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FEE erinnert die Mitglieder der Europaparlaments daran, dass Europa von den IFRS profitiert

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05.09.2013

In einem scharf formulierten Brief an den Berichterstatter eines Berichtsentwurfs und vorgeschlagener Änderungen eines Unionsprogramms zur Unterstützung spezieller Tätigkeiten im Bereich Rechnungslegung und Abschlussprüfung für den Zeitraum 2014-2020 erinnert der europäische Wirtschaftsprüferverband (Fédération des Experts Comptables Européens, FEE) die Mitglieder des EU-Parlaments daran, dass die gegenwärtige Debatte über die Finanzberichterstattung nicht nur einen Aspekt der fachlichen Qualität, sondern auch eine Perspektive des öffentlichen Interesses hat.

Im Dezember 2012 veröffentlichte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Auflegung eines Unionsprogramms zur Unterstützung spezieller Tätigkeiten im Bereich Rechnungslegung und Abschlussprüfung für den Zeitraum 2014-2020. Im März 2013 folgte dem ein Entwurf eines Berichts an den Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments (ECON), dem wiederum Änderungsanträge zum Berichtsentwurf diverser Mitglieder von ECON folgten. In einem Schreiben an den Berichterstatter gegenüber ECON hat FEE nicht nur Stellung zum Berichtsentwurf und den Änderungsanträgen bezogen, sondern nimmt Stellung Stellung gesamten Debatte.

Das Schreiben von FEE ist um sechs klare Aussagen herum strukturiert:

  • Die strategische Dimension globaler Finanzberichterstattungsstandards sollte berücksichtigt werden – FEE betont, dass globale Standards kritisch für die Verbesserung der Transparenz und die Senkung der Kosten für alle Marktteilnehmer sind und dass aus EU-Sicht global akzeptierte Standards bedeutend zur Anziehung ausländischer Investoren zu einem Zeitpunkt beitragen, zu dem dies besonders nötig ist. Allein EU-spezifische Standards oder EU-Interpretationen der IFRS würden Europas Interessen schaden.
  • Die Debatte sollte objektiv und informiert erfolgen – FEE beklagt, dass es "höchst bedauerlich ist, dass die Debatte um globale Finanzberichterstattungsstandards und das Organ, dem Europa dabei vertraut, diese Standards zu erlassen, (den IASB) oft von Sachverhalten kompromittiert wird, die mit dem Sachverhalt nur lose verknüpft sind oder auf wenig informierten und fundierten Argumenten beruhen, die von einer kleinen, aber lautstarken, Minderheit vertreten werden”. FEE nimmt in Anspruch, dass fundierte Kritik gesund ist, dass aber Kritik, die auf Missverständnissen oder Missinterpretationen basiert, die Glaubwürdigkeit Europas auf der internationalen Bühne herabsetzt.
  • Es ist kontraproduktiv, den IASB zu unterminieren – Nach Meinung von FEE sollte jeder, der den IASB als Ganzes kritisiert, auch die verfügbaren Alternativen bedenken. Gegenwärtig sei der IASB das einzige Gremium, dass die globale Glaubwürdigkeit und Erfahrung besitzt, um hochwertige Standards zu setzen. Mit seiner Unabhängigkeit herumzuspielen, die für das Vertrauen der Anleger wesentlich ist, würde zu einem Verlust von Glaubwürdigkeit führen.
  • Europa sollte sich nicht rückwärts bewegen – FEE erinnert die Mitglieder des EU-Parlaments daran, dass ein europäischer Standardsetzer der europäische Standards erlässt, nicht nur kostspielig sein würde, sondern dass es auch Europa international isolieren würde, was zur Erholung der europäischen Wirtschaft nicht eben beitragen würde. Darüber hinaus weist FEE darauf hin, dass die EU nicht gerade über ein glorreiche Bilanz in Bezug auf die Harmonisierung von Rechnungslegungsvorschriften verfüge, was sich an der jüngsten Debatte über die Bilanzierungsrichtlinie musterhaft zeige.
  • Die IFRS haben die Finanzberichterstattung verbessert und die Transparenz gesteigert – FEE wiederholt, dass es keine glaubwürdigen objektiven Hinweise gibt, dass die IFRS zur Finanzmarktkrise beigetragen haben. Im Gegenteil, die Verwendung der Zeitwertbilanzierung und der umfassenden Angaben hätten geholfen, die Probleme zu identifizieren, die sich im Finanzsystem aufgebaut hätten.
  • Das Parlament sollte rechtliche Sicherheit schaffen – FEE betont, dass Gremien, die im öffentlichen Interesse wirken, Klarheit und Deutlichkeit in Bezug auf ihre Finanzierung über einen hinreichend langen Zeitraum hinweg bedürfen. Gleichzeitig sei ihre Unabhängigkeit die wesentliche Grundlage ihres Werts. Deshalb wäre es nach Meinung von FEE höchst unangemessen, die Finanzierung dieser Gremien von bestimmtem Verhalten in fachlicher Hinsicht abhängig zu machen, da dies ihre Unabhängigkeit beträchtlich beeinträchtigen würde.

FEE fordert, dass die Mitglieder des EU-Parlaments diese grundlegenden Gedanken berücksichtigen, wenn sie den Sachverhalt weiter erörtern, und schließt mit der Beobachtung: “Finanzberichterstattung sollte nicht zum Sündenbock für andere Probleme gemacht werden.”

Die folgenden weiterführenden Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

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