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IASB-Vorsitzender äußert sich indirekt zu den Finanzierungsvorschlägen im vorläufigen ECON-Bericht

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15.10.2013

Während der Sitzung des IFRS-Beirats, die derzeit in London stattfindet, nutzte der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst die Gelegenheit, sich zu den Finanzierungsvorschlägen im vorläufigen ECON-Bericht zu äußern, als er die Mitglieder des Beirats über die Entwicklungen im Rahmenkonzeptprojekt des IASB und weiteren Projekten informierte.

Der vorläufige Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments (ECON) war Anfang des Monats zugänglich geworden. Darin war unter anderem eine jährliche Beurteilung der EU-Finanzierung des IASB vorgeschlagen worden, und es wurde auch gefordert, das Ergebnis der Beurteilung davon abhängig zu machen, ob bestimmte Forderungen der EU erfüllt würden.

Diese Finanzierungsvereinbarungen hängen davon ab, ob die IFRS-Stiftung und der IASB die Vorschläge der EU in Bezug auf ihre Führungsstruktur umsetzen, ob die Bilanzierungskonzepte der EU insbesondere im Hinblick auf 'Vorsicht' und die Vorschrift einer 'den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Darstellung' bei der Übrarbeitung des Rahmenkonzepts ausreichend berücksichtigt werden, ob der IASB entscheidet, diese Konzepte nicht in das überarbeitete Rahmenkonzept aufzunehmen, und ob der IASB Gründe für seine Entscheidung veröffentlicht, wozu auch die Veröffentlichung der Rechtskreise, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und anderer Interessengruppen gehört, die diesen Konzepten widersprochen haben.

Während Hoogervorst die Mitglieder des Beirats über die Aktivitäten des IASB informierte, bezog er sich am Rande auch auf den vorläufigen ECON-Bericht und die Kriterien, die der jährlichen Begutachtung der EU-Finanzierung zugrunde liegen sollen un die zum Teil auch fachlicher Art sind, als er über das Rahmenkonzeptprojekt des IASB sprach. Im Laufe des Projekts hat es Rufe von verschiedenen Seiten gegeben, das Konzept der Vorsicht wieder einzuführen, und Hoogervorst hat die Debatte auch in seiner Rede zum Konzept der Vorsichtsvom September 2012 zur Kenntnis genommen. Unter Verweis auf den vorläufigen ECON-Bericht meinte er aber, dass er zwar der Diskussion als solcher nicht abgeneigt sei aber es "sehr schwierig" fände, "über das Konzept zu diskutieren, solange es in eine politische Diskussion eingebunden ist". Er nannte das Binden von Finanzierung an die Ergebnisse von Standardsetzung "etwas, das wir nicht akzeptieren können" und "eine Bedrohung unserer Unabhängigkeit". Er warnte außerdem: "Wenn Europa das macht, könnten auch andere Teile der Welt ermutigt werden, das zu tun." Der IASB-Vorsitzende fügte allerdings auch hinzu, dass er den Eindruck habe, dass auch die EU-Kommission gemerkt hat, dass die gegenwärtige Situation "nicht ist, das man sich wünschen sollte", und er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Trilog, der jetzt beginnt und die Europäischen Kommission, den Rat der Europäischen Union und das Europäischen Parlament involviert, ein "positives Ergebnis" haben werde.

Die Anmerkungen von Hoogervorst sind als Teil seiner Darstellung der aktuellen Aktivitäten des IASB aufgezeichnet worden und sich auf der Internetseite des IASB zugänglich (Aufzeichnung ACM – Session1/3).

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