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Vorsitzender des FASB spricht zur Zukunft der Standardsetzung in den Vereinigten Staaten nach dem Ende der Konvergenz

  • FASB neu Image

13.09.2013

In einer Rede, die er bei der FASB@40-Konferenz am 12. September 2013 in New York gehalten hat, sprach der FASB-Vorsitzende Russ Golden ausführlich über Vergangenheit und Zukunft des FASB und benannte die Prioritäten, die der FASB seiner Meinung nach zukünftig setzen sollte. Zu seinen Plänen für die Zukunft gehört der Abschluss der IASB-FASB-Konvergenzprojekte, die Entwicklung eines neuen Modells für globale Beziehungen und eine neue Agendaausrichtung des FASB.

In Bezug auf die künftigen Prioritäten entwickelte Golden seine Ideen in den folgenden Bereichen:

  • Verbesserung der Effizienz und Wirksamkeit der Prozesse des FASB, um die Laufzeit von Projekten zu verkürzen und die Qualität der Ergebnisse zu verbessern - u den Maßnahmen in diesem Bereich gehören, den Agendasetzungsprozess zu überprüfen und auf Bedenken der Anwender in Bezug auf die FASB-Kodifizierung einzugehen.
  • Reduzierung der Komplexität und der Kosten von Rechnungslegunsstandards bei Erhalt oder Verbesserung der Relevanz der Informationen, die sowohl von börsennotierten wie auch von nicht börsennotierten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden - hier nannte er ausdrücklich auch die Zusammenarbeit mit dem PCC.
  • Verbesserung der Art und Weise wie der FASB kommuniziert, um die Wahrnehmung und das Verständnis seiner Projekte zu erhöhen - dazu gehören auch die Verwendung leicht verständlicher Sprache und die Verwendung von Zeit auf Umsetzungs- und Lehrfragen (beispielsweise wie in Bezug auf den demnächst erscheinenden Standard zu Erlöserfassung).
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Stiftung für Rechnungslegung (Financial Accounting Foundation, FAF) und  dem Rat für staatliche Rechnungslegung (Governmental Accounting Standards Board, GASB), um den Bedürfnissen aller Anwender besser gerecht zu werden.

Golden sprach auch über Unabhängigkeit in Bezug auf den FASB und der kritischen Bedeutung von Unabhängigkeit in Bezug auf hochwertige Standardsetzung. Er ist der Meinung, dass Unabhängigkeit ein "Privileg, das zu verdienen sei" sei. Dies geschehe durch Rechenschaft durch Einhaltung von Prozessen, Berücksichtigung der gesamten Bandbreite von Sichtweisen, Berücksichtigung von Ergebnissen der Überprüfung nach der Einführung durch die FAF und insgesamt durch Einreißen der Mauern und dadurch, dass man "viel Zeit mit den Leuten verbringt, die direkt oder indirekt von der Standrads betroffen werden, die man setzt".

Golden wendete sich der Konvergenz von US-GAAP und IFRS zu und hielt fest, dass die Vereinbarung, die 2002 in Norwalk getroffen worden sein, eine "bedeutende Errungenschaft" sei und hielt außerdem fest, dass das Erreichen globaler Konvergenz ein Ziel sei, bei dem sich die Methoden ändern würden:

Mit dem kommenden Ende der bilateralen Konvergenz gilt es in eine neue Umgebung einzutreten, in der wir einer kritischen Entscheidung gegenüber stehen. Wir müssen entscheiden ob, und wenn ja wie, wir das Ziel der Konvergenz weiter verfolgen wollen - während wir die dringenden Bedenken derjenigen berücksichtigen, die an amerikanischen Kapitalmärkten investieren.

