestimmte Unternehmen – dazu gehörten auch welche, die nachfolgend gescheitert sind und von der Regierung gerettet werden mussten – und Branchenvertreter, die nach politischen Eingriffen in die Setzung von Bilanzierungsstandards gerufen haben. Auch wenn dies ihr gutes Recht ist und auch wenn wir ganz bestimmt einen lebhaften Dialog mit dem Gesetzgeber begrüßen, so ist die Politisierung der Setzung von Bilanzierungsstandards durch bestimmte Interessen mit dem Risiko der Unterminierung des öffentlichen Vertrauens in die Integrität der Rechnungslegung behaftet. Die anlegende Öffentlichkeit erwartet und verdient unverzerrte und transparente Finanzinformationen, die nicht hinsichtlich bestimmter Geschäftsvorfälle, Unternehmen oder Branchen vorteilhaft verbogen ist."

Transparenz. "Transparenz ist nicht allein ein Modewort oder ein Klischee. Sie ist eine grundlegende und absolut essenzielle Eigenschaft gesunder Kapitalmärkte. Relevante, vertrauensvolle und zeitnahe Informationen sind der Sauerstoff der Finanzmärkte. Das Vorenthalten solcher Informationen gegenüber Märkten – oder die Verschmutzung der Informationen – können höchst nachteilige Konsequenzen haben."

Aufsichtsrechtliche Reform. "Einige der schwierigsten Bilanzierungs- und Rechnungslegungssachverhalte, die von der Finanzmarktkrise ausstrahlen, haben ihre Ursache zumindest zum Teil von mangelhafter Aufsicht und Risikomanagement, ungesunden Kreditvergabe- und Verbriefungspraktiken und dem Fehlen einer vernünftigen Marktinfrastruktur rund um die 'dunklen Märkte' für strukturierte Kreditprodukte und Derivate."

Berichterstattung gegenüber dem Kapitalmarkt versus aufsichtsrechtliche Berichterstattung. "Unser Augenmerk als Standardsetzer auf dem Gebiet der Bilanzierung ist auf die Kommunizierung relevanter, transparenter und unverzerrter Finanzinformationen zum Ertragslage und der Finanzverfassung eines Unternehmens an die Anleger und Kapitalmärkte gerichtet. Diese Informationen zielen darauf ab, informierte Anlageentscheidungen zu ermöglichen, und sind für eine effiziente Kapitalallokation quer durch die Volkswirtschaft unabdingbar. Die Transparenz, die mit externen Finanzberichte zur Verfügung stellt wird, trägt auch zur finanziellen Stabilität bei, indem sie das Ausmaß der Unsicherheit im System verringert. Auf der anderen Seite liegt das sehr wichtige Augenmerk der Bankenaufsicht auf der Sicherheit und dem Funktionieren individueller Finanzinstitutionen, dem Schutz von Kundeneinlagen und der Stabilität des Finanzsystems insgesamt. Vor dem Hintergrund unserer unterschiedlichen Aufgaben und Foki ist es nicht verwunderlich, dass wir manchmal unterschiedliche Sichtweisen zu bestimmten Bilanzierungs- und Rechnungslegungssachverhalten, die Finanzinstitutionen betreffen, einnehmen."

Globale Bilanzierungsstandards. "In Anerkennung der möglichen Vorteile, die daraus resultieren können, dass man einen einzigen Satz hochwertiger Bilanzierungsstandards quer über den globalen Kapitalmarkt hat, haben wir in den vergangenen Jahren einen gehörigen Teil unserer Zeit und Mühen in die Zusammenarbeit mit dem International Accounting Standards Board gesteckt, um gemeinsam an der Verbesserung und Vereinheitlichung unserer jeweiligen Standards durch Entwicklung gemeinsamer Standards auf den wesentlichen Gebieten und der Beseitigung von Unterschieden zwischen unseren Standards zu arbeiten. Gleichzeitig sind wir bemüht, uns um die Geschäfte zuhause zu kümmern, indem wir zeitnah auf Rechnungslegungssachverhalte in unserem System reagieren. Diese zwei Pferde gleichzeitig zu reiten ist nicht immer einfach und erfordert manchmal zeitnahe Reaktionen im Hinblick auf eine Verbesserung der US-GAAP auf einem Gebiet, während wir gleichzeitig an einer längerfristigen globalen Lösung mit dem IASB auf demselben Gebiet arbeiten."

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