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Norwegen wird verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung einführen

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10.12.2012

Der norwegische Außenminister Espen Barth Eide hat bei der internationalen Konferenz zur unternehmerischen Sozialverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) in Oslo bekanntgegeben, dass Norwegen beabsichtigt, Gesetze zu erlassen, nach denen Unternehmen verpflichtend über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu berichten hätten. Dies soll auf der Grundlage des Konzepts von "berichte oder erkläre" erfolgen, also entweder ist ein Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, oder es muss Rechenschaft darüber abgelegt werden, warum ein solcher Bericht nicht erstellt wird.

Eide verwies in seiner Eröffnungsrede bei der Konferenz darauf, dass in Bezug auf eine CSR-Berichterstattung das Rad nicht neu erfunden werden müsse. Die Globale Berichterstattungsinitiative (Global Reporting Initiative, GRI) habe bereits ein umfassenden Rahmenkonzept für die entsprechende Berichterstattung entwickelt, das weltweit bereits große Verbreitung erfahren habe. Jetzt gehe es darum, "das Rad ins Rollen zu bringen".

Norwegen wäre das vierte der fennoskandinavische Land mit einer verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung: Dänemark fordert seit 2001 von großen Unternehmen eine jährliche CSR-Berichterstattung auf der Grundlage von "berichte oder erkläre" und Finnland und Schweden haben ebenfalls eine verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeführt. Allerdings geht es in den beiden letztgenannten Ländern bisher nur um Unternehmen im Staatsbesitz oder staatlich kontrollierte Unternehmen.

In seiner Rede ging Eide auch auf die Ergebnisse der Rio+20-Konferenz vom Juni 2012 ein. Norwegen hat angekündigt, der Gruppe "Freunde des Paragraphen 47" beitreten zu wollen, deren Gründung durch Brasilien, Dänemark, Frankreich und Südafrika bei der Konferenz bekanntgegeben wurde und deren Name sich auf die Abschlusserklärung der Konferenz bezieht.

Bei seinem Ausblick auf die Zukunft der verantwortlichen Berichterstattung verwies Eide auch auf die Spannungen, die sich in Bezug auf Nachhaltigkeit zwischen Industrie- und Schwellenländern ergeben können: "Ich hoffe und glaube, dass wir inzwischen über ein internationales CSR-Rahmenkonzept verfügen, das stark genug ist, um sich als globale Norm durchzusetzen - auch in Ländern mit rasch wachsender Wirtschaft, die nicht alle unsere Werte teilen."

Eides Redemanuskript in englischer Sprache können Sie sich direkt von der Internetseite des norwegischen Außenministeriums herunterladen: Bridging the gap between good intentions and making a real difference.

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