Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Indem Sie ohne Veränderungen Ihrer Standard-Browser-Einstellung weiterhin diese Seite besuchen, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. Möchten Sie mehr Informationen zu den von uns verwendeten Cookies erhalten und erfahren, wie Sie den Einsatz unserer Cookies unterbinden können, lesen Sie bitte unsere Cookie Notice.
Sie können die volle Funktionalität unserer Seite mit Ihrem Browser nicht nutzen, weil Sie entweder eine alte Version von Internet Explorer verwenden oder der Kompatilitätsmodus eingeschaltet ist. Bitte prüfen Sie, ob der Kompatibilitätsmodus ausgeschaltet ist, nutzen Sie eine Version ab IE 9.0, oder verwenden Sie einen anderen Browser wie bspw. Google Chrome oder Mozilla Firefox.

Deloitte-Newsletter mit politischer Einschätzung der Entwicklungen der letzten Monate

  • SEC und IFRS Image
  • Deloitte Image

31.07.2012

Das IFRS Global Office von Deloitte hat ein 'IFRS Public Policy Briefing' herausgegeben, eine Publikation, die eine Einordnung der großen Ereignisse der letzten drei Monate, die politische Tragweite aufweisen, bietet. Zu den behandelten Themen gehört auch der Abschlussbericht, den der Stab der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) Mitte Juli veröffentlicht hat.

Die englischsprachige Publikation bietet zunächst auf eineinhalb Seiten eine Einordnung der wichtigsten Punkte aus dem Bericht des SEC-Stabs (Entwicklung der IFRS, globale Anwendung und Durchsetzung, Verständlichkeit für Anleger, Interpretation, Führungsstruktur des IASB, Finanzierung, Einbindung nationaler Standardsetzer) und schließt dann mit Deloitte-Beobachtungen und Erwartungen in Bezug auf weitere Schritte. Diese beiden Abschnitte übersetzen wir Ihnen hier.

 

Beobachtungen

Der Bericht wurde ohne viel Aufhebens spät am letzten Arbeitstag seines Hauptautors James Kroeker veröffentlicht, der der SEC 2007 bis 2009 als stellvertretender Leiter der Abteilung Rechnungslegung und seit 2009 als Leiter der Abteilung gedient hat. Wie erwartet wurde keine Richtung vorgegeben, und es war auch vor dem Hintergrund der demnächst stattfindenden Präsidentschaftswahlen und den anders gesetzten Prioritäten der SEC kein Zeitplan für eine endgültige Entscheidung beigefügt; es ist unwahrscheinlich, dass eine solche Entscheidung noch 2012 erfolgt.

Die SEC ist eins der Hauptmitglieder der IOSCO und hat Beobachterstatus beim IFRS Interpretations Committee; sie war ein wesentlicher Teilnehmer bei der Überprüfung, die zur Einrichtung der IFRS-Stiftung im Jahr 2000 führte; sie kennt und versteht die Probleme, die sich der IASB als ein rechtskreisübergreifender Standardsetzer gegenüber sieht. Aber dieser Bericht dreht sich nur im US-amerikanische Emittenten – daher war wohl die Ausrichtung nur nach innen zu erwarten, auch wenn das Fehlen der Anerkennung eines globalen Kontexts nicht-amerikanische Leser enttäuschen mag.

Aber, wie Michel Prada, der Vorsitzende der IFRS-Stiftung festhielt, die Vereinigten Staaten sehen sich nur Heruasforderungen gegenüber, "die andere Rechtskreise erfolgreich überwunden haben, als sie ihren eigenen Übergang auf die IFRS bewältigten".

Wo geht es von hier aus hin?

Der Bericht ist ein bedeutender Schritt im Prozess der SEC, der dazu führen soll, zu entscheiden, ob und wie die IFRS in das US-amerikanische Rechnungslegungssystem übernommen werden könnten. Der Prozess wird weitergehen, nicht zuletzt auch deshalb, weil das Ziel 'eines einzigen hochwertigen Satzes globaler Rechnungslegungsstandards' der G-20 bestehen bleibt. Der IASB fühlt sich verpflichtet, das Konvergenzziel auf der Agenda der G-20 zu erreichen, und versucht, gemeinsame Zielsetzungen und grundlegende Prinzipien zu vereinbaren. Der IASB hat darauf verwiesen, dass 'Konvergenz' nicht unbedingt 'gleich' bedeutet, sondern auch bedeuten kann, sich bei möglichen Hauptprinzipien im Rahmen hochwertiger Rechnungslegungstandards soweit wie möglich anzunähern, die übereinstimmend (wenn auch nicht notwendigerweise uniform) rigoros um- und durchgesetzt werden können.

Die IFRS stellen weiterhin die beste Möglichkeit dar, dieses Ziel zu erreichen. Die Vereinigten Staaten haben viel zu diesem Ziel beizutragen, und ihre aktive Teilnahme wird helfen, sicherzustellen, dass die IFRS hochwertig sind.

Michel Prada war sehr abgewogen in seiner Reaktion: "Während wir anerkennen, dass die SEC das Recht hat, die Methode und den Zeitpunkt für eine Integrierung der IFRS ind das US-amerikanische Rechnungslegungsystem zu bestimmen, bedauern wir, dass der Stab seinem Bericht nicht einen empfohlenen Handlungsplan für die SEC beigegeben hat. Vor dem Hintergrund, dass die Erfolge im Konvergenzprogramm zu wiederholten Rufen der G-20 nach globalen Rechnungslegungsstandards geführt haben, wäre ein klarer Handlungsplan willkommen. Zum gemeinsamen Nutzen sowohl der US-amerikanischen als auch der internationalen Interessensgruppen erwarten die Treuhänder zuversichtlich, dass die SEC die andauernde Unsicherheit in Bezug auf das Engagement der Vereinigten Staaten für globale Rechnungslegungsstandards beendet."

Den vollständigen Newsletter in englischer Sprache, der auch weitere Kommentare beispielsweise zur Durchsetzung der IFRS, zur Eurokrise und zu Leasingverhältnissen enthält, können Sie hier herunterladen. Wie immer finden Sie die neuesten auf IAS Plus eingestellten Publikationen auch unter dem Reiter "Publikationen" auf unserer Startseite.

Zugehörige Themen

Correction list for hyphenation

These words serve as exceptions. Once entered, they are only hyphenated at the specified hyphenation points. Each word should be on a separate line.