Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Indem Sie ohne Veränderungen Ihrer Standard-Browser-Einstellung weiterhin diese Seite besuchen, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. Möchten Sie mehr Informationen zu den von uns verwendeten Cookies erhalten und erfahren, wie Sie den Einsatz unserer Cookies unterbinden können, lesen Sie bitte unsere Cookie Notice.
Sie können die volle Funktionalität unserer Seite mit Ihrem Browser nicht nutzen, weil Sie entweder eine alte Version von Internet Explorer verwenden oder der Kompatilitätsmodus eingeschaltet ist. Bitte prüfen Sie, ob der Kompatibilitätsmodus ausgeschaltet ist, nutzen Sie eine Version ab IE 9.0, oder verwenden Sie einen anderen Browser wie bspw. Google Chrome oder Mozilla Firefox.

Brauchen Banken besondere Rechnungslegungsstandards?

  • Waehrungssymbole (Finanzkrise) Image

22.01.2010

In einer Rede vor dem Institut der Wirtschaftsprüfer von England und Wales (Institute of Chartered Accountants in England and Wales, ICAEW) widmete sich Adair Turner, Vorsitzender der britischen Finanzdienstleistungsbehörde (Financial Services Authority, FSA) der Frage 'Banken sind anders: Sollte das in der Bilanzierung widergespiegelt werden?'

Er argumentierte wie folgt:

 

Ob das der Fall sein sollte, wird derzeit intensiv erörtert; dabei gibt es zwei Sichtweisen:
  • Unter den Bankenaufsichten und Zentralbanken herrscht die Meinung, dass die bestehenden Bankbilanzierungsstandards zu den Faktoren gehörten, die zur Krise beitrugen, einschließlich Prozyklizität in der Kreditvorsorge und der Bepreisung. Und es gibt die Forderung, dass die Standards für die Bilanzierung durch Banken die Bedenken der Bankenaufsichten widerspiegeln müssen. Es herrscht die Meinung, dass Banken anders sind und dass dem in den Rechnungslegungsstandards Rechnung getragen werden muss.
  • Unter vielen Wertpapieranalysten und Anlegern jedoch und auch unter manchen Standardsetzern herrscht die Meinung, dass Abschlüsse für Anleger erstellt werden und nicht für die Aufsichten, dass sie die "Wahrheit" widerspiegeln müssen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gegeben ist und dass ein jeglicher Einfluss der Regulatoren auf Bankbilanzierungsstandards ein Trojanisches Pferd sein könnte, mit dem es zu einer größeren Politisierung kommt.

Diese Spannung herrscht selbst unter den Regulatoren. Am Tisch des Finanzstabilitätsrats (Financial Stability Board, FSB) sind die Regulatoren und die Zentralbanken am meisten überzeugt, dass Banken anders sind und dass die Standardsetzer auf uns hören müssen. Die reinen Wertpapieraufsichten jedoch tendieren eher der Philosophie zuzustimmen, dass Abschlüsse für Anleger erstellt werden. Und die Spannung herrscht auch unter den Standardsetzungsgremien und verkompliziert den Fortschritt hin zur Harmonisierung internationaler Rechnungslegungsstandards. Der International Accounting Standards Board (IASB) unter der Führung von David Tweedie hat sich der Idee gegenüber offen gezeigt, dass es einen engen Dialog mit den Regulatoren geben sollte. Der Financial Accounting Standards Board (FASB) sah sich mehr an die Philosophie gebunden, dass Abschlüsse nur für Anleger erstellt werden, sowie an die Philosophie, dass Banken bei der Bilanzierung nicht anderes behandelt werden sollten als alle Anderen auch.

Weiterführende Informationen:

Zugehörige Themen

Correction list for hyphenation

These words serve as exceptions. Once entered, they are only hyphenated at the specified hyphenation points. Each word should be on a separate line.