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ICAEW veröffentlicht Bericht mit Forderung nach Änderungen bei den Angaberegeln

  • ICAEW Image

15.12.2013

Das Institut der Wirtschaftsprüfer von England und Wales (Institute of Chartered Accountants of England and Wales, ICAEW) hat einen Bericht seiner Finanzberichterstattungsfakultät veröffentlicht, in dem nach einer dringenden Reform der Regulierung von Angaben im Rahmen der Finanzberichterstattung gerufen wird, da nach Aussage im Bericht, die gegenwärtige Situation schlimmer werden und der Umfang nicht relevanter Angaben zunehmen wird, wenn das System nicht bald geändert wird.

In dem Bericht mit dem Titel Financial Reporting Disclosures: Market and Regulatory Failures wird argumentiert, dass die gegenwärtige Angabenüberlast zu einem Großteil das Ergebnis des regulatorischen Umfelds ist. Gleichzeitig heißt es in dem Bericht aber auch, dass dieses Umfeld die Antwort auf das Versagen des Marktes für Finanzberichterstattungsinformationen ist. Schließlich heißt es, dass sowohl das Versagen des regulatorischen Umfelds als auch des Marktes teilweise die inneliegenden Beschränkenden der Finanzberichterstattung widerspiegeln.

Wichtigster Punkt des Berichts ist, dass die Probleme aus einem für alle gleichen Ansatz in Bezug auf Angaben resultieren, bei dem nicht berücksichtigt wird, dass es einen Konflikt zwischen zwischen Regulierung und Standardisierung von Angaben im Zusammenhang mit der Finanzberichterstattung einerseits und der Vielzahl von Bedürfnissen von Firmen und Adressaten andererseits gibt. Dieser Ansatz hat dazugeführt, dass Regulierer von Unternehmen fordern, die gleichen Informationen gegenüber allen Adressaten offenzulegen, unabhängig davon, ob alle Nutzer auf die gleiche Art und Weise von langen und komplexen Angaben profitieren. Die Standardisierung von Angaben hat auch dazu geführt, dass eine erhebliche Anzahl von unwesentlichen Angaben als Ergebnis "einer stets wachsenden Liste von geforderten Angaben, die zu irgendeinem Zeitpunkt für zumindest einige Unternehmen als wichtig erkannt wurden," veröffentlicht werden.

In ihrem Bericht empfiehlt die Finanzberichterstattungsfakultät ein Reformprogramm, das vier Möglichkeiten zeigt, wie die Gründe des Problems adressiert werden können:

 

    1. Reform des Standardsetzungsprozesses für Angabevorschriften
      1. Der Standardsetzungsprozess sollte reformiert werden und den Ansichten der Anteilseigner mehr Gewicht geben, die die Kosten als Ergebnis der Angabevorschriften tragen.
      2. Die Standardsetzer sollten ein Rahmenkonzept entwickeln, das eine Struktur für das Setzen von Angabevorschriften bietet.
      3. Wenn Unternehmen bestimmte Angabevorschriften einhalten, aber dadurch größtenteils unwesentliche Informationen produzieren, sollten Standardsetzer bei der Entscheidung berücksichtigen, ob diese Angabevorschriften angemessen sind.
    2. Änderung der Angabevorschriften selbst
      1. Die Angabevorschriften sollten Unternehmen gestatten, separate Informationssätze für verschiedenen Adressatengruppen zu veröffentlichen.
      2. Die Standardsetzer sollten regelmäßig ihre Angabevorschriften überprüfen, um unnötige Angabevorschriften auszumerzen.
    3. Änderung der Art und Weise, wie die Vorschriften umgesetzt werden
      1. Um die Anreize zu verringern, unwesentliche Angaben zu leisten, sollten die Durchsetzungsbehörden klarstellen, dass sie nicht gegen Unternehmen vorgehen, die unwesentliche Informationen nicht berichten. Sie sollten sogar Unternehmen dazu ermutigen, nicht wesentliche Angaben wegzulassen.
      2. Prüfer sollten davon Abstand nehmen, Unternehmen zu ermutigen, unwesentliche Angaben zu leisten. Sie sollten ihre Mandanten ermutigen, unwesentliche Angaben wegzulassen.
      3. Wenn Durchsetzungsbehörden und Prüfer ihren Ansatz in Bezug auf Wesentlichkeit überdacht haben, sollten die Unternehmen Angaben weglassen, die eindeutig unwesentlich sind.
    4. Mehr Verlass auf nicht vorgeschriebene Lösungen
      1. Ersteller und Adressaten sollten direkt miteinander kommunizieren, um die freiwillige öffentliche Angabe von Informationen zu erörtern, die derzeit nicht zur Verfügung gestellt werden, und sich nicht gänzlich darauf verlassen, dass Standardsetzer neue Angabevorschriften erlassen.

Das ICAEW weist darauf hin, dass diese Empfehlungen miteinander im Zusammenhang stehen und dass "keine Gruppe allein in der Lage ist, die Angaben im Rahmen der Finanzberichterstattung und ihre Durchsetzung zu reformieren; ein koordinierte Ansatz ist notwendig". Dieser Hinweis spiegelt  die Kernbotschaft wider, die das IASB-Forum zur Angabenüberlast im Januar zutage förderte: dass Adressaten, Ersteller, Standardsetzer, Prüfer und Regulierer alle zu dem wahrgenommenen Problem im Hinblick auf Angaben beitragen und dass jede dieser Parteien zur Lösung des Problems beitragen muss. Erst kürzlich war die dänische Regulierungsbehörde für Unternehmen, die keine Finanzinstitute sind, (Erhvervsstyrelsen oder Danish Business Authority (DBA)) eine der ersten Regulierungsbehörden, die Unternehmen aktiv ermutig hat, jegliche unwesentlichen Informationen und Angaben in ihren Abschlüssen wegzulassen.

Weiterführende Informationen in englischer Sprache auf der Internetseite des ICAEW:

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