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IASB schließt seine Agendakonsultation mit einem Bericht über die Rückmeldungen ab

  • IASB Image

18.12.2012

Im Februar 2010 hatten die Treuhänder der IFRS-Stiftung, unter der der IASB arbeitet, Verbesserungen an seinen Governance-Vereinbarungen bekannt gegeben, darunter die Entscheidung, neben der jährlichen Anhörung der Treuhänder und des IFRS-Beirats zur bestehenden und zukünftigen Agenda alle drei Jahre eine öffentliche Konsultation zum zukünftigen Arbeitsprogramm des IASB durchzuführen. Am 20. Juni 2011 hat der IASB formell bekannt gegeben, dass er zum ersten Mal eine öffentliche Konsultation zum zukünftigen Arbeitsprogramm durchführen würde. Der IASB gab seine Bitte um Sichtweisen zu seiner Agendakonsultation am 26. Juli 2011 heraus. Heute hat der IASB seine Konsultation mit der Veröffentlichung eines Berichts zu den eingegangenen Rückmeldungen und ihrer Berücksichtigung abgeschlossen. Darin werden die künftigen Prioritäten des IASB dargestellt.

Der IASB hatte bei Anstoß der Agandakonsultation fünf Hauptaspekte identifiziert, die beim Erwägen des strategischen Ansatzes in Bezug auf das zukünftige Arbeitsprogramms berücksichtigt werden sollten:

  • Die Bandbreite der IFRS-Anwender wird immer größer.
  • Das Marktumfeld wird immer komplexer.
  • Es gibt eine Reihe von Änderungen, die umgesetzt werden müssen.
  • Die Qualität und Relevanz der Standards muss bewiesen werden.
  • Das Risiko nimmt zu, dass die Praxis in Bezug auf die Umsetzung und Übernahme immer unterschiedlicher wird.

Die Bitte um Sichtweisen: Agendakonsultation 2011, die daraufhin im Juli 2011 veröffentlicht wurde und mit der die Agenda des IASB erstmals für alle Beteiligten geöffnet wurde, erhielt große Aufmerksamkeit, und es gingen fast 250 Stellungnahmen ein, die zum Teil das Ergebnis umfassender Einbindungsaktivitäten (beispielsweise durch EFRAG) waren. Im Großen und Ganzen herrschte Einigkeit in Bezug auf die Themen, die der IASB angehen sollte. Fünf große Punkte schälten sich heraus:

  • Die Stellungnahmenden baten darum, dass einer Dekade von fast fortwährenden Änderungen in der Finanzberichterstattung eine Phase relativer Ruhe folgen sollte.
  • Es gab fast einstimmige Unterstützung dafür, dass der IASB die Arbeiten an seinem Projekt zum Rahmenkonzept priorisieren solle, das eine stabile und umsetzbare Grundlage für die Standardsetzung bieten würde.
  • Der IASB wurde um einige gezielte Verbesserungen gebeten, die die Bedürfnisse von Neuanwendern der IFRS betreffen.
  • Der IASB wurde gebeten, der Umsetzung und der Pflege der Standards größere Aufmerksamkeit zu schenken.
  • Der IASB wurde gebeten, die Art und Weise, wie er Standards entwickelt, zu verbessern, indem er rigorosere Kosten-Nutzen-Analysen und Problemdefinitionen früher im Standardsetzungsprozess durchführt.

Als Ergebnis wird die künftige fachliche Agenda des IASB drei Bereiche als Schwerpunkt haben: Umsetzung und Pflege (einschließlich Überprüfung nach der Einführung), Rahmenkonzept und eine kleinere Anzahl bedeutender IFRS-Projekte. Zu letzteren gehören die vier aktuellen großen Projekte (Finanzinstrumente, Leasingverhältnisse, Erlöserfassung und Versicherungsverträge) sowie drei neue oder wieder aufgenommen Projekte: Landwirtschaft mit Schwerpunkt produzierende biologische Vermögenswerte, preisregulierte Geschäftsvorfälle und Separate Abschlüsse: Anwendung der Equity-Methode.

Gleichzeitig mit der Verkündigung der künftigen Agenda hat der IASB auch einen geänderten Prozess für die Entwicklung von Standards bekanntgegeben. Der gegenwärtig übliche Prozess Agendavorschlag => Agendaentscheidung => Diskussionspapier => Entwurf => Standard => Überprüfung nach der Einführung wird nun auch eine Forschungsphase beinhalten. Der Anfang des Prozesses wird wie folgt umgestellt und erweitert: Forschungsphase => Diskussionspapier => Agendavorschlag, bevor eine Agendaentscheidung gefällt wird. Das bedeutet, dass ein Projekt zur Entwicklung eines neuen IFRS erst erwogen wird, nachdem die Forschungsergebnisse in einem Diskussionspapier zur Debatte gestellt wurden, zu dem öffentlich Stellung genommen werden kann. Nicht alle Forschungen werden zu einem Projekt auf Standardebene führen.

In dem Bericht zu den Rückmeldungen werden die folgenden Themen für die Forschungsphase identifiziert:

Darüber hinaus werden im Bericht zu den Rückmeldungen drei "langfristige" Themen identifiziert, die aufgrund ihres Charakters und ihrer Komplexität Sachverhalte abdecken, für die der IASB nicht beabsichtigt, ein Diskussionspapier oder sonstiges Forschungsdokument innerhalb der nächsten drei Jahre zu veröffentlichen, bei denen er aber andere Standardsetzer ermutigt, diese Themen für ihn zu untersuchen. Diese Themen sind: Ertragsteuern, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und anteilsbasierte Vergütungen.

Schließlich weist der IASB noch auf "andere Aktivitäten" in Bereichen hin, in denen er sich bewusst ist, dass Handlungsbedarf besteht. Der IASB wird eine Beratungsgruppe einrichten, um die Beziehung zwischen der Scharia'a gemäßen Geschäftsvorfällen und Instrumenten und den IFRS beurteilen zu können. Diese soll den IASB im Wesentlichen in Form von öffentlichen Lehreinheiten über islamische Finanzgeschäfte informieren und weiterbilden. Der IASB hat außerdem eine kurzfristige Initiative aufgenommen, um Möglichkeiten zu eruieren, wie diejenigen, die die IFRS anwenden, die zu leistenden Angaben verbessern und vereinfachen können. Dies könnte die Vorstufe zur Entwicklung eines Angabenrahmenkonzepts sein. Nachhaltigkeits- und integrierte Berichterstattung werden im Bericht zu den Rückmeldungen nicht erwähnt und sind nicht Teil der künftigen Agenda des IASB. Der IASB ist überzeugt, dass es in diesem Bereich wohl aufgestellte internationale Standardsetzer gibt, die sich des Themas annehmen können. Der IASB wird sich deshalb weiterhin auf Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzentrieren.

Der IASB weist auch darauf hin, dass er sich bemüht, ein Netzwerk zu entwickeln, das nationale Standardsetzer und regionale Organisationen umfasst, die in die Standardsetzung involviert sind. Teil dieser Bemühungen wäre natürlich die Einrichtung eines Beratungsforums für Rechnungslegungsstandards (ASAF).

Die folgenden englischsprachigen Dokumente stehen Ihnen auf der Internetseite des IASB zur Verfügung:

 

Überblick über die Projekte, die im Bericht zur Agendakonsultation behandelt werden

Projekte auf Standardebene Forschungsprojekte

gemeinsame Projekte mit dem FASB

Neue Projekte

Vorrangige Projekte

Langfristige Projekte

Andere Projekte
Vorrangige Projekte Andere Themengebiete

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