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FEE nimmt Stellung zum Grünbuch zur langfristigen Finanzierung der europäischen Wirtschaft

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29.06.2013

Der europäische Wirtschaftsprüferverband (Fédération des Experts Comptables Européens, FEE) hat gegenüber der EU-Kommission Stellungnahme zu deren 'Grünbuch langfristige Finanzierung der europäischen Wirtschaft' genommen. Eines der fünf Themen, denen sich FEE in der Stellungnahme widmet, sind Rechnungslegungsprinzipien.

Ein Großteil der Debatte um das Grünbuch war der Frage gewidmet, ob die Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zu Kurzfristigkeit im Anlageverhalten führt. FEE nimmt zu Kenntnis, dass die Grundlage der Rechnungslegung - beizulegender Zeitwert oder fortgeführte Anschaffungskosten - einen Einfluss auf Anlageentscheidungen hat. Trotzdem betont der Verband auch, "dass Finanzinformationen zum Zeitwert immer nützlich ist, auch für langfristig orientierte Anleger. Selbst langfristig orientierte Anleger können es sich nicht leisten, kurzfristige Fluktuationen zu ignorieren", wmoit ein wesentlicher Punkt aus der Rede des IASB-Vorsitzenden Hans Hoogervorst vom April 2013 aufgegriffen wird, die den Titel trug Bilanzierung und langfristige Investitonen - 'Kaufen und halten' sollte nicht 'kaufen und hoffen' bedeuten.

FEE kommt daher zu dem Schluss, dass Zeitwertinformationen zu langfristigen Investitionen zur Verfügung gestellt werden sollten. FEE erinnert die EU-Kommission auch daran, dass "die gegenwärtige Verwendung von beizulegenden Zeitwerten bereits auf Fälle beschränkt ist, in denen sie nützlichere Informationen bietet als historische Anschaffungskosten".

Im Zusammenhang mit Stabilität und langfristiger Finanzierung geht FEE explizit auf zwei Punkte ein, die im Grünbuch erhoben werden:

  • In Bezug auf die Aussage im Grünbuch, dass die Einführung der Zeitwertbilanzierung eine Verschiebung von Eigenkapitaltiteln zu Anleihen bei den institutionellen Anlegern führe, ist sich FEE "keiner überzeugenden empirischen Daten bewusst, die diese Aussage unterstützen".
  • Hinsichtlich der Aussage im Grünbuch dass die Zeitwertbilanzierung zu einer Erhöhung der Risikoaussetzung durch langfristig orientierte Anleger führe, ist sich FEE "auch keinerlei empirischer Forschung bewusst, die dieser Annahme zugrunde liegt".

FEE ermutigt allgemein dazu, sehr vorsichtig in Bezug auf Schlussfolgerungen zu sein, die den Einfluss der Zeitwertbilanzierung auf Stabilität und langfristige Finanzierung betreffen, und empirischen Belegen umfassend Respekt zu zollen. Im Rückblick auf die Finanzmarktkrise und die Diskussion der Rolle der Zeitwertbilanzierung in diesem Zusammenhang erinnert FEE die EU-Kommission daran, dass entsprechende Forschung keine negative Rolle identifiziert hat, die der beizulegende Zeitwert in diesem Zusammenhang gespielt hat, insbesondere nicht hinsichtlich Instabilität. Die Mehrheit der akademischen Forschung hat zu der Schlussfolgerung geführt, dass die Zeitwertbilanzierung kein größerer Auslöser der Volatilität war, sondern dass er im Gegenteil dazu beitrug, die Situation frühzeitig zu identifizieren und beurteilen zu können.

FEE kommt in der Stellungnahme zu dem Schluss, dass die Anwendung des beizulegenden Zeitwerts nicht weiter beschränkt werden sollte, da die Zeitwertbilanzierung Finanzinformationen tansparenter machen kann und gegenwärtige Marktbedingungen widerspiegelt.

Weiterführende Informationen:

Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) bietet am 8. Juli 2013 eine Gesprächsrunde in Brüssel an, die der Förderung der Debatte unter europäischen Anwendern in Bezug auf “Finanzberichterstattungsaspekte langfristiger Anlagegeschäftsmodelle und die Finanzberichterstattungsfragen, die im Grünbuch der EU-Kommission zu langfristiger Finanzierung - insbesondere der Anwendung der Zeitwertbilanzierung auf langfristige Anlagen - aufgebracht worden sind" dienen soll.

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