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Vorsitzende von FASB und IASB diskutieren über weltweit gültige Bilanzierungsstandards

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07.12.2011

Auf der vom US-amerikanischen Institut der Wirtschaftsprüfer (American Institute of Certified Public Accountants, AICPA) ausgetragenen nationalen Konferenz zu aktuellen Entwicklungen bei SEC und PCAOB diskutierten die FASB-Vorsitzende Leslie Seidman und der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst über weltweit gültige Bilanzierungsstandards und über die mögliche zukünftige Übernahme der IFRS durch die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC).

Seidman sprach zuerst und fasste die Punkte aus der Stellungnahme der FAF an die SEC zusammen, in welche sie "breite Unterstützung dafür [zum Ausdruck bringt], dass die IFRS die Grundlage zukünftiger Bilanzierungsstandards, in welcher sie aber auch konstruktive Vorschläge unterbreitet, um die identifizierten Risiken eines Übergangs im Zaum zu halten". Zum Thema Konvergenz wiederholte Seidman Äußerungen von Hoogervorst, die dieser kürzlich auf der IFRS-Konferenz in Australien getätigt hatte; sie sagte "das Konvergenzmodell eines Nebeneinander-her ist langfristig nicht das optimale Modell".

Bei der eingehenderen Erörterung des Ansatzes, den die Vereinigten Staaten bei der Übernahme der IFRS verfolgen mögen, sowie zur weiteren Rolle des FASB traf Seidman die folgenden Äußerungen:

Wir werden immer ein flinkes, reaktionsfähiges Organ benötigen, um wichtige Sachverhalte in den USA zu behandeln. In Fällen, in den andere Länder dasselbe Problem haben, hätten wir die Hoffnung, dass wir den IASB oder IFRIC überzeugen können, sich des Sachverhalts anzunehmen und an dem Prozess teilzuhaben. Wenn sie dies aber nicht tun, würden wir den Sachverhalt für die USA behandeln; der IASB kann dann den Standard dann zu einem späteren Zeitpunkt hinsichtlich einer breiteren Anwendung erwägen.

Es gibt zwei Dinge, die hier zu bedenken sind. Der IASB ist mitten in einer weltweit angelegten Konsultation zu seinem Arbeitsprogramm, das in vielen Teilen der Welt seit langem erwartet wird. Wir würden erwarten, dass der IASB Projekte aufnimmt, die diese regionalen Bedenken adressieren. Zweitens rufen vielen Parteien nach einer Ruhephase, die es ihnen erlaubt, auf die neuen Standards überzugehen, und dem IASB, sich über die nächsten paar Jahre auf das Rahmenkonzept zu konzentrieren. Als Bilanzierer in den USA warte warte ich aber immer noch auf eine Ruhephase, und ich erwarte, dass drängende Sachverhalte weiterhin auftreten werden, die unsere umgehende Aufmerksamkeit erfordern. Sie können sich das als eine Art Sicherheitsnetz vorstellen, wenn sie wollen, aber es ist etwas sehr Wichtiges in unserem Kulturkreis.

In seiner Rede meinte Hoogervorst, dass die Übernahme der IFRS in den meisten Teilen der Welt angewendet wird, meinte aber zugleich, "dass es einen klaren Zeitplan für den Abschluss des ersten 'Übernahmeprozesses'" in den USA geben sollte. Er brachte auch das Thema der Beteiligung nationaler Standardsetzer im Konsultationsprozess des IASB auf und meinte, "dass mehr institutionelle Vereinbarungen für sich beteiligende nationale Standardsetzer und regionale Gruppierungen, die mit Rechnungslegungsstandards befasst sind, erforderlich seien."

Hoogervorst erörterte auch die Möglichkeit, US-Unternehmen ein Wahlrecht einzuräumen, die IFRS anzuwenden und sagte, dass bestimmte US-Unternehmen schon jetzt nach einem "einzigen Satz qualitativ hochwertiger Standards [riefen] und dass die IFRS das wirksamste Mittel darstellten, um dieses Ziel zu erreichen." Hoogervorst fuhr fort:

Unternehmen wie diese haben den Weg hinsichtlich einer Konsolidierung und Koordinierung ihrer internationalen Rechnungslegung gewiesen. Ich denke, dass die Gewährung eines Wahlrechts an eine begrenzte Zahl solcher US-Unternehmen, die IFRS in ihrer Konzernrechnungslegung zu verwenden einen guten Test der IFRS bieten würde.

Mir ist bewusst, dass es unvermeidliche Bedenken in der Frage gibt, zwei Rechnungslegungssysteme im US-amerikanischen Markt zu haben. Gleichwohl: Wenn die wesentlichen Wettbewerber solcher Unternehmen die IFRS anwenden, wird sich Vergleichbarkeit de facto erhöhen. Die Vergleichbarkeit könnte zudem nachgewiesen werden, wenn es sich bei diesen Wettbewerbern um ausländische Emittenten handelt, die bereits Gegenstand einer Prüfung durch die SEC sind.

Aus globaler Sicht würde ein begrenztes und vorzeitiges Wahlrecht, die IFRS anwenden zu dürfen, ein deutliches Signal für ein US-amerikanisches Bekenntnis zu dem IFRS darstellen.

Die Reden in englischer Sprache:

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