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IFRS-Studie 2012: Finanzberichterstattung durch börsennotierte Unternehmen in der Schweiz in turbulenten Zeiten

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19.09.2012

Unsere Schweizer Kollegen haben eine dritte Studie zur Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsstandards durch schweizerische börsennotierte Unternehmen abgeschlossen.

Dies ist die dritte von Deloitte durchgeführte Studie zur Anwendung und Umsetzung der International Financial Reporting Standards (IFRS). In ihr wurden die Geschäftsberichte von 30 in der Schweiz börsennotierten Unternehmen untersucht (Stichtag Mai 2012). Zusammen repräsentieren die in der IFRS-Studie von Deloitte untersuchten Unternehmen eine Marktkapitalisierung von CHF 575 Milliarden, dies entspricht 68% der Marktkapitalisierung der an der Schweizer Börse SIX notierten Unternehmen.

Die wesentlichen Ergebnisse sind nachfolgend aus der Presseerklärung unserer Schweizer Kollegen wiedergegeben, die vollständige Studie in englischer Sprache können Sie sich hier herunterladen.

 

IFRS-Standards bringen mehr Transparenz, aber auch mehr Aufwand

Aufwand und Kosten für betriebliche Vorsorge nehmen wegen neuen Bilanzierungsvorschriften zu

Schweizer Unternehmen, die nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS bilanzieren, müssen ab 2013 wegen des geänderten Standards IAS 19 mit höheren Kosten für die betriebliche Vorsorge rechnen. Gemäss der jüngsten IRFS-Studie des Wirtschafts- und Beratungsunternehmens Deloitte ist mit einer durchschnittlichen Zunahme der zu bilanzierenden Vorsorge-Kosten um rund 72% zu rechnen. Zudem wird wegen der Elimination der Korridor-Methode bei 58% der Unternehmen das Eigenkapital um einen Schlag um 5% oder mehr sinken.

IFRS-Standards sagen nicht alles

Die Deloitte Studie berücksichtigt in den Geschäftsberichten nicht nur die Finanzkennzahlen, sondern zum ersten Mal auch die narrativen Textpassagen und vergleicht deren Aussagen mit Äusserungen, die gegenüber Analysten und der Presse während der Präsentation der Jahresergebnisse gemacht wurden. Wie sich zeigt, wurden teilweise in den Präsentationen Informationen weitergegeben, die so nicht in den Kennzahlen nach IFRS enthalten sind. «Es macht den Anschein, dass es die IFRS-Werte dem Management nicht erlauben, das Jahresergebnis gebührend zu kommentieren», sagt Martin Welser, Partner Wirtschaftsprüfung bei Deloitte und Mitautor der Studie.

Umfang der Finanzberichte stabil, immer mehr ergänzende Informationen

Die steigende Komplexität in der Finanzberichterstattung drückt sich auch im Seitenumfang der Geschäftsberichte aus. So lag der Gesamtumfang der in der Deloitte-Studie untersuchten Geschäftsberichte 2011 durchschnittlich bei 200 Seiten (2010: 169 Seiten), wobei die Spannweite bei 105 bis 631 Seiten liegt. Die Zunahme des Seitenumfangs wird vor allem durch die ergänzenden Informationen (narrative Sektion) verursacht, während der eigentliche Finanzbericht mit durchschnittlich 72 Seiten stabil blieb.

Bereits heute müssen Unternehmen, die ihren Geschäftsbericht nach IRFS erstellen, mehr als 3000 Bestimmungen zur Offenlegung. Künftig dürften es aufgrund weiterer absehbarer Transparenz-Anforderungen noch mehr werden.

Weitere Ergebnisse der Deloitte IFRS-Studie

  • Sämtliche untersuchten Unternehmen verweisen in den Jahresberichten auf die schwierigen Wirtschaftsbedingungen im 2011, wobei diese mit Bezug auf das Jahresergebnis mehrheitlich als «herausfordernd» beschrieben werden.
  • Als Folge der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen verzeichnen die in der Studie erfassten Unternehmen einen Rückgang des durchschnittlichen Ertragswachstums und des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist zumindest teilweise auf die anhaltende Frankenstärke zurückzuführen. 27 der 30 untersuchten Unternehmen gaben an, dass der starke Franken ihre Performance negativ beeinflusste.
  • Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Unternehmen, die eine Wertminderung des Goodwills hinnehmen müssen. Der Rückgang bewegt sich in der Grössenordnung von CHF 2 Milliarden, was 2% des Gesamtwertes entspricht.
  • Einige Untersuchungsergebnisse wurden mit den entsprechenden Resultaten in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien verglichen. Die Ergebnisse gleichen sich in den meisten Fällen, in Bezug auf die Präsentation der Erfolgsrechnung zeigen sich jedoch markante Unterschiede.

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