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Der IASB-Vorsitzende spricht über Europa, IFRS und Konvergenz

  • Hans Hoogervorst Image

09.09.2013

Der IASB stellt auf seiner Internetseite eine Rede mit dem Titel 'Europa und der Weg zu globalen Rechnungslegungsstandards' zur Verfügung, die der IASB-Vorsitzende Hans Hoogervorst heute gehalten hat. In seiner Rede pries Hoogervorst die starke Beziehung zwischen der EU und dem IASB, erörterte, wie der Erfolg der IFRS und die europäischen Kapitalmärkte miteinanderverwoben sind, bot einen Überblick über den Stand der wesentlichen Konvergenzprojekte von IASB und FASB und umriss die künftige Agenda das IASB.

Nach einigen freundlichen Worten in deutscher Sprache über die Bedeutung Deutschalnds in Europa und für die Zusammenarbeit mit dem IASB, begann Hoogervorst seine Rede mit allgemeinen Beobachtungen zu der Beziehung wischen der Europäische Union, dem IASB und den IFRS. Er erkannte an, dass Europas Entscheidung, die IFRS zu übernehmen, "den IFRS die kritische masse gegeben haben, die sie brauchten, um der einzige Satz globaler Rechnungslegungsstandards zu werden". Er verwies auch darauf, dass die IFRS den europäischen Märkten genutzt haben, indem sie zur Steigerung der Transparenz beigetragen haben und indem die Kapitalaufnahmekosten für börsennotierte Unternehmen seit ihrer Einführung gesunken sind. Hoogervorst lobte außerdem die EU für ihren gründlichen Übernahmeprozess und verwies darauf, dass die Tatsache, dass die Übernahme der IFRS durch die EU ohne bedeutende Änderungen übernehmen für die Qualität der IFRS spreche. Von dort wendete er sich der Übernahme der IFRS in anderen Rechtskreisen zu und erwähnte auch die Länderprofile, die kürzlich von der IFRS-Stiftung freigegeben worden sind.

Anschließend bot Hoogervorst einen Überblick über die verbleibenden Konvergenzprojekte von IASB und FASB:

  • Erlöserfassung: Ein neuer Standard wird innerhalb der nächsten drei Monate erwartet.
  • Leasingverhältnisse: Der umstrittene Sachverhalt ist, wie Leasingverhältnisse auf die Bilanz gebracht werden sollen.
  • Wertminderung: Der FASB und der IASB sind sich einig, dass ein Modell der erwarteten Verluste notwendig ist, aber sie haben Schwierigkeiten dabei, sich auf die genauen Mechanismen zu einigen. Hoogervorst erläuterte: "Ein Grund, weswegen wir es so schwierig finden, zu einer gemeinsamen Antwort zu kommen, ist, dass ein Modell der erwarteten Verluste inhärent über einen relativ hohen Grad von Subjektivität verfügt, da es sich mit ungewissen Ergebnissen in der Zukunft befasst. Es gibt keine einfache Antwort darauf, wie man damit umgehen kann." Er gab auch der Zuversicht Ausdruck, dass bei der Boardsitzung im September Fortschritte erreicht werden.
  • Versicherungsverträge: Der vom IASB jüngst veröffentlichte Entwurf sei ein Schritt auf das endgültige Ziel der Schaffung eines realistischeren Blicks auf die wahre Leistung der Versicherungswirtschaft zu. In diesem Zusammenhang ging Hoogervorst auch auf die kürzlich von der EIOPA geäußerten Sorgen ein, dass einige Versicherungen nicht in der Lage sein werden, ihre Kapitalanforderungen zu erfüllen, weil die Zinssätze in der Branche so nachhaltig niedrig seien. Es gebe Sorgen, dass die gegenwärtige Berichterstattung durch Versicherungen die Offenlegung dieser potentiellen Krise nicht vollständig gewähre. Der neue Standard werde da glücklicherweise bald Abhilfe schaffen.

Nach einer kurzen Erläuterung des Diskussionspapiers zum Rahmenkonzept wendete sich Hoogervorst noch der Bedeutung der Verbesserung der Angaben im Rahmen der Finanzberichterstattung zu — die Entwicklung präziserer, verständlicherer und insgesamt hilfreicherer Angaben sei notwendig. Hierbei verwies er auch auf den von ihm im Juni 2013 vorgestellten Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung von Angaben in der Finanzberichterstattung.

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