Golden betrachtet das Abschließen der großen Konvergenzprojekte von IASB und FASB als oberste Priorität für 2013 und 2014, und er gab seiner Erwartung Ausdruck, dass ein Standard zur Erlöserfassung bis Ende 2013 herausgegeben sein wird, und dass endgültige Standards zu Leasingverhältnissen, Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten und der Wertminderung von Finanzinstrumenten 2014 folgen werden. Er sagte auch, dass der FASB "Entscheidungen zur Versicherungsbilanzierung danach finalisieren" würde.

Im Einklang mit anderen Äußerungen des IASB und des FASB erkannte Golden an, dass das frühere bilaterale Modell der Konvergenz sich weiterentwickeln müsse, um auch andere Rechtskreise und deren Standardsetzer zu berücksichtigen, insbesondere, wenn diese bedeutende Kapitalmärkte repräsentierten:

Ich sehe eine langfristig orientierte Umgebung für die globale Standardsetzung, in der der FASB, der IASB und andere Standardsetzer großer Kapitalmärkte koexistieren und zusammenarbeiten, wobei sie das gemeinsame Ziel der Herausgabe konvergierter Standards verfolgen, während sie außerdem die besonderen Bedürfnisse der Kapitalmärkte berücksichtigen, für die sie Standards setzen.

Golden verknüpfte diese Ziele mit denen des FASB und hielt fest, dass "die oberste Priorität des FASB ist, die Finanzberichterstattung  zum Nutzen der Anleger un anderer Adressaten von Finanzinformationen an amerikanischen Kapitalmärkten zu verbessern". Er hielt außerdem fest, dass andere "bedeutende Hindernisse" wie die Abweichungen "in der Prüfung und der Durchsetzung von Finanzberichterstattungsvorschriften in den Rechtskreisen weltweit" reduziert werden müssten, was gleichzeitig eingestehe, dass "eine vollständige Konvergenz der Finanzberichterstattung nicht allein durch Rechnungslegungsstandards" erzielt werden könne.

Ungeachtet dieser Anmerkungen beschrieb Golden eine Reihe von Wegen, wie der FASB "die Finanzberichterstattung an amerikanischen Kapitalmärkten verbessern und gleichzeitig internationale Rechnungslegung verbessern und vereinheitlichen" könne. Dazu gehören nach seiner Meinung die folgenden Maßnahmen:

  • Weiterentwicklung der US-GAAP, ausgehend von einer Evaluierung und Berücksichtigung der IFRS, wenn Verbesserungen von US-GAAP angegangen werden, und Erwägung, ob US-GAAP die Form und künftige Ausrichtung internationaler Standards beeinflussen können.
  • Aktive Teilnahme an der Entwicklung der IFRS durch aktive Teilnahme an den IASB-Projekten durch das Accounting Standards Advisory Forum (ASAF) und andere Mittel wie beispielsweise Mitteilen der Erkenntnisse aus dem Konsultationsprozess des FASB und seinen Einbindungsaktivitäten.
  • Verbesserung der Beziehung zu und der Kommunikation mit anderen nationalen Standardsetzern, "um einen allgemeineren Kommunikationsfluss und Ideen zu fördern, die gegenseitig das Denken befruchten und zu einer Umgebung beitragen, aus der größere Konvergenz erwächst", obwohl in einigen Fällen "die Interessen von Anlegern das Ziel der Schaffung vollständig konvergierter Rechnungslegungsstandards überwiegen können".

Golden beschloss seine Rede mit einer Ausblick in Bezug auf wahrscheinliche Projektprioritäten, die sich aus einer Studie ergeben haben, die der Beirat des FASB (Financial Accounting Standards Advisory Council, FASAC) durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bald öffentlich verfügbar gemacht werden und dem FASB dabei helfen, einzuschätzen, ob Projekte, die auf Sparflamme geschoben wurden, fortgesetzt werden sollen, ob Sachverhalte aufgenommen werden sollen, die den Schwerpunkt von Nachrichten und Kommentaren bildeten, und Sachverhalte zu behandeln sind, die sich aus der Überprüfung nach der Einführung von Standards ergeben haben.

Den vollständigen Redetext in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite des FASB.

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