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"Die Bühne, das Publikum und die Akteure" - SEC-Kommissarin spricht über Angaben

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29.06.2013

Kommissarin Elisse B. Walter der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) sprach beim 19. Stanford Directors College über Angaben. Wie der IASB-Vorsitzende vor einigen Tagen erinnerte sie ihr Publikum daran, dass Angaben nicht nur eine lästige Pflicht sind - sie müssten ein ehrlicher Dialog sein.

In seiner Rede bei der IFRS-Konferenz in Amsterdam hatte Hans Hoogervorst von der Notwendigkeit gesprochen, die "Phrasendrescherei zu durchbrechen"; Elisse Walter nannte Angaben "eine Chance, Ihre Geschichte zu erzählen". Schwerpunkt ihrer Ausführungen war die Lageberichterstattung. Sie führte ihr Publikum in die Welt William Shakespeares, dessen Werke so erfolgreich waren, weil er drei Dinge kannte: die Bühne, das Publikum und die Akteure.

 

Die Bühne

Walter stellte ihrem Publikum die Idee vor, dass Angabevorschriften die Bühne für die Angaben eines Unternehmens darstellen, aber nicht die Handlung erzählen. Sie stellten den Hintergrund dar, den Bühnenboden und vielleicht gar die Seitenflügel, durch die die Schauspeiler die Bühne betreten, aber von ihnen zu verlangen, die gesamte Geschichte zu erzählen, würde von ihnen verlangen, etwas zu lesiten, wozu sie nicht gedacht seien. Auf dieser Bühne hat nun das Unternehmen seine Geschichte zu erzählen und die Hilfsmittel und Requisiten zu identifizieren, die ihm dabei helfen, die Handlung adäquat darzustellen. Walter gab auch zu, dass "eine gute Geschichte nicht immer eine glückliche sein muss. Shakespeare war Mesiter sowohl der Tragödie als auch der Komödie. Aber die wahre Geschichte — und damit meine ich die ganze Geschichte — ist diejenige, die erzählt werden muss".

 

Das Publikum

Nach Ansicht von Walter kann das Publikum im Fall von Angaben nur aus Anlegern bestehen. Dies würde dem Unternehmen zwei Pflichten auferlegen: sich mit dem Publikum auseinanderzusetzen und es kennenzulernen und es als ebenbürtige Partner anzuerkennen. Das Publikum zu kennen, würde dem Unternehmen helfen, die Fragen zu identifizieren, die dieses sich stellt und die nicht unbeantwortet bleiben dürften. Wie Walter ihre Zuhörer erinnerte: "Angaben werden nicht davon bestellt, was das Unternehmen angeben möchte, sondern davon, was die Anleger wissen wollen." Sie ist außerdem der Meinung, dass das Publikums als Geschäftspartner akzeptiert werden muss - die zahlenden Gäste, die nicht nur über den Erfolg des Stückes entscheiden, sondern auch über den langfristigen Erfolg der Gesellschaft. Dies sollte nach Meinung von Walter den Ton der Kommunikation mit den Anlegern bestimmen: "Sie würden einem Geschäftspartner auch nicht mit Phrasen gegenübertreten. Ihre Anleger verdienen den gleichen Respekt. Sie verdienen auch, die ganze Geschichte zu erfahren."

 

Die Akteure

Ihre Analogie dann auf die involvierten Akteure übertragend ermutigte Walter Vorstände und Aufsichtsräte, die Menschen und die Prozesse kennenzulernen, die bei der Erarbeitung der Angaben mitwirkten - auch hinter der Bühne. Nur dann könnten sie das gesamte Bild sehen und die Musik verstehen, zu denen die Angaben spielen. "Ich glaube, dass Vorstände und Aufsichtsräte einen Einfluss auf den Ton im Unternehmen haben können, wenn sie sich engagieren, wenn sie Angaben mit einem kritischen Auge lesen und wenn sie dem Management die Hölle heiß machen, wenn sie der Meinung sind, dass es weitere Aspekte er Geschichte gibt, die erzählt werden sollten."

 

Den vollständigen Text der Rede in englischer Sprache können Sie sich direkt von der Internetseite der SEC herunterladen.

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