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IASB nimmt Stellung zum Grünbuch zur langfristigen Finanzierung der europäischen Wirtschaft

  • IASB Image

05.07.2013

Der IASB hat gegenüber der EU-Kommission Stellung zu deren 'Grünbuch langfristige Finanzierung der europäischen Wirtschaft' genommen. Thema des Schreibens ist die Frage der Kommission hinsichtlich einer möglichen Beziehung zwischen der Verwendung von Zeitwertbilanzierung und Kurzfristigkeit im Anlegerverhalten.

Im 'Memorandum', das der IASB auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, eröffnet der IASB seine Antwort auf die Frage Q20 – Inwieweit begünstigt die Anwendung des Prinzips des beizulegenden Zeitwerts Ihrer Ansicht nach ein kurzfristig ausgerichtetes Anlegerverhalten? Welche Alternativen oder anderen Wege könnten in Betracht kommen, um solche Effekte zu kompensieren? mit der Aussage:

Der IASB ist nicht der Meinung, dass die Prinzipien der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert für sich allein genommen zur Kurzfristigkeit im Anlegerverhalten geführt haben.

Der IASB verweist auf die große Bandbreite von Faktoren, die zur Kurzfristigkeit beitragen können (und die im Grünbuch auch anerkannt werden). Zeitwertbilanzierung möge zwar einer von diesen sein, aber, so heißt es im Schreiben, in einigen Fällen gebe es keine Alternative zu dieser Art der Bilanzierung, da nur der beizulegende Zeitwert beispielsweise sinnvolle Informationen über Finanzinstrumente mit komplexen Zahlungsströmen bieten könne. Dies bedeute aber nicht, dass der IASB beabsichtige, alle Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Mit dieser Aussage wendet sich der IASB gegen allgemein bisweilen erhobene Vorwürfe - diese werden nicht expressis verbis im Grünbuch erhoben.

Wie in der Rede des IASB-Vorsitzenden Hans Hoogervorst vom April 2013, die den Titel trug Bilanzierung und langfristige Investitonen - 'Kaufen und halten' sollte nicht 'kaufen und hoffen' bedeuten und dem Memorandum als Anhang beigefügt ist, verweist der IASB darauf, dass auch langfristig orientierte Anleger kurzfristigere, verlässliche und unvoreingenommene Leistungskennzahlen brauchen, um die Unternehmensleitung gegebenenfalls verantwortlich halten zu können.

Der IASB verweist auch auf IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, der 2011 herausgegeben wurde, um zu erläutern, wie der beizulegenden Zeitwert für Zwecke der Finanzberichterstattung zu bestimmen ist, und um die Transparenz zu erhöhen, wenn Unternehmen Bewertungsmodelle für die Bestimmung desselben verwenden, insbesondere wenn Märkte weniger aktiv werden.

Nachdem erläutert wird, dass die IFRS darauf abzielen, wirtschaftliche Bewegungen in dem Moment abzubilden, in dem sie geschehen, was auch bedinge, dass Volatilität nicht versteckt oder künstlich verringert werde, wenn diese den tatsächlichen wirtschaftlichen Bedingungen entspreche, verwahrt sich der IASB dagegen, dass Rechnungslegung als ein Instrument angesehen oder kann zu verwenden versucht werde, mit dem kurzfristige Volatilität ausgeglichen werden könne. Das Schreiben schließt daher:


Letztlich ist es für alle Adressaten wichtig, die Grenzen der Finanzberichterstattung zu erkennen.

Weiterführende Informationen:

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