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Europäisches Parlament unterstützt die neuen Bilanzierungs-und Transparenzrichtlinien

  • Europaeische Union Image

13.06.2013

Das EU-Parlament hat mehrheitlich für die neuen Rechnungslegungs- und Transparenzrichtlinien gestimmt. Die Reform der Richtlinien zielte in erster Linie auf die Reduzierung der administrativen Belastung kleiner Unternehmen und die Verbesserung der Transparenz von Zahlungen an Regierungen in der Rohstoffbranche in der Holzwirtschaft in Primärwäldern ab. Außerdem wurde eine verpflichtende länderspezifische Berichterstattung aufgenommen.


Rechnungslegungsrichtlinie

Mit der neuen Rechnungslegungsrichtlinie werden unnötige und unverhältnismäßige administrative Kosten kleiner Unternehmen reduziert, indem die Erstellung von Abschlüssen vereinfacht und der Umfang der Informationen in den Anhangangaben reduziert wird. Nach der Richtlinie müssen kleine Unternehmen nur eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung und einen Anhang erstellen, um die regulatorischen Vorschriften zu erfüllen.

Bei Untersuchung der verschiedenen Möglichkeiten der Ersetzung oder Überarbeitung der alten Rechnungslegungsrichtlinien hatte die Kommission auch die Option geprüft, den IFRS für KMU auf EU-Ebene zu übernehmen. Diese wurde jedoch verworfen, da die Kommission der Meinung war, dass der IFRS für KMU nicht dem Ziel gerecht werde, die administrative Belastung zu verringern. Die einzelnen EU-Mitgliedstaaten können den IFRS für KMU jedoch als ihren Rechnungslegungsstandard für alle oder einige ihrer nicht börsennotierten Unternehmen gestatten oder vorschreiben, solange die Rechnungslegungsrichtlinie vollständig umgesetzt wird und der Standard, der teilweise in Widerspruch zu dieser steht, so geändert wird, dass jede Vorschrift der Richtlinie, die vom IFRS für KMU abweicht, eingehalten wird.

 

Transparenzrichtlinie

Mit der überarbeiteten Transparenzrichtlinie wird eine Lücke in den bestehenden Angabevorschriften geschlossen, indem die Angabe bedeutenden Besitzes aller Finanzinstrumente gefordert wird, die verwendet werden könnten, um ein wirtschaftliches Eigentum an börsennotierten Unternehmen zu erwerben. Eine zweite große Änderung ist die Tatsache, dass die Vorschrift, vierteljährliche Finanzinformationen zur Verfügung zu stellen, gestrichen wurde. Dies zielt auf die Reduzierung der administrativen Belastung und auf die Ermutigung zu langfristigem Anlageverhalten ab.

 

Länderspezifische Berichterstattung

Mit der neuen Rechnungslegungsrichtlinie wurde eine verpflichtende länderspezifische Berichterstattung eingeführt. Um faire Bedingungen unter allen Unternehmen zu gewährleisten, wurde die gleiche Angabevorschrift auch in den Vorschlag zur Überarbeitung der Transparenzrichtlinie aufgenommen.

Mit der Angabevorschrift wird von börsennotierten und nicht börsennotierten großen Unternehmen, die in der Rohstoffbranche oder der Bewirtschaftung von Primärwälder aktiv sind, gefordert, über Zahlungen nach Ländern gegliedert Bericht zu erstatten, die an Regierungen geleistet wurden, um so die Transparenz zu erhöhen. Die Kommission hat damit auf internationale Entwicklungen in diesem Bereich reagiert, insbesondere auf die Aufnahme einer Vorschrift in den US-amerikanischen Dodd-Frank-Act, nach der Zahlungen an Regierungen offenzulegen sind. Die europäischen Vorschriften sind aber umfassender, da sie auch die Holzwirtschaft in Primärwäldern sowie große nicht börsennotierte Unternehmen umfasst.

 

Weitere Informationen

Der EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Michel Barnier, hat eine Presseerklärung zur Abstimmung des EU-Parlaments veröffentlicht, in der er diese begrüßt:


Die Pflichten in Bezug auf die Finanzberichterstattung wurden modernisiert und die Kosten insbesondere für KMU reduziert. Mit den neuen Regeln zur länderspezifischen Berichterstattung haben wir ein Rahmenkonzept geschaffen, in dem Unternehmen und Regierungen Erlöse aus natürlichen Rohstoffen offenlegen müssen. Dieses Rahmenkonzept wird auch zur Bekämpfung von Steuerbetrug und Korruption beitragen.

Weitere Informationen auf der Internetseite der EU-Kommission (alle nur in englischer Sprache):

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